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Ohne weitere Worte (vom 6. Dezember)

Kluges, Originelles, Peinliches, Schräges, Dümmliches, Witziges oder einfach nur Interessantes, gesucht und gesammelt in der deutschen Medienlandschaft.
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»›Uli, du trinkst den falschen Wein‹, sagte ich zu ihm. (…) Du musst italienischen Rotwein trinken. Das ist gesund. Und du schläfst ruhiger.‹ Er hielt sich an meinen Rat.« (Giovanni Trapattoni in Sport-Bild)
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»Ottmar Hitzfeld und ich führten vor Spielen einen Rotwein-Abend für uns Trainer ein. Ottmar bevorzugte spanischen Rioja. Bald war es Tradition, dass auch Uli Hoeneß sich dazugesellte. Einmal kam er und sagte: ›Ich habe einen Wein für uns entdeckt, der hat ein Spitzen-Preis-Leistungs-Verhältnis!‹ Von da ab tranken wir nur noch seinen ›Baron de Ley‹.« (Michael Henke ebenfalls in Sport-Bild)
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Mit der langjährigen Liebe des Ehepaars Hoeneß befasst sich der Bunte-Chefredakteur Robert Pölzer. Als Uli Hoeneß »ganz am Boden« war, schreibt er, als »sich die Schlinge um ihn schloss«, da stand seine Frau »wie ein Fels hinter ihm« und seine Familie »wie eine Wagenburg, die dem Gefallenen sicheren Schutz bot«. Wer aber schützt uns vor Pölzers Metaphernhagel? (aus »Herzblatt-Geschichten« von Jörg Thomann in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung)
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Natürlich ist es ein Zufall, dass Hoeneß in derselben Woche auf seinen Posten zurückgekehrt ist, in der die Kanzlerin bekanntgab, sich für eine vierte Amtszeit zur Wahl zu stellen. Außerhalb von CDU und FCB erhielten sie laut Umfragen derzeit nur ein Drittel der Stimmen. (Christian Eichler in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung)
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Unter Guardiola performten die Bayern immer schon vor Weihnachten wie eine Showtruppe, aber im Frühling wirkte das Team dann ausgebrannt. Jedes Mal scheiterte die Mannschaft im Champions-League-Halbfinale. (Gerhard Pfeil im Spiegel)
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»Es gibt in dieser Generation wenige, die so leben wie wir früher als Profis. Da war Montag und Donnerstag der heilige Tag, an dem man sich den ›Kicker‹ geholt hat. Man hat sich über die Noten aufgeregt. Die waren immer ungerecht. Außer, es war die Note 1, und man war in der Elf des Tages.« (Eintracht Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht im Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung)
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Verstehen Sie die Entscheidung, wenn Sie nicht spielen? – »Natürlich versteht man das nicht, ich glaube, dass es kein Spieler versteht, wenn er auf die Bank muss.« (Alex Meier im Kicker-Interview)
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So bedeutet dieser Tag bloß einen weiteren deutschen Sargnagel für Olympia nach dem gescheiterten Hamburger Olympia-Referendum. (…) Streng genommen ist das Ende von Olympia, wie wir es kennen, in Deutschland damit vorläufig besiegelt. (stern.de über den Verzicht von ARD/ZDF/zitiert in der Frankfurter Rundschau)
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»Vor zwei Jahren hat Rüdiger in Stuttgart noch Strümpfe und Gürtel verkauft, jetzt spielt er das Super-Phänomen.« (Senad Lulic von Lazio Rom über den dunkelhäutigen deutschen Nationalspieler Antonio Rüdiger vom AS Rom/zitiert im Fußball-Magazin 11Freunde)
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John McEnroe ist ein Hesse, wie er im Buche steht: in Wiesbaden geboren, beruflich erfolgreich, in der Welt herumgekommen, Nummer eins der Tennis-Weltrangliste und gelegentlich so mürrisch wie ein Frankfurter Apfelweinkellner. (Werner D’Inka in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung)
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»Über Uli Hoeneß kann ich nur sagen: Ein Mann ein Wort. Wenn er etwas verspricht, dann hält er das auch. Er kann volltrunken sein, am nächsten Tag setzt er es dennoch um.« (Niko Kovac in Sport-Bild) (gw)
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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« /  Mail: gw@anstoss-gw.de)

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