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Freitag, 25. November, 9.25 Uhr

Trotz eines gut gefüllten Themenzettels sitze ich seit einer viertel Stunde ratlos vor den Tasten und warte auf den Flow, der nicht kommt. Manche großen Schriftsteller wurden monatelang von Schreibblockaden geplagt, mich kleinen Viel- und Schnellschreiber für den alsbaldigen Verbrauch plagen schon 15 Minuten.

Einen Satz habe ich auf dem Feld-und-Waldi-Gang vor mich hingesprochen: “Es ist nicht sein Plan, aber er könnte aufgehen.” Ancelotti und die Menschen, Guardiola und die Spielfiguren, Saison-Vorrunde und Champions-League-Endphase – damit werde ich in den Sport-Stammtisch einsteigen. Enden vielleicht mit dem Satz, den ich in meiner Momentan-Lektüre gelesen habe (Julian Barnes, Flauberts Papagei). Muss nur noch googeln, ob Barnes den Satz Flaubert in den Mund gelegt oder dieser ihn selbst gesagt hat. Dazwischen Reus und die Verletzungsbereitschaft, Gladbach und Gijon, vielleicht noch ein dicker Fisch (Augenthalers Wels) und der Tramper vom Blog (Mario A.). Könnte ein ganz netter Text werden. Wenn ich nur den Anfang fände.

Nicht im Text wird die dritte WBI-Frage der Jahresendrunde stehen. Ich dachte an Jay-Jay Okocha, an das sehr frühe Interview von Christoph Amend aus seiner Zeit beim SZ-Jugendmagazin “Jetzt”, mit Okochas Abscheu vor den Ballonhosen der Fans, seiner Vorliebe fürs Bügeln etc. Nur zur Vorsicht gab ich rein routinemäßig ein paar Stichworte ins gw-Archiv … und sah, dass ich das alles schon vor zwei  Jahren als WBI-Frage hatte. Zum Glück noch rechtzeitig. Nicht wie bei der Matthias-Beltz-Doublette. Aber so fängt’s an!

Ha! Damit kann ich mich doch in der nächsten “Mein progressiver Alttag”-Kolumne im Seniorenjournal auf den Arm nehmen! Prima. Muss ja in der nächsten Woche eine schreiben.

Auch für den “Sport-Stammtisch” klärt sich einiges während des Blogschreibens. Schnellweg hier und an die Kolumne, bevor ich’s vergesse.

Baumhausbeichte - Novelle