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Ohne weitere Worte (vom 1. November)

Kluges, Originelles, Peinliches, Schräges, Dümmliches, Witziges oder einfach nur Interessantes, gesucht und gesammelt in der deutschen Medienlandschaft.

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Frankfurt muss in die Verlängerung. Scheitert ein weiterer Bundesligist im DFB-Pokal? (aus dem SZ-Liveticker des Pokalspiels der beiden Bundesligisten Frankfurt und Ingolstadt)

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Eine Fußball-Mannschaft, die den Rasen verlässt, sieht heute aus wie einst die Mädchenschulklasse, die sich hinter vorgehaltener Hand die neuesten Nachrichten aus der Jungenschulklasse zuflüstert. (Klaus Hoeltzenbein in der Süddeutschen Zeitung über die Schutzmaßnahme vor Lippenlesern)

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Der Name Stöger stammt aus dem Böhmischen und bedeutet übersetzt Hasenhüttl. So gesehen ist es wahrlich kein Wunder, dass sich auch RB Leipzig dort oben rumtreibt. (Kabarettist Django Asül in der Kicker-Kolumne »Abpfiff«)

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Er ist stur, egozentrisch, arrogant und unberechenbar. Ihm fehlt das Gespür, im richtigen Moment das richtige zu tun. (Kölner Express über Leverkusens Trainer Roger Schmidt/zitiert in der Süddeutschen Zeitung)

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Cristiano Ronaldo (…) hat (…) ein bemerkenswertes Interview gegeben. Vor allem eine Stelle hat uns ganz besonders fasziniert. Frage: »Welcher Teamkollege hat Sie bisher am meisten inspiriert?« Antwort: »Meine größte Inspiration war ich immer selbst.« (Michael Wittershagen in der FAS-Kolumne »Schluss für heute«)

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Aurah Ruiz, die als Freundin des bei Paris Saint-Germain beschäftigten spanischen Kickers Jesé zum Job einer Spielerfrau gekommen ist, (…) muss gerade etwas kürzertreten, denn ihr Freund (…) hat ihr angeblich das Einkaufsbudget gekürzt. Auf 6000 Euro. Pro Woche. (Ralf Wiegand in der SZ-Kolumne »Glamorama«)

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»Alle zwei Jahre trifft man sich, oft im Eintracht-Museum. Ich muss dann immer erzählen, dass ich in der Saison 1983/84 in beiden Spielen gegen Kickers Offenbach vom Platz geflogen bin. Da feiern mich die Eintracht-Fans immer.« (Ex-Eintrachtprofi Michael Sziedat in der Kicker-Interviewserie »Geschichte & Geschichten«)

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Um Rekorde zu brechen, spiele ich nicht. (…) Rekorde sind super, aber erst für die Zeit nach der Karriere. In zehn Jahren schaue ich mal zurück, zeige meinem Sohn Max die Statistiken und sage dann: Max, schau her, der Papa hat mal was gekonnt.« (Dirk Nowitzki im Welt-Interview)

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»Unsere Vorstellung seit über 30 Jahren ist: Dass man fünf Leute auf den Platz stellen kann, von denen jeder die Sportart kann. Da kann der Basketball strategisch vorangebracht werden. Das ist bei den meisten Trainern in Deutschland auch das Problem: Was mache ich am schlausten, damit die individuellen Unfähigkeiten der Spieler am besten getarnt werden.« (Nowitzki-Mentor Holger Geschwindner im sport1-Interview)

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Die Idee, dass wir immer das Gute wollen und die anderen immer das Böse, ist eine Idee aus dem Märchen. Aber dieses Märchen gehört zur seelischen Hygiene demokratischer Gesellschaften. Anders können sie die Kriege nicht verkraften, die sie führen wollen. (Jakob Augstein, Sohn von Martin Walser, in seiner Spiegel-Kolumne »Im Zweifel links«)

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»Wie lange müssen wir hier sitzen?« – Wieso? – »Sitzen ist das neue Rauchen. Es macht mich unruhig.« (Beginn eines Zeit-Interviews mit Burda-Vorstand Philipp Welte/Seite 27)

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Der Osten als neuer Westen. (Überschrift einer Buch-Rezension in der Zeit/Seite 43)  (gw) * (www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« /  Mail: gw@anstoss-gw.de)

Baumhausbeichte - Novelle