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Sonntag, 16. Oktober, 6.45 Uhr

Selten so gerne getäuscht … der erste Satz der Montagsthemen steht jedenfalls schon, und das ist er. Dazu die Themen-Pärchen: Donald Duck/Bob Dylan, Hybris/Papst, Kovac/Skibbe, Fitness/Zeitung, Olic/Basler, Ancelotti/Onkel Otti und natürlich, siehe erster Satz, auch Fabian/Caio. Kommt sicher noch mehr dazu, und manches Pärchen fällt weg.

In den Meldungen der Nacht zwei aparte Jubiläen: Nach 210 Jahren haben 800 Hobby-Soldaten die Schlacht von Jena und Auerstedt nachgestellt, historisch getreu in allen Dingen. Bis auf das Totschießen. Sind also zum Glück nur auf ihren Steckenpferden in die Schlacht geritten … oh, ist eigentlich ein hübscher Satz. Kommt auch in die Montagsthemen. Vielleicht. Und vielleicht mit dem zweiten Jubiläum: zwei Jahre Pegida. Und ob Sie’s glauben oder nicht: Auch nach zwei Jahren weiß ich nicht, was das Wort abkürzen soll, denn ich will es gar nicht wissen, weil mir die Sache selbst so widerwärtig ist.

Das Begleiträtsel von Manfred Stein (siehe “Mailbox”) ist gelöst. Es ist “natürlich Nadja Comaneci oder Komaneci. Die Anzeige konnte 10.00 Punkte nicht anzeigen (deshalb 1.00). Heute heißt sie anders, denn sie hat einen Amerikaner geheiratet und lebt in den USA.” (Klaus-Dieter Willers/Hungen).

Für die laufende WBI-Runde (Einsendeschluss Dienstag) sind schon viele richtige Lösungen eingetroffen, was mich immer wieder erstaunt, zumal es diesmal wirklich sehr schwierig und vor allem auch schwierig zu googeln war bzw. ist. Manche Einsender beschreiben bei ihrer Lösung (sei sie richtig oder falsch) nicht nur zusätzlich ihre Lösungswege, sondern hängen auch persönliche Anmerkungen an. Manchmal berühren sie auch mich persönlich: “…übrigens war ihr ehemaliger, leider zu früh verstorbener Ex-Kollege, Peter Kraus aus Braunfels, mein lebenslanger Freund und Klassenkamerad, genauso der auch verstorbene Klaus Beck, ein ungewöhnlich wertvoller Mensch!” Den einen kannte ich auch aus frühen Sportlertagen, der andere war mein erstes Mit-Mitglied in der Chefredaktion.

Noch einmal Manfred Stein: “Ihre Erfahrungen als Germanistikstudent, besonders im Heselhausseminar,  kommen mir irgendwie  bekannt vor – sehr amüsant. So war das. Humor und einfache Erklärungen waren da nicht gefragt – und dann noch von einem Sportler!” Grund für die Anmerkung ist das “Sport-Leben” (siehe Link rechts).

Oder Reinhard Schmandt: “Weißt Du eigentlich, dass es in wenigen Tagen im November 50 Jahre her ist, dass zusammen mit Dir noch 9 andere Personen 1966 in Gießen nach dem ersten Kurzschuljahr (früheres G8!!!) das Studium des Faches Sport aufnahmen. Heino Dörr, Kurt Berk (im April dieses Jahres in Edmonton/Kanada verstorben), Ernst Haus, Dieter Müller, Günter Glasauer und ich sowie die 3 Mädel Christel Schumann, Cordula Größer und Anusch Zeller waren das. Nur 10 Studierende in einem Semester! Unglaublich! Vor allem die Übungen im Turnen bei Artus bleiben unvergesslich.”

Stimmt, vor allem für mich, der mit schlechtem Last-Kraft-Verhältnis seine Schwierigkeiten mit dem Turnen hatte und die Prüfung erst im zweiten Anlauf bestand – immerhin mit dem schwierigeren Salto vorwärts, weil meine skoliotische Wirbelsäule mit ihrer “verminderten Reklination und Seitneige” (die Diagnose habe ich als 12jähriger auswendig gelernt) für den einfacheren Salto rückwärts nicht geschaffen war.

Auch bei den Namen klingelt es. Natürlich bei Günter Glasauer, mein damals bester Freund beim TV Wetzlar, später Olympiateilnehmer im Speerwerfen und, glaube ich, sogar Basketball-Nationalspieler Eins der “Mädel”, A. Z.,  später (ich erinnerte mich an sie aber erst gar nicht) wurde ein großer Fan meiner Kolumnen und noch später eine noch größere Feindin, beides aus unerfindlichen Gründen. Einmal sorgte sie auch für eine echte Schrecksekunde bei mir, als ich ihre Todesanzeige las. Von ihr für ihren Hund, wie ich nur aus ihren Freund/Feind-Zuschriften wusste. Die Todesanzeige las sich aber wie die für ein Kind und stand, weil niemand wusste, dass es um einen Hund ging,  inmitten all der anderen Todesanzeigen und in der optischen Form von diesen. Sehr unangenehm wäre es gewesen, wenn dies den Lesern und den Angehörigen der “menschlichen” Todesanzeigen aufgefallen wäre. Zum Glück war dies nicht der Fall. Schließlich erfuhr ich auch noch von … ach nee, lassen wir das. Pietät bitte!

Schwupps, ist die Zeit vergangen. KKKK!

 

 

Baumhausbeichte - Novelle