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Dr. Raymund Geis zum Trainerkarussell

Das schon früh in der Saison beginnende Trainerkarussell in der BL bringt mich auf folgende Anregung:

 

  1. Wenn eine Mannschaft 2 Spiele hintereinander verliert, muß der Trainer entlassen werden.
  2. Der neu einzustellende Trainer darf zuletzt keine  2 Spiele hintereinander verloren haben.

 

 

Dies würde dazu führen:

 

  1. Die Journalisten bräuchten sich nicht mehr die Hirnwindungen verbiegen, wie sie dieVerantwortlichen möglichst trickreich Fallen stellend fragen könnten nach der Zukunft des Trainers.
  2. Die Verantwortlichen wären nicht mehr zu diesen hochnotpeinlichen „Lügen“, wie zuletzt Herr Beiersdorfer, gezwungen, obwohl sie das Messer für den nächsten Tag schon in der Tasche haben u. der Neue schon ausgeguckt ist.
  3. Wir würden mal richtig Qualität mit Winnertypen in alle Mannschaften bekommen??
  4. Alle würden auf unentschieden spielen, dann bleibt für immer alles beim alten?!

 

Aber ach, was wäre das

 

  1. langweilig, es fehlte das Salz in der Suppe um diese ewigen Trainerdiskussionen, z.B. „er hat die Mannschaft nicht mehr erreicht“. Hm, vor kurzem hat er den Verein noch vor dem Abstieg gerettet.    Der Zuschauer wird genauso für blöd gehalten wie bei den Interviews nach Wahlen oder während Tarifverhandlungen: jeder weiß, was gemeint ist, obwohl überwiegend heiße Luft abgelassen wird. (Allerdings bewundere ich die Befragten schon manchmal, wie wachsam u. geschickt sie den Fragenden nicht auf den Leim gehen!).
  2. mathematisch kaum möglich oder? (Ich kann die Regel s.o. nicht zu Ende denken!)
  3. unlogisch, denn der Fußball ist auch nur ein Spiegel unserer Gesellschaft: immer weniger Bindung, mangelnde Kontinuität, fehlende Geduld, ein Konzept durchzuziehen, Kurzgriffigkeit, schnelle Lösungen, hektische Suche nach Erfolg, angeblichen Zwängen gehorchend; kurz: die Kohle ist der Mammon!

 

Fazit: mer lasse alles so, wies is!!! (Raymund Geis/Reiskirchen)

Baumhausbeichte - Novelle