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Alexander Joerg: Zwei Anmerkungen

Zum einen geht es mir um die Aufregung um die Charlie Hebdo Karikaturen.
Ich habe die Bilder ebenfalls gesehen,und kann die einsetzende Wut verstehen. Ich versuche mir bei so etwas immer vorzuhalten, dass die Zeichner und Autoren der Artikel sicherlich cleverer sind als ich und mehr darüber nachgedacht, was sie dort tun, als ich, in dem Moment, in dem ich das Bild sehe. Also habe ich versucht herauszufinden, was das Blatt damit ausdrücken will, denn ich kann ausschließen, dass die Autoren die Opfer verhöhnen möchten.

Nun ist es so, dass in Italien einen Spendenaktion ins Leben gerufen wurde, in denen ein Nudelgericht, das nach der Erdbebenregion benannt wurde, verkauft wird und zwei Euro des Verkaufspreises zum Wiederaufbau gespendet werden sollen.

Weiterhin wurden in der Region massiv Gelder zur Vorsorge gegen Erdbeben investiert. Leider ist es wohl so, dass die Gelder, ebenfalls massiv, abgezweigt wurden und für mafiöse Zwecke genutzt wurden.

Einen Artikel zu dem Thema finden Sie hier: “https://www.welt.de/debatte/kommentare/article157896946/Selbst-am-Erdbeben-will-die-Mafia-verdienen.html

Nun kann man die Karikatur so deuten, dass die Erdbebenopfer zum Verdienst der Mafia in Form von Nudelgerichten verkauft werden.

Ist zwar recht weit um die Ecke gedacht, aber ist, denke ich, eine plausible Schlußfolgerung. Die Mühe machen sich natürlich viele nicht, gerade wenn es einem ins Bild passt, Charlie Hebdo negativ darstellen zu können.

Zum anderen das Thema Training in Bremen

Es ist eigentlich völlig normal, dass zwei Tage nach dem Spiel nicht trainiert wird. Was ich bezweifel ist jedoch, dass der Tag nach dem Spiel frei war. Im Normalfall, also wenn keine englische Woche ansteht, findet am Tag nach dem Spiel ein Training mit zwei Gruppen statt. Die Spieler, die gespielt, oder überwiegend gespielt haben, trainieren regenerativ, die Spieler, die nicht, oder nur wenig, eingesetzt wurden führen ein Spielersatztraining durch, dass die intensive Belastung eines Spieles abbilden soll. Damit soll verhindert werden, dass diese Spieler körperlich gegenüber den “Stammkräften” ins Hintertreffen gelangen.
Alternativ kann am zweiten Tag nach dem Spiel technisch-taktisch oder im Kraftraum trainiert werden, was aber am Ende nichts daran änderst, dass die Spieler trotzdem einen freien Tag in der Woche bekommen werden.

Der zweite Tag nach dem Spiel wird dann freigegeben. Der zweite Tag nach dem Spiel, ist der Tag, an dem die Verletzungsanfälligkeit am höchsten ist.

Beim BVB war jetzt z.B. zu beobachten (im Hintergrund während Interviews), dass die Ersatzspieler direkt im Anschluß an eine Partie auf dem Feld ein Hochintensive Intervalle gelaufen sind, und damit direkt ein Spielersatztraining durchgeführt wurde. Bei vielen englischen Wochen kommt die Mannschaft in Terminschwierigkeiten, es kann kaum mehr intensiv trainiert werden. Das macht Spielern natürlich richtig Laune, erst nicht eingesetzt, danach noch arbeiten, macht aber durchaus Sinn.  (Alexander Jörg/Karben)

Baumhausbeichte - Novelle