Archiv für August 2016

Ohne weitere Worte (vom 30. August)

Kluges, Originelles, Peinliches, Schräges, Dümmliches, Witziges oder einfach nur Interessantes, gesucht und gesammelt in der deutschen Medienlandschaft.
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Der Erfolgstrainer Ancelotti verkörpert die schlichte Erkenntnis, dass Fußball auch dann keine akademische Veranstaltung wird, wenn man möglichst geschwollen darüber redet. Und dass das, was neuerdings als »Philosophie« eines Trainers verkauft wird, mit dem Begriff Taktik eigentlich auch ganz gut bedient wäre.« (Birgit Schönau in der Süddeutschen Zeitung)
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Mehr als die Hälfte der Männer sind einander verwandtschaftlich verbunden (Anm.: im neunköpfigen Trainerteam von Carlo Ancelotti). (…) Würde Ancelotti den Assistenztrainer Hermann Gerland heiraten und adoptierten alle zusammen den dritten Assistenztrainer (…), würde der FC Bayern von einer Patchwork-Familie regiert. (aus »Das Beste aus aller Welt« von Axel Hacke im SZ-Magazin)
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Gab es nicht (…) ein hübsches Foto von Ihrer Patchwork-Familie mit Ehefrau, zweitem Töchterchen sowie deren junger Mutter? – »Ich habe keine Patchworkfamilie. Patchwork ist für mich eine Steppdecke. Meine Familie wird nicht mit einer Steppdecke verglichen.« (Schauspieler Fritz Wepper in der Süddeutschen Zeitung)
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Wird sich Borussia Dortmund als Rehabilitierungszentrum und Kurklinik für Gestrauchelte bewähren? Die Neuzugänge Mario Götze und Andre Schürrle sind durchaus diskussionswürdige Transfers. (Marcel Reif in seiner neuen Zeit-Kolumne)
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»Es ist der größte Blödsinn aller Zeiten, zu glauben, ein Manager habe einen 14-Stunden-Tag, nur weil er sich am Spielfeldrand mit zwei Telefonen ablichten lässt. (…) Richtig ist: Man hat eine hohe Verantwortung, der man sich stellen muss, und soll Erklärungen abgeben über Dinge, die man manchmal nicht erklären kann.« (Heribert Bruchhagen im Kicker-Interview)
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Steffi Jones (…) hat angekündigt, den Fußball nicht neu zu erfinden. Was für ein Glück, dachten da die meisten Branchenkenner. Man stelle sich nur mal vor, Steffi Jones hätte (…) das doch getan. Hätte den Fußball neu erfunden. Vielleicht ohne Tore oder mit zwei Bällen oder so. (…) Oder der ZDF-Reporter hätte (…) nach dem Spiel den dreifachen Torschützen nicht mehr fragen dürfen: »Haben Sie das Ganze schon realisiert?« (Michael Eder in der »Schluss für heute«-Kolumne der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung)
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Antwort (Anm.: von Ingolstadts Neu-Trainer Markus Kauczinski) auf die selten dämliche Frage, ob er Torschütze Lukas Hinterseer etwas von wegen Mini-Messi und »Zeig der Welt, dass du besser bist« ins Ohr geflüstert hätte? – »So einen Scheiß sag’ ich nicht«. Bester Mann. (aus dem Fußball-Magazin 11Freunde)
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»Ich bin totaler Fan von Usain Bolt.« (…) –Könnten Sie ihn schlagen? – »Ihn sicher nicht, aber ich weiß nicht, ob es vielleicht für einen Vorlauf bei Olympia reichen würde.«  (Pierre-Emerick Aubameyang im Sport-Bild-Interview)
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Haben Sie Kontakt zu Schumacher? – »Nein. Er wird von seiner Familie vollkommen abgeschirmt. (Gerd Krämer, der als Mercedes-Manager  Michael Schumachers Weg in die Formel 1 geebnet hatte, im Welt-Interview)
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Wissen Sie, wie es ihm geht? – »Er befindet sich in einer mehr als schwierigen Situation, und es braucht ein Wunder, um ihn wieder in der Öffentlichkeit zu sehen.« (Krämer/Welt – ausnahmsweise mit weiteren Worten und zwei Fragen: Wie gehen die beiden Antworten logisch zusammen? Entstehen so Gerüchte?)
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Die Kraftentfaltung beim Gasgeben ist ein erotischer Schock, nur vergleichbar mit dem seriellen Rückstoß beim Abfeuern einer Maschinenpistole. (aus einem Auto-Test der »Welt am Sonntag«, gefunden im Spiegel-»Hohlspiegel«)
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Herr Kubin, ich lernte Sie kennen als einen lyrikbesessenen Sinologen. Von dem Philosophen und Theologen Wolfgang Kubin hatte ich keine Ahnung. – »(…) Ich galt als elitär. Ich bin elitär. Ich mag keinen Straßenfußball. Ich mag Champions League.« (Auftakt eines FR-Interviews mit dem Sinologen Kubin über »Klinsmann & Konfuzius«) (gw)
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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« /  Mail: gw@anstoss-gw.de)

Veröffentlicht von gw am 29. August 2016 .
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Bernd Schieferstein: Kurze Hosen

“Warum denn net?” mit kurzer Hose in “unserem Alter!  Solange KKKK und andere maßgebenden weiblichen Personen keine Bedenken haben; apropos: wie wärs wieder mal mit einem Foto von Ihnen (diesmal in kurzer Hose)? (Bernd Schieferstein)

Veröffentlicht von gw am 28. August 2016 .
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Montagsthemen (vom 29. August)

Angeblich gibt es ja nur Bayern-Fans und Bayern-Feinde. Die einen vornehmlich in München, die anderen hauptsächlich überall drum herum. Eine etwas klägliche Dialektik. Aber, um im Jargon zu bleiben: Die dialektischen Gegensätze können im Diskurs aufgehoben werden. Kurz gesagt: Onkel Otto!
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Was hat ausgerechnet das gemütliche Maskottchen unseres Hessischen Rundfunks mit der Bayern-Dialektik zu tun? Wer mit den Pep-Sammer-Bayern fremdelte, wem scheinintellekuelle Fußball-Überhöhung, Fuchtel-Getue und verknorzte Aggressivität unangenehm aufstießen, der kann nun ohne störende Nebengedanken eine fußballerische Augenweide wie das 6:0 gegen Bremen genießen. Dank Ancelotti, dem Onkelotti der neuen Bayern.
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In Frankfurt geht’s anders rum, und das ist auch gut so, denn hier wurde die Onkelotto-Gemütlichkeit übertrieben. Nach dem Laissez-Veh der jüngeren Vergangenheit setzt sich  die ebenso banale wie unangenehme Kovac-Wahrheit durch, dass von nichts nichts kommt. Endlich einmal eine Saisonvorbereitung der leistungssportlich angemessenen Art, und schon wird Schalke nicht weggezaubert, was sich meist als fauler Zauber erweist, sondern mit hoher Drehzahl niedergerungen. So kann’s weitergehen, dann klappt’s mit … liebe Traumtänzer, gar nicht erst daran denken! Der Satz geht so weiter: … der weitgehend abstiegssorgenfreien Saison.
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Was wegen RB Leipzig unter verschärften Bedingungen gelingen muss. RB heißt Rasen Ball und nicht Red Bull, aber Rasen Ball ist Red Bull und nicht Rasen Ball. Affentanz um das goldene Mateschitz-Kalb. Man sollte es bei Red Bull belassen, denn das ist im Fußball-Kapitalismus wenigstens ehrlich. Genauso ehrlich wie früher »Aktivist Schwarze Pumpe« oder »Aktivist Briesge-Senftenberg«, die den deutschen Fußball-Sozialismus kongenial repräsentierten.
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Die Zeiten ändern sich. Ob RB eine längere Haltbarkeitsdauer als Aktivist Schwarze Pumpe haben wird? Dass der Name dereinst in vielfältig anderer Weise wieder auftauchen könnte wie der »Aktivist« bei Medien-, Menschenrechts-, Naturschutz- oder Netz-Aktivisten, kann ausgeschlossen werden. Auch einer Limo-Marke hülfe selbst die massivste Werbekampagne nichts, wenn sie »Aktivist Braune Pampe« hieße.
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»Mach, was wirklich zählt!«, fordert uns die Bundeswehr-Anzeigenkampagne zum Abschluss der Rio-Spiele auf und dankt »für 45 Prozent aller Medaillen«. Nun könnte man durchaus sinnieren, ob das ein verkapptes Eingeständnis von DDR-Staatsamateurismus auf neudeutsche Art ist, aber in jedem Fall ist es kein so eingängiger Slogan wie das Original aus der Frühzeit der Vereinigten Staaten: »Uncle Sam wants you!« Jedem seinen eigenen Onkel. Meiner heißt nicht Sam oder Mateschitz, sondern Otto. Allenfalls noch Otti.
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Übrigens würde ich diese Kolumne lieber sprechen als schreiben. Auf einer Radtour durch die Hitzelandschaft habe ich einen Infekt eingefangen, der neben unangenehmen Auswirkungen auch den Effekt einer sonorigen Brumbass-Stimme erzeugt. So könnte Uncle Sam locken, so konnte Lee Marvin singen. Aber das nur nebenbei. Auf der Radtour kam ich an vollgestopften Schwimmbädern, Ausflugslokalen, Badeseen und Mitradlern vorbei. In diesen Hitzetagen reißen sich ja alle die Kleider vom Leib, und man sieht jetzt, dass die Tattoo-Manie ein echter Volkssport geworden ist. Opa mit dem vollprolltätowierten Unterarm, Oma mit dem Arschgeweih, an der Hand das brüllende Enkelchen. »Ich will auch ein Dadduu!« Warum duun die sich das an?
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Ist natürlich reine Geschmacksache. Wie fast alles. Ich bin zum Beispiel der Meinung, dass Männer meines Alters ihre Umgebung nicht mit kurzen Hosen und nacktem Oberkörper belästigen sollten. Und wer fährt mit kurzen Hosen und nacktem Oberkörper an all den Tätowierten vorbei? I was booo-orn under a wandering star.
(gw)
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Veröffentlicht von gw am 28. August 2016 .
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Sonntag, 28. August, 7.10 Uhr

Später, dafür kürzer. Brummschädel. Nicht wegen Suff. Null Promille. Wegen Infekt. Eingefangen auf 110-km-Tour am Mittwoch. Stimme wie Lee Marvin. Kopf wie Kreis Biedenkopf (alter Spruch, galt aber für Promille-Kopf).

Mein großes Interview im Blatt. Exklusiv. Mit dem Supersupermegastar, der sonst keine Interviews gibt. Am nächsten Tag steht das Interview in der FAZ.  Aber nicht unter meinem Namen. Gleich sechs FAZ-Redakteure lassen sich als Interviewer von Salep feiern. Ich bin stinksauer. Obwohl sich ein lästiger Gedanke im Kopf einnistet. Salep? Salep? Superstar? Interview von mir? Mache ich doch seit zig Jahren nicht mehr. Langsam wache ich auf, hustend. Wenn man  wegen Lee Marvin und dem Kreis Biedenkopf immer nur kurz schläft und schnell aufwacht, erinnert man sich geich an seine Träume. Salep …  aber selbst, als ich schon wach bin, bin ich immer noch sauer auf die FAZ.

Auf der 110-km-Hitzeschlacht, bei der ich nur einen Balken von fünf auf dem Pedelec verbraucht habe, also meistens Rad pur gefahren bin, kam ich an vollgestopften Schwimmbädern, Ausflugslokalen, Badeseen und Mitradlern vorbei. In diesen Hitzetagen reißen sich alle die Kleider vom Leib, und man sieht jetzt, dass die Tattoo-Manie ein echtes Volksleiden geworden ist. Opa mit dem vollprolltätowierten Unterarm, Oma mit dem Arschgeweih. Warum tun die sich das alles an? Sieht doch bescheuert aus! Was ich verstünde: Wenn man Camouflage betriebe und Hauthässlichkeiten  mit einem Tattoo überdeckte. Aber statt dessen fügt man sich Hauthässlichkeiten zu.

Ist natürlich reine Geschmacksache. Ich bin zum Beispiel der Meinung, dass Männer meines Alters ihre Umgebung nicht mit kurzen Hosen  und nacktem Oberkörper belästigen sollten. Und wer fährt mit kurzen Hosen und nacktem Oberkörper an all den Tätowierten vorbei? Na ja, es reicht ja auch, wenn andere meine ästhetischen Vorstellungen erfüllen, dann muss ich das nicht auch noch tun.

Bild-Schlagzeile: Samuel Koch feiert heimliche Hochzeit. Gaaanz heimlich. Nur Bild war dabei. Exklusiv wie ich bei Salep.

Interview in der Welt mit Gerd Krämer, der als Mercedes-Manager  vor 25 Jahren Michael Schumachers Weg in die Formel 1 geebnet hatte. Am Schluss die Frage, ob er Kontakt zu Schumacher habe. ”Nein. Er wird von seiner Familie vollkommen abgeschirmt.” Anschlussfrage: Wissen Sie, wie es ihm geht? “Er befindet sich in einer mehr als schwierigen Situation, und es braucht ein Wunder, um ihn wieder in der Öffentlichkeit zu sehen.” Wär das war für “Ohne weitere Worte”? Eher nicht, denn womöglich fällt nicht jedem auf, dass da einer erst zugibt, keine Ahnung zu haben, wie es Schumi geht, um dann aber so viel zu wissen vorzugeben, dass es ein Wunder sei, wenn wir ihn noch einmal sehen sollten.

Aber das geht schon in Richtung Montagsthemen. Sonst noch nicht viel auf dem Zettel. Auch nicht im Kopf, obwohl der voll ist. Mit Infekt-Sekreten. Und Lee Marvin. I was boooorn under a wandering star … klingt fast besser als das Original.

Veröffentlicht von gw am 28. August 2016 .
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Sport-Stammtisch (vom 27. August)

Nun rollt er wieder, und mit ihm rollt der erste Rekord nach Hessen. Sehr viel Ältere erinnern sich an den Internationalen Frühschoppen, die betuliche Mutter aller späteren deutschen Talkshows. Für mich als kleiner Bub ein unsäglich langweiliges Geschwafel, passend zum unsäglich langweiligen Sonntag. Aber gespannt war ich immer auf den Eingangssatz: »Heute mit sechs Journalisten aus fünf  Ländern«. Könnten es auch mal sechs aus sechs Ländern sein? Oder gar fünf aus sechs?
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Geht nicht? Ich hoffte dennoch auf die Sensation. Ich war meiner Zeit nur voraus. Jetzt hat sie mich eingeholt und den Frühschoppen-Rekord pulverisiert. Eintracht Frankfurt startet in die Saison mit Spielern aus 17 Ländern für elf Plätze. Nichts ist unmöglich, für den Hessen an sich schon gar nicht.
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Der Deutsche an sich motzt gerne, auch über ein ähnliches Zahlenspiel, bei dem »wir« hinterher hinken. 449 deutsche Athleten holten in Rio 42 Medaillen (pro Kopf rund 0,1). Hätten sie sich ein Beispiel an, zum Beispiel, Neuseeland genommen (vier für 14, etwa 0,3), könnten die Amis von weit unten zu uns aufschauen! Ach, was waren das noch für Zeiten, als wir pro Olympiateilnehmer gefühlte zehn Medaillen holten! – Ach so, das waren ja die falschen Deutschen. Pfui. Und wer Medaillen zählt, ist sowieso selbst schuld. Der zählt auch die Haare und sogar die Erbsen in der Suppe. Jedem sein Steckenpferd. Hauptsache, es wiehert.
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Drei Dinge, die mir in Rio am besten gefielen: 1. Vor-Qualifikationen für »Exoten«. Damit sind sie in Olympia eingebunden, bleiben aber leistungsmäßig unter sich und müssen sich nicht der anderen Seite der Medaille aussetzen, denn hinter demonstrativem Wohlwollen steckt oft nur heuchlerisch kaschierter Hohn. 2. Usain Bolts Jux-Speerwurf auf dem Trainingsplatz. Über 55 Meter! Eine ordentliche Zehnkämpferweite, bei den Frauen mit dem 200 Gramm leichteren Speer sogar sehr medaillenverdächtig. Auch wenn es unbedarft aussah, warf Bolt beeindruckend locker und entspannt und hatte so einen sehr langen Beschleunigungsweg. Anschauungsunterricht für Wurfanfänger. 3. (aber nur auf der Liste, weil es mir gut in den Besserwisser-Kram passt): Während andere Medaillen zählten, stieß ich zufällig auf eine wichtigere Zahl. Im letzten Jahrzehnt explodierte der Testosteron-Konsum weltweit um das Zwölffache. Am wenigsten trugen die Sportler dazu bei, denn für das Wachstum sorgten die Fitness-, Wellness-, »Best Ager-« und sonstige Optimierungs-Industrie. Testosteron wird massiv beworben. Denn Doping ist nur ein Wort. Ein Pfui-Wort aus dem organisierten Wettkampfsport. Sonst überall ein Hui!-Wort.
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Ui! Da will einer im Oktober beim Bremen-Marathon auf einem Bein hickeln. Obwohl er zwei gesunde Beine hat. Natürlich nicht aus Jux und Dollerei, sondern um Spenden für das Bremer Tierheim zu sammeln. Demnächst flatuliert noch einer die Nationalhymne zugunsten armer Ne …nee, sagt die Sprachpolizei. Mir fällt da nur die Geschichte des einbeinigen Carl Joseph ein, genannt »Sugarfoot«. Der spielte vor 35 Jahren im »normalen« Basketballteam seines Colleges und schaffte sogar den Dunking – ohne Prothese! Für mich eine der unglaublichsten und bewundernswürdigsten sportlichen Leistungen überhaupt. Immer noch im Internet zu bestaunen. Wer das Video nicht kennt, sollte es unbedingt anschauen.
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Oh. Schon so spät? Begonnen habe ich die Kolumne mit dem Frühschoppen, der Eintracht und mit der Zeit, die mich eingeholt hat. Dann habe ich mich verplaudert, bin am Ende der Kolumne angelangt, der Vorhang fällt, und viele Fragen sind noch offen (zum Beispiel die alte Fangfrage, in welcher Sportart »Sugarfoot« sofort disqualifiziert würde).
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Die Zeit hat mich eingeholt. Nicht umgekehrt, denn am vergangenen Samstag endete die Kolumne mit der Erkenntnis: Die Zeit ist uneinholbar. Nütze sie. Wenn ich da schon das Gedicht »August« von Erich Kästner gekannt hätte (Danke dafür an Dr. Sylvia Börgens aus Wölfersheim), hätte ich mit dessen Schluss geendet. »Nichts bleibt, mein Herz. Und alles ist von Dauer.«
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Der August geht, aber so weit wie die Griechen gehe ich nicht, denn was wünschen sie sich schon in diesen Tagen? Kalo chimona! (Schönen Winter!) Dabei ist der Sommer bei uns erst jetzt so richtig angekommen. Spät kommt er, aber gewaltig. Genießen wir ihn. Der nächste Chimona kommt früh genug. (gw)
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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« /  Mail: gw@anstoss-gw.de)

Veröffentlicht von gw am 26. August 2016 .
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Baumhausbeichte - Novelle