Archiv für April 2016

Sport-Stammtisch (vom 30. April)

Nach der ersten Halbzeit lugen zwei innerspanische Endspiele um die Ecke. Ob Bayern und Klopp das noch verhindern können? Halbzeitstand jeweils 1,5:0 für den Gegner. Mindestens, denn das nicht geschossene Auswärtstor wiegt eher mehr als halbes Tor. Aber immer mit der Ruhe. Auch ein 0:1,5 ist in Halbzeit zwei locker wettzumachen. Dazu benötigt man kein »Wunder« wie in Frankfurt.
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Ach, Quatsch. »Wunder«, wieso Wunder? Nach dem Sieg gegen Mainz und den Punktverlusten der Konkurrenz hat die Eintracht  alles in eigener Hand und muss kein »Wunder«, sondern nur sich selbst bemühen. Zudem sind Darmstadt, Dortmund und Bremen machbar. Ja, auch Dortmund. Dort hat man anderes im Kopf als die Eintracht. Nicht nur Hummels, und vor allem das Pokalfinale.
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Den Wechsel  kann einer partout nicht verstehen: »Ich glaube einfach, dass es sportlich wenig bis keine Gründe gibt, uns zu verlassen.« Sagte Hummels, als Götze zu den Bayern ging.
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Hummels und Götze. Dazu der Liveticker des Fußballmagazins »11Freunde« am Mittwoch: »Hummels zunächst auf der Bank. (…) Hummels: ›Irgendwie war Dortmund besser.‹ Götze: ›Stimmt.‹ Hummels: ›Dafür sind wir jetzt reicher.‹ Götze: »Shoppen?« Hummels: ›Cool.‹«
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Sehr hübsch. Allerdings wird es zu dem Bank-Pärchen nicht kommen, denn Götze gehört wohl zum Hummels-Deal. Das scheint fast so sicher wie schon vor zehn Tagen Hummels’ Entschluss. Den verriet er, als er noch von schlaflosen Stunden sprach: Wenn er »irgendwann« die Entscheidung »getroffen habe, werden alle verstehen, warum es so schwierig für mich ist«. – »So schwierig« konnte kein Wechsel ins Ausland oder ein (unrealistischer) zu einem anderen deutschen Klub sein. Da Hummels sprachgewandt genug ist, um sich nicht zu verplappern, und da sein Berater-Vater die Bayern früh und ohne Not ins Spiel gebracht hatte, erscheint das ganze Theater als konzertierte Aktion, um den Schock für die BVB-Fans abzumildern. Wie gut das gelungen ist, wird man heute in Dortmund sehen und hören.
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Der Fan, das unbekannte Wesen. Zum Hickhack um das Darmstädter Innenstadt-Verbot will ich nicht auch noch meinen Senf dazugeben. Aber ob Verbot oder nicht: Nicht nur die Hohl-Hools, sondern alle Spaß-Chaoten (1. Mai!) werden fröhlich weiter randalieren, solange es nach dem Schlusspfiff das übliche Ergebnis gibt: hohe zweistellige Niederlage für die Polizei in in der Verletzten-Quote.

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Am besten wäre natürlich eine beiderseitige Nuller-Bilanz, aber wenn schon, denn schon lieber ein deutlicher Sieg unserer Freunde und Helfer. Wer bei einem anderen Ergebnis jubelt, hat ein Problem mit unserer zivilen Gesellschaft und ihren Schutzbeauftragten.
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Allgemein kopfnickende Zustimmung darf ich nicht erwarten. Auch nicht dafür, dass ich die »offizielle« Medaillenprognose ins alte »Wörterbuch des Unmenschen« aufnehme. Denn DOSB-Boss Vesper hat die »Medaillen-Vorgabe« für Rio gesenkt, »den Zielkorridor aktualisiert« und ist von 40 bis 70 »auf 38 bis 68 Medaillen heruntergegangen«. – »Vorgabe«, »Zielkorridor«, von 40 bis 70 auf 38 bis 68 aktualisiert – packt da wirklich nur mich die kalte Wut auf die Medaillen-Apparatschiks? Was soll dieser zutiefst unsportliche Blödsinn? Er dient doch nur dem Aufpumpen des grotesken Selbstwertgefühls von Funktionären. Man sollte ihnen ihr eigenes Olympia geben. Als Sportarten sind sommers wie winters nur Biathlon, Rodeln, Dressurreiten und Kanu-Rennsport zugelassen, aber mit diversen Staffel-Disziplinen.
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Ebenfalls in dieser Woche beschlossen: Deutsche Goldmedaillengewinner von Rio erhalten 20 000 Euro Prämie. Das gilt auch für die Paralympics. Allen sei das Geld gegönnt. Aber aus rein sportlicher Sicht halte ich die Gleichsetzung für problematisch. Wer an die kaum überschaubaren Schadensklassen denkt und daran, dass – zum Glück! – die weltweite Konkurrenz im Vergleich zum, beispielsweise, 100-m-Lauf sehr überschaubar ist, der … schweigt lieber. Zu heikel.
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Schließlich noch das Urteil der Woche: Einige hohe Deutschbanker wurden in dem Prozess freigesprochen, in dem es auch darum ging, ob sie seinerzeit Leo Kirch gezielt in den Ruin getrieben hätten. Mich hat das Gericht nicht als Zeugen vernommen, obwohl ich (schon 1997) »gespannt« war auf die »verzweifelten Bemühungen zur Quadratur des Kreises: der Refinanzierung nicht refinanzierbarer Investitionen.« Ich war sicher, dass »Kirch die Puste ausgeht«.
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Aber nicht nur ich kleiner Spatz, sondern alle pfiffen es damals von den Dächern. Schuld an der Pleite waren nicht die Banker, sondern letztlich die Fantastillionen, die Kirch für Bundesliga-Senderechte hinblätterte.
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Alter Streit der Historiker: Verläuft Geschichte zyklisch oder linear? In diesem Fall wette ich auf zyklisch.  (gw)
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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« /  Mail: gw@anstoss-gw.de)

Veröffentlicht von gw am 29. April 2016 .
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„HIT“ & fit? („Anstoß“ vom 28. April)

»Fit in den Frühling.« Beim Schmökern im Archiv stoße ich auf diese 25 Jahre alte Überschrift einer auch »Zeitungs-Trimme« genannten »gw«-Serie. Ein leicht bizarr wirkendes Kontrastprogramm zu aktuellen und strikt seriösen »Fit in den Frühling«-Aktionen. Zum Beispiel eine Übung, die jeden »musculus gluteus maximus« (großer Gesäßmuskel) zum Traum-Po machen kann: In der Hocke, Hinterteil stets nur ganz knapp unter Kniehöhe, um den Frühstückstisch watscheln, mit der aufgeschlagenen Zeitung in den ausgestreckten Händen. Der vierfache Diskus-Olympiasieger Al Oerter galt als Spezialist in dieser Übung. Er watschelte in diesem »Entengang« sogar täglich um seine Sporthalle – allerdings nicht mit der Zeitung in der Hand, sondern einer 260 kg schweren Hantel auf den Schultern.
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Verrückt? Mag sein. Aber auf Dauer garantiert wirksam. Und natürlich. Viel natürlicher und weniger verrückt als der heroische Selbstversuch, von dem »Spiegel«-Redakteur Uwe Buse in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins berichtet. Er unterzog sich einer Testosteron-Kur, um am eigenen Leib zu spüren, wie es Hunderttausenden von alten Narren geht, die den Testosteron-Umsatz in Industrieländern zwischen 2000 und 2011 um das Zwölffache auf 1,8 Milliarden Euro explodieren ließen.
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Irre. Buchstäblich. Das männliche Sexualhormon Testosteron wirkt, sehr vereinfacht ausgedrückt, wie ein Anabolikum und steht natürlich auf der Dopingliste. Besitz und Einnahme von Dopingmitteln sind laut Anti-Doping-Gesetz strafbar, aber Pharmafirmen verdienen damit Milliarden, und viele Hunderttausend müssten in den Knast, wenn das Anti-Doping-Gesetz logisch und nicht absurd wäre.
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Aber ich will nicht abschweifen. Sonst müsste ich auch auf die weit verbreitete Doping-Mentalität in unserer Leistungsoptimierungs-Gesellschaft kommen. Nur noch einmal zum Selbstversuch: Buse schaffte nach seiner ersten Testosteron-Dosis sofort zehn statt fünf Klimmzüge – das erhöht bei naiven Interessenten die Attraktivität, entlarvt für Experten aber nur das Lächerliche dieses Placebo-Effektes. Aber auch das ist ein anderes, zu weit gehendes Thema.
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Kürzlich fragte Ralf Protzel (Bonn): »Ich habe in der ›Zeit‹ vom High Intensity Training gelesen. Mich würde interessieren, wie Sie das einschätzen. Wenn ich mich richtig erinnere, dürften Sie die Sache skeptisch sehen.« – Allerdings. Die »Zeit« zieht sich mit »HIT« den gleichen alten Hut auf wie  sieben Jahre zuvor der »Spiegel«. Im Fitness-Geschäft wird eine Sau nach der anderen durch das Dorf gejagt, und am Ende merkt man, dass man selbst der Gejagte ist.
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Alle Jahre wieder werden allerneueste Trainingstrends angepriesen, die »bei minimalem Zeitaufwand rasanten Muskelzuwachs« verheißen (»Spiegel« 2009 über die »Turbo-Trainingsmethode«). Doch »HIT« ist kaum mehr als das uralte Intervalltraining der 50er Jahre – und  für nicht gut trainierte mittelalte Gelegenheits-Fitnessstudiobesucher gesundheitlich hoch riskant. Warum? Auch das würde hier zu weit führen. Wen es interessiert, der kann in »Sport, Gott & die Welt« unter »Sonntag, 10. April« meine »HIT«-Warnung von 2009 nachlesen.
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In späteren Jahren wollte ich die »Fit in den Frühling«-Serie neu auflegen, unterließ diese jugendliche Sorglosigkeit aber nach reiflicher Überlegung. Die »Zeitungs-Trimme« enthielt auch isokinetische und isometrische Übungen, bei denen Pressatmung notwendig ist, und es ist  statistisch erwiesen, dass im  Boxen bei weitem nicht so viele Todesfälle zu verzeichnen sind wie beim . . .   »großen Geschäft«, bei dem die Pressatmung in . . . Härtefällen bei latenter Vorschädigung Hirnblutungen auslösen kann.
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Solche Skrupel haben »Zeit« und »Spiegel« und alle geschäftlich profitierenden Propheten von »HIT« & Co. offenbar nicht. Doch das Naturgesetz des Trainings verspricht nicht, mit wenig Aufwand viel Erfolg zu haben, sondern verlangt unerbittlich für kleine Erfolge große, aber wohl dosierte Anstrengungen. Über viele Monate hinweg, nicht nur im Frühling.
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Ein Ruck muss durch Deutschland gehen – aber bitte nicht durch Ihren Körper.  (gw)
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Veröffentlicht von gw am 27. April 2016 .
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Mittwoch, 27. April, 8.30 Uhr

Soeben habe ich ausnahmsweise nachträglich einen Schreibfehler im Blog korrigiert. Aus „flachselig“ „flachseelisch“ gemacht. Denn ich meinte ja (zu den Witz-Krimis in der ARD) gerade nicht, dass sie „flachs-elig“ sind (auch wenn dort auf hippe neue Art „der Flachs blüht“), auch nicht „flach-selig“ (also flach selig), sondern flachseelisch (= seelisch flach). Sieht geschrieben allerdings merkwürdig aus: flachseelisch. Als Substantiv habe ich meine Wortschöpfung schon mal benutzt: Flachseele. Da sieht es geschrieben besser aus. Aber ob flachs-elig, flach-selig oder flach-seelisch – „meine Probleme möchte ich haben“ (Tucholsky). Und jetzt nicht KKKK, sondern wie immer werktags TMK ohne Knicks: Tee, Müsli, Kuss. Und nicht Schluss, denn dann schreibe ich den „HIT“.

Veröffentlicht von gw am 27. April 2016 .
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Dienstag, 26. April, 22.30 Uhr

Kurzfristig gebeten, morgen eine zusätzliche Kolumne zu schreiben (das freut den Rentner doch, wenn er gebraucht wird), muss ich nachsitzen und -denken: Die nächste Wer-bin-ich-Folge schreiben? Den zu ratenden Menschen habe ich schon, aber noch nicht genügend Stoff, um den Text einerseits nicht zu leicht lösbar und andererseits leicht und angenehm lesbar zu machen. Das lass ich lieber noch ein bisschen setzen (gehört in den Satz irgendwo ein „sich“ hin?). Alternative: Beim Zusammenstellen der 35-25-15-5-Kolumne der Vorwoche bin ich auch auf meine früheren „Fit für den Frühling“-Aktionen gestoßen. „Zeitungs-Trimme“ genannt, da mit der Zeitung als Sportgerät. Bietet sich eigentlich an, auch als leicht bizarres Kontrastprogramm zu den aktuellen seriösen „Fit für den Frühling“-Programmen. Au ja, das mach ich. Als Einstieg, mit Al Oerters Entengang. Dann der Testosteron-Selbstversuch im „Spiegel“ (nicht vergessen: Placebo-Klimmzüge), weiter mit Ralf Protzels Hinweis auf „HIT“ und was ich vor wenigen Tagen im Blog dazu geschrieben habe, zum Schluss der Grund, warum ich meine „Fit für den Frühling“-Aktionen aufgegeben habe (zu ungesund, obwohl nicht so schlimm wie Testosteron und HIT), und schließen mit der Pressatmung.

Sie lasen ein weiteres Beispiel für die allmähliche Verfertigung der Kolumnen-Gedanken beim Blog-Schreiben. Das Gerüst steht also, morgen geht’s weiter.

Wenn ich schon mal dabei bin: Haben Sie am Samstag den ZDF-Krimi mit Senta Berger und am Sonntag den ARD-Tatort gesehen? Der ZDF-Krimi war beklemmend und grandios, ich habe aber nirgendwo etwas darüber gelesen. Kein Lob, nicht mal ein Verriss, der Film wird nicht wahrgenommen. Der ARD-Krimi war, von einigen witzigen Dialogen abgesehen, ziemlich unpassend und daneben. Womit ich mich als aus der Zeit gefallener Außenseiter entblöße, denn um mich herum (außer KKKK, der Guten) und  in den Medien überschlägt sich alles vor Begeisterung. Was ist da passiert? Mit mir? Mit uns? Mit Euch? Ich mag ja auch den Münster-Krimi nicht (den übergeschnappten in der ARD nicht, den auch nicht gerade humorlosen ZDF-Wilsberg dagegen sehr). Für mein Gefühl sind beide Tatorte bemüht überwitzig und, ich wiederhole mich, unpassend und daneben. Witzig ist ja schön und gut, aber en passant und nicht als Grundprinzip. Dann doch lieber gleich Comedy. Jetzt fällt mir das Wort ein, das mein Gefühl am ehesten ausdrückt: Mir kommt das flachseelisch vor. Bemüht cool und witzig, dabei flachseelisch. In der Senta-Berger-Reihe gibt es auch witzige Szenen, aber der Humor gründet tiefer, liegt zum Beispiel in den Figuren Langner und vor allem Klaus – aber was schreib ich da vor mich hin, interessiert doch keinen, und wenn, dann nur, um sich über einen mürrischen Muppet-Opa zu amüsieren. Außerdem gibt es Wichtigeres. Zum Beispiel das, was ich jetzt tun werde.

Veröffentlicht von gw am 26. April 2016 .
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Ohne weitere Worte vom 26. April

Kluges, Originelles, Peinliches, Schräges, Dümmliches, Witziges oder einfach nur Interessantes, gesucht und gesammelt in der deutschen Medienlandschaft.
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Wenn Geld im Fußball auch nicht alles ist, aber doch sehr viel – warum ist es dann ausgerechnet in der Stadt mit den hohen Banken-Türmen nicht möglich, einen überdurchschnittlich guten Bundesligisten zu etablieren? (Johannes Aumüller in der Süddeutschen Zeitung)
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Auch fußballerische Vielfalt gehört zur Demokratie. Eine Studie von Politologen der Universität Barcelona fand heraus, dass das »Maß, in dem bestimmte Klubs ihre nationalen Ligen dominieren, vom politischen Regime abhängt«. Platt gesagt: In Diktaturen holen immer die gleichen Klubs die Meisterschaft, in Demokratien sind öfter mal andere dran. (Martin Krauss in der taz)
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Der Pokal hat keine eigenen Gesetze mehr. Wie in der Bundesliga können nur noch die Dortmunder die Bayern und vice versa die Münchner die Borussen vom Titelgewinn abhalten. (Daniel Meuren in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung)
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Frankfurt befindet sich immer noch in einer folkloristischen Alex-Meier-Abhängigkeit. (…) Immer noch hofft Kovac, dass Meier nach seiner Knie-Operation im Saison-Finale zurückkehrt. Aber nach den jüngsten Indizien ist ein Mitwirken von Fjörtoft wahrscheinlicher als von Meier. (Aumüller/SZ)
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In seinen guten Momenten hat der Abwehrspieler etwas von Franz Beckenbauer, er spielt würdevolle Pässe, für die er sich nicht mal schmutzig machen muss. So gesehen ist der smarte Hummels ein sehr münchnerischer Fußballspieler, er ist eine Art Monaco Mats. (Christof Kneer in der SZ)
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Vidal ist beides zugleich, Problemspieler und Problemlöser. (…) Dieser Fußball-Berserker (…), der spielt, als gäbe es kein Morgen, haucht der manchmal etwas kalten Pracht der Guardiola-Bayern gerade ziemlich viel Leben ein. (Christian Eichler in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung)
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Alberto Colucci, Darmstadts italienischer Schnulzensänger, ein Mann mit ergrauter Rudi-Völler-Frisur (…), der die Stadionhymne vor 30 Jahren komponiert hat. (…) Der Song war eigentlich für die Fußball-WM in Mexiko gedacht, Colucci nannte ihn »Go, go, go to Mexico« und wollte ihn mit der deutschen Nationalmannschaft singen, als offiziellen WM-Song, aber der DFB entschied sich für Peter Alexander und dessen »Mexico mi amor«. Und so schrieb Colucci seinen Text einfach um. Aus »Go, go, go to Mexico« machte er »Tor, Tor, Tor, Lilien vor! (Marc Hujer/Jörg Schindler im Spiegel)
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Auch seriöse Musikkritikerinnen erwähnen Ihren Sexappeal (…), wenn sie Ihr neues Album besprechen. Warum tun die das? – »Das ist wie bei einer Frau, deren Brüste größer sind als erwartet. Diese Brüste betreten jeden Raum eine alles entscheidende Zehntelsekunde vor ihr. Und dann sind sie dort Thema. Egal was sie tut oder sagt.« (A-ha-Sänger Morten Harket im SZ-Interview)
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(Cartoon-Bildbeschreibung: Ein Pfleger schiebt einen alten Mann im Rollstuhl. Sprechblasen-Dialog in vier Bildern:) 1. »Aus welchem Teil Polens kommen Sie denn?« – »Aus Katowice.« 2. »Ah! Kattowitz! Das kenne ich gut!« – »Lieber Gott, lass ihn bitte nicht weitererzählen.« (Drittes Bild: Der Alte schweigt, der Pfleger schiebt) 4. »Aus welchem Teil Polens kommen Sie denn?« – (Blick zum Himmel:) »Danke!« (aus »Am Rande der Gesellschaft« von Hauck & Bauer in der FAS)
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»Nach einer anstrengenden Arbeitswoche in London kommt sie am Wochenende nach Windsor, steigt auf ihr Pferd und kann alles abschütteln.« (Anm.: Zitat aus »Bunte) Da wollen wir Ihrer Majestät wünschen, dass das Pferd nicht mal seinerseits eine anstrengende Woche hinter sich hat. (Jörg Thomann in der FAS-Kolumne »Herzblatt-Geschichten«)
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»Sex mit dem Ex« ist umstritten, doch »dem Ex beim Sex zugucken« ist echt gar nichts. (Friedrich Küppersbusch in der taz zur BVB-Niederlage bei Klopps Liverpool) (gw)
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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« /  Mail: gw@anstoss-gw.de)

Veröffentlicht von gw am 25. April 2016 .
Abgelegt unter: gw-Beiträge Anstoß | Kommentare deaktiviert für Ohne weitere Worte vom 26. April

Baumhausbeichte - Novelle