Beitrag ausdrucken Beitrag ausdrucken

Sonntag, 3. Januar, 11.10 Uhr

Wieder nicht alles, was auf dem Zettel stand, in den Montagsthemen untergebracht (Link rechts: gw-Beiträge Anstoß). Auch nicht die Frage zum WBI-Modus. Stelle ich sie also zuerst hier, im intimen Kreis.

Intimer Kreis? Ja, beabsichtigt. Ich habe immer alle Angebote von Suchmaschinen-Optimierern abgelehnt, “Sport, Gott & die Welt” im Netz besser zu platzieren. Ich bin nicht auf Klicks aus, im Gegenteil. Es hat viele Vorteile, unter dem Radar der “sozialen Netze” zu bleiben. Klar, gegen Candy-Storms hätte ich nichts einzuwenden, aber existenziell wichtiger ist mir, nicht die Aufmerksamkeit von asozialen Shitstürmern zu erregen, zumal diese in der Regel absolut unempfänglich für meine liebsten Stilmittel sind, von denen (Selbst-)Ironie nur eines ist. Man vergleiche nur die Leser-Kommentare in der “Mailbox” mit denen auf anderen Netz-Seiten. Zwar treffe ich eine Auswahl, aber die zielt so gut wie immer nur auf die Häufigkeit, mit der Leser berücksichtigt werden, also auf die Quantität, und nicht auf die Qualität (ich habe noch nie einen unflätigen oder brummsdummen Kommentar löschen müssen).

Wohl dem, der solche Leser hat. Unter uns also die Frage zu “Wer bin ich?”: Soll ich den Modus ändern? Im Lauf der Jahre sind die Frage-Texte immer schwieriger geworden und machen vermutlich nicht mehr so viel Lese-Spaß wie früher. Da zum heimlichen Reiz von WBI, bei dem es keine Preise zu gewinnen gibt, die Ranglisten sind, musste ich die Texte verkomplizieren, damit die immer besser Trainierten unter den Teilnehmern nicht in einem Klumpen gemeinsam auf Platz eins stehen. Echte Zitate zum Beispiel sind gar nicht mehr möglich, da in Sekundenschnelle zu googeln. Selbst von  den Besten erfahre ich manchmal, dass sie wie in einen Sog geraten sind, am liebsten sich von der Sucht lösen würden, aber es nicht schaffen. Und das alles wegen mir, meiner Verkomplizierung und Ihrer WBI-Abhängigkeit.

Mein Vorschlag nun: Wieder griffigere und möglichst pfiffigere Texte, auch mit echten Zitaten, ohne Einsendungen, da die Lösung am Schluss des Textes (eventuell typografisch auf den Kopf gestellt) erscheint. Nur drei oder vier Mal im Jahr streue ich eine Folge wie bisher ein, um die Ranglisten-Spannung zu erhalten. Was meinen Sie?

Baumhausbeichte - Novelle