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Ohne weitere Worte

Kluges, Originelles, Peinliches, Schräges, Dümmliches, Erhellendes oder sonstwie Inter-essantes, gesucht und gesammelt in der deutschen Medienlandschaft.
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Was hat Pep Guardiola Ihnen vermittelt? – »Als er nach München kam, hat er mir gleich ein paar Szenen vorgespielt und gesagt: Schau, diese Szene kann nicht sein als Abwehrspieler, diese Szene auch nicht …« – Was waren das für Szenen? – »So eine Art ›Best of dumme Fouls‹.« (Jérôme Boateng im Interview der Süddeutschen Zeitung)
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Eine der großen Lehren, die Guardiola aus seiner Zeit als Trainer in Barcelona gezogen hat, ist die Tatsache, dass er dort in seinem vierten Jahr jeden Zauber verlor. Das hat etwas mit der Intensität zu tun, mit der er seine Spieler beansprucht. (…) Erneuerung hat Guardiola zum Prinzip erhoben, nicht nur, was die Startelf betrifft, bei der er in 134 Spielen 132-mal eine andere Aufstellung als im Spiel zuvor wählte. Er hat sich, möglicherweise gemäß seinem Prinzip, selbst ausgetauscht, bevor es zu spät ist. (Marc Hujer im Spiegel)
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Mich nerven Fußballtrainer wahnsinnig, die im Kampf um Kataloniens Unabhängigkeit symbolische Listenplätze besetzen oder in Literaturhäusern Gedichte vortragen. Das sind Gesinnungsinszenierungen, Kulturposen, bei denen vor allem Fußball-Feuilletonisten in so hemmungs- wie grundlose Verzückung geraten. (»pek« in der Frankfurter Allgem. Sonntagszeitung; Überschrift: »Unerträglicher Guardiola«)
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Das Motto der neuen adidas-Kampagne (…) lautet: »Be the difference«. Pardauz! Make a difference (…) – so hätte noch der Modernist gesprochen, der in der Abweichung die Innovation begreift. (…) Das Wort Hose (die des Trikots zum Beispiel) vermittelt uns eine entsprechende Vorstellung nicht dank seiner Hosenhaftigkeit, sondern weil es nicht Dose oder Rose heißt. Sinn ist also nur ein Flackern zwischen den Begriffen, und dieses Flackern nun soll Daseinsmaxime des Rezipienten (nüchternes Wort für: Fan) sein. (…) Und das ausgerechnet von einem Turnschuhverkäufer. (Daniel Haas in der Zeit)
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Den Rekord, mit drei verschiedenen Vereinen die Champions League gewonnen zu haben, erwirbt man nicht nebenbei. Ebenso aber gilt: Die Langstrecke der Klubmeisterschaften ist nicht Ancelottis Stärke. (…) Vielleicht denkt man beim FC Bayern ja, die Meisterschaft sei garantiert, und holt den charmanten Ancelotti für die big points in der Königsklasse. (Paul Ingendaay in der FAS)
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Es ist, als fürchte man nach den mystischen Höhenflügen mit dem asketischen Katalanen Guardiola, mit dem stämmigen Italiener wieder auf dem Boden der Tatsachen zu landen. Also bei der Einsicht, dass (…) das, was neuerdings in Deutschland als »Philosophie« eines Trainers (…) verkauft wird, mit dem Begriff Taktik eigentlich auch ganz gut bedient wäre. Einer wie Ancelotti könnte die Aufregung um Spielsysteme und Trainerpersönlichkeiten als Wichtigtuerei entlarven. (Birgit Schönau in der Zeit)
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Die Bundesliga (…) wird allerdings mit einem Carlo Ancelotti definitiv wieder ein erträglicherer Ort sein. (»pek«/FAS)
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Als er später in Stuttgart begann, stellte ihm der VfB den ehemaligen Italien-Profi Andreas Brehme zur Seite. Schon die erste Ansprache rief babylonische Zustände hervor. Trapattoni wies auf das nötige Gleichgewicht von Angriff und Abwehr hin, Brehme übersetzte: »Männer, wir sind in der Vorbereitung – achtet auf euer Gewicht.« (Philipp Selldorf in der SZ)
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Ich bin in Rostock aufgewachsen. Hier auf dem Platz haben wir uns 1989 zu den Montagsdemonstrationen getroffen. Davor waren wir in der Kirche, in der Joachim Gauck als Pfarrer tätig war. Er hat in seinen Predigten dann immer zu Friedfertigkeit aufgerufen und zur Akzeptanz derer, denen man von außen schon den Staatssicherheitsdienst ansah; wir nannten sie nur »die Schlapphut-Gang«. Dass Joachim Gauck eines Tages Bundespräsident werden würde, hätte ich damals natürlich nicht gedacht. (Devid Striesow in der SZ-Serie »Fotoalbum«)
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Als Beweis dafür, wie angeschlagen Gabriel angeblich ist, gilt jetzt das Ergebnis vom Parteitag. Die Wahrheit ist: Kein Chefredakteur würde bei einer geheimen Abstimmung 74 Prozent der Stimmen bekommen, außer natürlich beim Spiegel. (Jan Fleischhauer in seiner Spiegel-Kolumne »Der schwarze Kanal«) (gw)
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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« /  Mail: gw@anstoss-gw.de)

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