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Sonntag, 13. Dezember, 11.35 Uhr

Montagsthemen fertig. Diesmal lief es. Nicht so zäh wie am Freitag. Ergebnis: offen. Nur der Leser entscheidet. Da nach den Meinungsumfragen rein statistisch auch Leser meiner Kolumnen zu jener akutpolitischen Gruppierung tendieren könnten, deren Name ich nicht schreiben mag, obwohl er wenigstens weniger albern ist als der einer ihr nahestehenden APO-Bewegung (ich weiß übrigens wirklich nicht, für was die drei Silben eine Abkürzung sind, und ich will es auch gar nicht wissen), könnte ich wegen des letzten Absatzes die Sympathie des einen oder anderen verloren haben. Tut mir leid, aber manchmal muss man auch als Sportschreiber Farbe bekennen. Wobei es gar nicht einmal nur um tagespolitische Themen geht, da argumentieren bürgerlich Gemäßigte der Dingsbums manchmal realistischer und vernünftiger als um Wörter schachernde Parteipolitiker im Bundestag. Aber es sind die Leute und wie sie auf mich wirken. Borniert und kleingeistig. Vereinigtes Spießertum aller Schichten. Mir fremd und unangenehm. Allerdings: Ein echter Demokrat hat (zu befürchtende) Wahlergebnisse zu akzeptieren, denn das Volk entscheidet und nicht immer diejenigen, die gewohnt sind, dass das Volk so entscheidet, wie sie es gerne möchten (und das auch als “gute” Demokratie empfinden).

 

Baumhausbeichte - Novelle