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Heidelinde und Wolfgang Obermann zur “Nach-Lese”

Mit Ihrem Artikel über “Schuld” haben Sie uns aus dem Herzen
gesprochen. Seit Jahren verurteilen wir, daß für alles und
jedes eine Entschuldigung gesucht wird. Nur das Klopfen an die
eigene Brust, das “mea culpa”, unterbleibt. – Das gilt im
Großen wie im Kleinen. Die Gesellschaft soll Schuld sein, wenn
Mörder zuschlagen und wenn Parallelgesellschaften entstehen:
Der Lehrer, wenn der Schüler nichts lernt; die Eltern, wenn
man nicht studiert etc..

Da wird entschuldigt, anstatt die Dinge beim Namen zu nennen.
Da werden wunderbare Begriffe kreiert, wie
“Kränkungspotential”, “Bildungsferne”, “Kulturidentisches
Verhalten”.

Warum herumeiern, anstatt Klartext zu reden? Z.B. kann
Integration nur gelingen, wenn man von Flüchtlingen, die hier
leben wollen, fordert, daß sie sich integrieren, anstatt den
Staat, sprich Deutschland, alles machen zu lassen, während sie
nur passiv zuschauen. Ausnahmen bestätigen hierbei die Regel;
deswegen stehen Artikel darüber in der Zeitung.

Das Wort “Empathie” ist der Schlüssel, wunderbar! Wir stehen
völlig hinter dem, was Sie geschrieben haben. ( Heidelinde + Wolfgang Obermann, Friedberg)

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