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Sonntag, 22. November, 12.00 Uhr

Erledigt. “Montagsthemen” sind geschrieben und stehen online (Link rechts: gw-Beiträge Anstoß). Der Schluss-Hinweis auf den/das Blog hat nur eine Zeile, was immer bedeutet: Ich habe gekürzt wie ein Weltmeister, um für den Druck eine layoutkompatible Kolumne abzuliefern. Wenn das letzte Fitzelchen abgeschnippelt ist, kappe ich auch noch den Blog-Zusatz. Diesmal habe ich auch ganze Passagen rausgeschmissen. Zum Beispiel:

Nun erwischt es also die VW-Tochter. Schlagzeile: “Audi gesteht Manipulation.”  VW ist der Ben Johnson des Abgas-Skandals: ein Super-GAU, die anderen ducken sich ängstlich weg und fragen sich bang: Wann bin ich dran?

Auch auf das dreiseitige Beckenbauer-Interview in der Süddeutschen bin ich nicht eingegangen. Das hätte nun wirklich den Rahmen gesprengt. Nur im Schluss-Satz beziehe ich mich auf eine Beckenbauer-Aussage. Ich nehme an, sie ist allgemein bekannt geworden und daher “blanko” verständlich.  Im übrigen, diesmal wirklich ohne Ironie oder sonstige Hintergedanken: Es ist zwar unwichtig, was ich glaube, aber ich glaube ihm. Weil ich es von mir kenne. Im Unterschreiben lästiger, lesensaufwendiger Formulare bin ich ganz der “Kaiser”.

Auch bei den Herl-Zitaten habe ich kürzen müssen. Wie immer, also wie bei den OWW-Zitaten, habe ich nach bestem Wissen und Gewissen und mit bzw. trotz leselästigen Auslassungsklammern (…) versucht, den Sinn zu treffen und nicht ansatzweise zu beschädigen, obwohl ich aus Platzgründen ja immer “aus dem Zusammenhang reißen” muss. Ausgelassen habe ich, was man mit viel Sympathie  als kleinen Hauch von selbstironischer Selbstkritik interpretieren könnte:

So makaber es klingen mag, die Verbrechen damals in den USA waren überschaubarer und in unseren Köpfen leichter einzuordnen. Wir hatten grob gezimmerte Regale parat, in die sie einigermaßen hineinpassten. Das World Trade Center …

Ich empfand die “grob gezimmerten Regale” (ist aber ein hübsches Schubladen-Bild!) nur allenfalls als ein klitzekleinspaltweit geöffnetes Hintertürchen der Relativierung, die jedoch nichts am Tenor ändert und daher rauskürzbar war.

Da ich im Blog “aus dem Nähkästchen plaudern will” (so stand es auch 1979 in der allerersten “Sport-Stammtisch”-Kolumne), verrate ich auch, warum ich diesen Blog-Schwanz zwölf Uhr mittags an den Sonntagfrühmorgenblog anhänge: Falls die Sportredaktion um eine Zusatz-Kolumne bittet, denke ich an eine Mailbox-/Blogversion, die mit Rückgriffen auf diesen Schwanz (VW, Beckenbauer) enden könnte. Schaun mer mal.

Baumhausbeichte - Novelle