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“Reife” Vita (WBI-Auflösung vom 12. November)

Zu leicht, dachte ich, als ich das »einsame Kind« vorstellte. Doch »von leicht konnte da keine Rede sein. Und dass man an vielen Stellen um die Ecke denken musste, hat das Lösen auch nicht gefördert. Vor allem dachte man aber, es sei ein Fußballer gesucht, aber es ist ja ein Berufskollege von gw.« (Klaus-Dieter Willers/Hungen) – »Spieler wie Ali Daei und Mehdi Mahdavikia und viele andere wurden erfolglos gegoogelt. Aber zum Glück hat man ja Familie! (Sohn klärt auf:) … der Steines versucht doch wieder nur, die Leute zu veräppeln, von wegen ›Vereine‹ ZDF und RTL und ›Klub‹ Premiere/Sky.« (Wolfgang Egerer/Rosbach-Rodheim)

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Jens Roggenbuck (Staufenberg-Mainzlar) hätte sogar »fast völlig verzweifelt aufgegeben. Ich befand mich auf dem (wahrscheinlich beabsichtigten) Holzweg, dass es sich um einen Fußballprofi handeln müsse. Den entscheidenden Hinweis gab die Rettung vor dem Selbstmord coram publico.« – Öffentlicher Suizid? »Vor dem medialen Selbstmord bewahrte ihn sein Freund Günther Jauch während der legendären Reportage der beiden beim Spiel Real Madrid – Borussia Dortmund, als nach einem Torbruch eine 76minütige Pause überbrückt werden musste. Jauch brachte ihn nach dessen spröden Beginn auf die Spur, und beide kommentierten kurzweilig die lange Pause und ergatterten dafür sogar einen Fernsehpreis.« (Paul-Gerhard Schmidt/Mücke-Nieder-Ohmen)

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Damit ist die Sache klar: Gesucht wurde Marcel Reif. »Der Mann hat wahrlich eine interessante Vita zu bieten. In seinem Geburtsland Polen als Halbjude diskriminiert, als Kind mit der Familie nach Israel ausgewandert, dort auch nicht glücklich geworden, nach Deutschland weitergewandert, mit acht Jahren in Kaiserslautern gelandet ohne ein Wort Deutsch sprechen oder verstehen zu können, mit Hilfe des Fußballsports dann integriert und nach Umwegen auch beruflich höchst erfolgreich.« (Dr. Paul Limberg/Linden)

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Den Tipp, nicht nur physiognomisch beginne er, einem bekannten Expolitiker zu ähneln, greift Uwe-Karsten Hoffmann (Bad Nauheim) auf: »Er mault ins Mikrofon wie der unausgeschlafene Joschka Fischer.« – »Ich mag ihn nicht besonders, aber habe Interessantes aus seinem Leben erfahren. Man lernt eben immer dazu bei Ihren Rätseln«, meint Manfred Stein (Feldatal), einer von dann immerhin doch noch diesen 19 Teilnehmern, die das »einsame Kind« errieten:

Thomas Buch (Friedberg) Wolfgang Egerer (Rosbach-Rodheim) Peter Hett (Bad Nauheim) Doris Heyer (Staufenberg-Treis) Uwe-Karsten Hoffmann (Bad Nauheim) Andreas/Reinhold Kreiling (G.-Wieseck) Dr. Paul Limberg (Linden) Dieter Neil (Großen-Buseck) Klaus Philippi (Staufenberg-Treis) Walther Roeber (Bad Nauheim) Jens Roggenbuck (Staufenberg-Mainzlar) Karola Schleiter (Florstadt) Rüdiger Schlick (Reichelsheim) Paul-Gerhard Schmidt (Nieder-Ohmen) Jochen Schneider (Butzbach) Prof. Peter Schubert (Friedberg) Manfred Stein/Feldatal) Klaus-Dieter Willers (Hungen)

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Kürzlich erfuhr ich, dass ein regelmäßiger WBI-Teilnehmer und langjähriger Leser von »gw«-Kolumnen gestorben ist. Er war noch recht jung, muss also seit Schulzeiten »gw«-Leser gewesen sein. Er wird noch lange im vorderen Mittelfeld der »ewigen« WBI-Rangliste auftauchen, die wir nach der nächsten Runde wieder veröffentlichen wollen. Über dieses Memento mori schrieb ich kürzlich im Blog »Sport, Gott & die Welt«. Ich erwähne es nur, weil einige der Top-Platzierten diesmal ratlos waren, sich aber dennoch der eine und andere auch ohne Lösungsversuch (reines Raten ins Blaue ist ja auch zwecklos) meldete, nur um mitzuteilen, dass er beim nächsten Mal wieder dabei sein werde: »Damit Sie sich keine Sorgen machen.« Danke. Bis zum nächsten Mal! (gw) * (www.anstoss-gw.de  Mail: gw@anstoss-gw.de)

Baumhausbeichte - Novelle