Archiv für Oktober 2015

Ungetwittert

Marathon, Triathlon, Rad, Leichtathletik und so fort. Sind denn alle Asse gedopt? Nein. Aber alle machen etwas, das alle, die nicht wissen, was das Wort „Doping“ bedeutet, Doping nennen würden.

Veröffentlicht von gw am 27. Oktober 2015 .
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Sonntag, 25. Oktober, 6.05 Uhr

Oder fünf nach fünf? Fünf nach sieben? Nee, auch der Computer sagt mir, dass ich auf der Höhe der Winterzeit bin. Die Diskussion um die Sommerzeit wird für mich, wenn ich mit mir diskutiere, zu einer um die Winterzeit. Für mich könnte die Sommerzeit auch im Winter gelten. Morgens ist es jetzt sowieso dunkel, bald auch noch um acht, und abends wird es schlagartig eine Stunde früher dunkel, eine Stunde, die von meinen Tagesaktivitäten im Freien abgeht. Also: Sommerzeit auf ewig!

In Frankfurt bereiten sich die Läufer auf den Marathon vor, in den USA die Fahrer auf den Grand Prix, hier ich auf die Montagsthemen. In Frankfurt haben sie aus der finanziellen Not eine sportliche Tugend gemacht. Die Weltstars der Szene sind zu teuer, daher konzentriert man sich auf die Deutschen bzw. DEN Deutschen. Das ist für den Normalo-Zuschauer (z.B. für mich) interessanter, denn ob und welcher Ostafrikaner mit 2:03, 2:04 oder 2:05 gewinnt, bewegt uns wenig, zumal sich zwar die Namen ändern, aber das Bild immer das gleiche ist … oder drifte ich am frühen Morgen in rassistische Randzonen ab? Da muss ich für die Montagsthemen noch ein bisschen nachdenken. Sofort fällt mir ein: Hulk Hogans spätes „Neger“-Problem, hab ich mir doch kürzlich zurückgelegt. Und die „Crackers“, also Nigger wie du und ich. Hauptthema aber wird Zwanziger sein, habe mir gestern abend schon angeschaut, was ich in den letzten Jahren en passant und mal hier, mal da geschrieben habe. Und was andere geschrieben haben. Wirkt sehr unangenehm. Außerdem noch Markus Rehm und seine 8,40 Meter. Ist ja klar, wohin das führt: zum Ende der Diskussion, aber nicht zum Ende des sportlichen Respekts vor einer großartigen Leistung. Außerdem vielleicht ein bisschen Basketball, aufgehängt an Lamar Odom („Ruhe im Puff!“), assoziiert mit der neuen „wissenschaftlichen Erkenntnis“, dass Menschen mit niedrigem Ruhepuls zur Gewalttätigkeit neigen, mit der Statistik, dass seit sechs Jahren in jedem Monat ein NBA-Profi verhaftet wird (plus Kalauer: nein, nicht immer der Selbe), dass aber Dirk Nowitzki (Ruhepuls laut Holger Geschwindner: 39) der Bravste, Friedlichste und Freundlichste überhaupt ist. Außerdem freue ich mich auf den Schlussgag, der mir gestern abend eingefallen ist: Die Kandidaten für die Fifa-Präsidentschaft werden immer seltsamer … ha, mehr verrate ich noch nicht. Mindestens einer wird lachen. Ich. Ich lache ja jetzt schon.

Veröffentlicht von gw am 25. Oktober 2015 .
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Sonntag, 18. Oktober, 6.45 Uhr

Eine Viertelstunde zu spät wäre ich, wenn „6 Uhr 30“ offizielle Anstoß-Zeit für den/das Sonntagfrühmorgenblog wäre. Aber außer mir interessiert es niemanden, wann ich anfange, und mich sollte es am allerwenigsten interessieren. Dennoch fühle ich in mir den Drang, mich für eine Viertelstunde Verspätung zu entschludigen … ha! Schönes Wort! Kommt mir sehr freudsch vor, ich alter Schluderer hätte realen Grund, mich immer wieder zu entschludigen … entschuldigen. Gibt es Zwanghafteres? Bei mir nicht. Glaube ich.

Im Blog darf ich schludern, für die Kolumne nachher muss ich mich am Riemen reißen (auch so ein komischer Ausdruck; bei Gelegenheit muss ich mal nachschauen, woher er kommt). Über den „Skandal“ will ich schreiben, über ihn, das „Stellholz“ an sich und den aktuellen „skandalon“. Da ich in den letzten zehn, fünfzehn Jahren über den jetzt groß „rausgekommenen“ Skandal immer wieder geschrieben habe, kommt mir so viel in den Sinn, dass es die „Montagsthemen“ sprengen bzw. unlesbar machen würde, wenn ich das nicht prägnant in den Griff bekomme. Daher liste ich jetzt mal auf, was da alles gesichtet, geordnet und auf die Reihe gebracht werden muss. In Stichworten, für Sie, aber vor allem für mich, als erster Wegweiser durch diue zu schreibende Kolumne:

Skandal, Stellholz, Skandalon, Gebrüder Grimm.

Fax von Titanic an Dempsey, den ich damals schon als „Vater des Sommermärchens“ bezeichnet habe.

Noch mal Titanic: Der Fake mit der Kuckucksuhren-Bestechung und die gerechte Empörung der FIFA (Kuckucksuhren! Geht’s noch!?“)

Bestechungs-Fake der Sunday Times

Mein alter Kernsatz: Glaubt eigentlich irgendjemand, dass …

Immer wieder Dreyfus. Dazu Blatter, sein Neffe, Platini, sein Sohn. Und Netzer. Und Zwanziger, der Saubermann und Sonntagsredner.

Piech, Blatter, Zwanziger … die Rache der Patriarchen?

Bestechung = Klientelismus / Klientelismus kein griechisches Alleinstellungsmerkmal; bei uns: beim Marsch durch und in die Institutionen sind fast ebenso viele Stellen, Pfründe und Beschaffungsmaßnahmen „kreiert“ worden wie in Griechenland nach Wahlen. Wie viele Gender-Professuren, wie viele Beauftragte für Dinge, die vorher nicht mal Dinge waren,  wie viele Untere und Obere Behörden für X und Y gibt es in Deutschland?  (ich glaube, das traue ich mich nicht in der Kolumne; könnte Menschen in meinem Bekanntenkreis verärgern)

Skandale gibt es wie Sand am Meer. Besser: Wie unter den Teppich gekehrte Flusen (wie heißt das Wort dafür? Staubmöpse? Nee, ich hab’s: Wollmäuse). Zufall, Willkür und/oder „Zinker“, die die eine oder andere Wollmaus hervorkehren – ab in die Falle, Skandalon, Fallholz, aus die Maus.

In meinen Kolumnen kamen schon alle Spiegel-Fakten vor, mit Ausnahme der schwarzen Kasse. Ich hatte kein Insiderwissen, habe nicht investigativ recherchiert, denn alles lag für alle offen wie ein Buch.  Man musste es nur lesen (wollen).

Adidas und VW. Deutsche Wertarbeit.

Alles außer der schwarzen Kasse gehört zu fragwürdigen, manchmal unappetitlichen Maßnahmen zur „Pflege der Landschaft“, die in einem Graubereich ablaufen und selten strafbar sind (Bayern-Spiele in exotischen Ländern, Rüstungsexporte-Bewilligungen, Beschaffungsmaßnahmen für Verwandte von Abstimm-Potentaten usw.)

Zum alten Kernsatz die IAAF und Coe anhängen.

Ganz schon viel (Stell)Holz. Außerdem sollte noch ein bisschen Normal-Bundesliga rein, vielleicht Lewandowskis Größe auch ohne Tore und natürlich die Eintracht. Vielleicht Veh und der ehemalige US-Präsidentschaftskandidat, eloquent und gewinnend, den die lapidare Frage „where’s the beef“ erledigt hat.

Packen wir’s an. Aber erst KKKK. Wo bleibt sie nur? Da ist sie.

Das vierte K? Kaffee, Kuchen, Knicks und … nur kein‘ Neid!

 

 

Veröffentlicht von gw am 18. Oktober 2015 .
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Freitag, 16. Oktober, 11.45 Uhr

Selbstzensur. So wollte ich die „Stammtisch“-Kolumne beenden:

Ebenfalls ein Beifang der Internet-Recherche, diesmal zu »Unser Nobelpreis« vom Donnerstag: Bei der Suche nach Gründen, warum es keinen Nobelpreis für Mathematik gibt, stieß ich auch auf die Frage: »Wie gehen Mathematiker mit Frauen um, die unberechenbar sind?« Ich werde den Teufel tun und hier verbreiten, welche Rechenart Mathematiker bei der sehr spätpubertären Lösung benutzen. I don’t want to be a blip für meine liebste Zielgruppe.

Hier, im Blog, kann ich sogar die Lösung verraten: Mathematiker ziehen die Wurzel aus der Unbekannten.

Die Selbstzensur hatte auch den Grund der notwendigen Kürzung, denn die Kolumne für morgen ist viel zu lang geraten. Da denke ich immer noch redaktionell und als Seitenplaner, der mir solch einen Riemen um die Ohren geschlagen hätte. Sie ist immer noch zu lang. Aber da müssen die Jungs in der Redaktion jetzt durch. Bin mal gespannt, wann sie es wagen werden, bei mir zu kürzen. Wie lange hält sich ein Chef-Bonus?

Zwischendurch die Reifen zum Wechseln in die Werkstatt gebracht. Dachte ich. Auto war schon aufgebockt, als ich gefragt wurde: Wo sind eigentlich die Reifen? Ähhh … zu Hause. Vergessen. Ein netter junger Mann fuhr mit dem verwirrten Alten nach Hause und holte die Reifen ab.

Das muss ich mir merken, vielleicht für die Montagsthemen (Stammtisch ist schon fertig und steht gleich online, da löst sich auch der „blip“ auf), denn niemanden verarsche ich lieber als mich.

 

 

Veröffentlicht von gw am 16. Oktober 2015 .
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Donnerstag, 8. Oktober, 10.00 Uhr

Gleich werde ich die Jahresrangliste von „Wer bin ich?“ in den Blog stellen, alphabetisch, typografisch ungeordnet (mit dem Blog-Programm kann ich es nicht besser). Wer sich falsch bepunktet fühlt, bitte melden!

Ach ja, Fehler: Ebenfalls gleich werde ich Dr. Kleinschmidts Mail in die Mailbox stellen. Die Adduktoren! In meiner Beschränkung (Beschränktheit) auf die gewaltigen beiden Oberschenkelmuskeln Strecker/Beuger habe ich sie (siehe „In der Zwischen-Zeit“/Link rechts „gw-Beiträge Anstoß“), nein, nicht vergessen, sondern vernachlässigt. Popelige kleine Muskelchen, aber mit großer Wirkung. Wie der Iliopsoas (der „Sprintermuskel“), über den ich sogar schon mehrmals geschrieben habe. Glaube ich. Stimmt das überhaupt? Mal im gw-Archiv nachschauen, einen Moment bitte … Ha! Vor drei Jahren zum Beispiel:

 

Auch bei sportmedizinischen Fachfragen sollte sich der Laie zurückhalten. Zum Beispiel bei Andrea Petkovic. Ermüdungsbruch im Ilio-Sakralgelenk.  Das Ilio-Sakralgelenk ist die Achillesferse im Lendenwirbelbereich (bitte nicht in den »Hohlspiegel« aufnehmen, ist Absicht). Kommt es aus der Balance, bewirkt es Beckenschiefstand mit allen daraus resultierenden Beschwerden. Der dort ansetzende Musculus iliopsoas, der Lenden-Darmbeinmuskel, ein Hüftbeuger, ist einer der wichtigsten Sportmuskeln überhaupt und wird oft vernachlässigend übersehen, da er im Gegensatz zu Oberarmbizeps oder Oberschenkel-Quadrizeps kaum zu sehen ist, obwohl er »der« Sprintmuskel schlechthin ist.    Aber statt sportmedizinisch herumzudilettieren, sollte hier lieber die unangreifbare Diagnose des Kollegen Chefredaktionsstellvertreter aus Grevenbroich gestellt werden: »Petko« hat Rücken.

 

Das gefällt mir. „Bei sportmedizinischen Fachfragen sollte sich der Laie zurückhalten“, nicht „herumdilettieren“ und „einen der wichtigsten Sportmuskeln überhaupt vernachlässigend übersehen“. Damit werde ich mich in der Samstags-Kolumne schön veralbern.

Ebenfalls gleich in den Links rechts: Die  neue „Mein progressiver Alttag“-Kolumne („Denn täglich grüßt der Luftballon“)  für das Gießener Seniorenjournal, das am Samstag erscheint. Ich stelle sie früh online, da ich morgen wenig Zeit habe, schnell den „Sport-Stammtisch“ schreiben und dann bis Sonntag Nachmittag unterwegs sein werde. Daher wird es auch keinen Sonntagfrühmorgenblog geben,  und die „Montagsthemen“ werden wohl erst kurz vor dem Länderspiel online stehen können. Den/das Sonntagfrühmorgenblog schreibe ich daher als Donnerstagspätmorgenblog.

Es gab nach  früheren „Alttag“-Kolumnen schon Nachfragen, warum sie nur im Gießener und nicht im Wetterauer Seniorenmagazin erscheinen. Beide Magazine haben zwar den gleichen Titel, aber unterschiedliche journalistische Ansätze. Das Gießener Journal entsteht in Zusammenarbeit mit einem ehrenamtlichen Redaktionsteam der Caritas unter der Obhut einer Kollegin, die neben dem Schreiben eigener Artikel das Ganze professionell begleitet, leitet und druckfertig macht. Das Gießener Journal ist eine tolle und bundesweit wohl einmalige Sache, denn Beilagen, gefüllt mit Anzeigen für den boomenden Seniorenmarkt und aufgefüllt mit PR-Artikeln, gibt es viele, ein ambitioniertes Projekt wie das von KKK/Caritas aber ist ein Solitär (und hat auch schon, im Gegensatz zu mir, einen ehrenvoll Preis gewonnen). Das „KKK“ verrät Blog-Stammlesern, wer die Journal-Macherin ist und warum ich dort die „Alttag“-Kolumnen schreibe. Weil sie es so will. Sie, die vor dem Sonntagfrühmorgenblog  Kaffee und Kuchen mit Knicks serviert. Und jetzt zur WBI-Zwischenbilanz 2015 (wann die nächste Runde kommt, weiß ich noch nicht, da mir noch keine zündende Idee gekommen ist):

 

 

Jost-Eckhard Armbrecht (Gr.-Buseck)          9

 

Helmut Bender (Linden)                               14

Dr. Sylvia Börgens (Wölfersheim)                14

Helmuth Born (Karben)                                10

Thomas Buch (Friedberg)                             16

 

Claudia Collas (Kinzenbach)                         2

 

Beate Dachauer (Butzbach)                          6

 

Wolfgang Egerer (Rosbach-Rodheim)          14

 

Werner Haaser (Gießen)                                       3

Detlef Hartig (Nidderau)                               7

Ulrich Hermann (Friedberg)                          8

Peter Hett (Bad Nauheim)                            12

Doris Heyer (Staufenberg)                            10

Andreas Hofmann (Bad Nauheim)                7

Uwe-Karsten Hoffmann (Bad Nauheim)      13

 

Arno Jung (Gießen)                                       1

 

Reinhold/Andreas Kreiling (G.-Wieseck)     11

 

Uwe Lemke (Wöllstadt)                                5

Dr. Paul Limberg (Linden)                            14

Dieter Neil (Großen-Buseck)                        13

 

Theo Nauheimer (Buseck)                            9

 

Uwe Paulus (Biebertal)                                 6

Klaus Philippi (Staufenberg-Treis)        10

Klaus Pradella (Heuchelheim)                      0

Thomas Preiß                                                2

Ralf Protzel (Bonn)                                       1

 

Walther Roeber (Bad Nauheim)                    13

Jens Roggenbuck (Mainzlar)                         9

Heinz-Jürgen Ruhl (Linden)                          3

 

Karola Schleiter (Florstadt)                           13

Rüdiger Schlick (Reichelsheim)                    16

Reinhard Schmandt (Pohlheim)                    14

Paul-Gerhard Schmidt (Nieder-Ohmen)       17

Jochen Schneider (Butzbach)                                16

Prof. Peter Schubert (Friedberg)                   15

Manfred Stein (Feldatal)                               15

 

Werner Trautmann (Friedberg-Dorheim)      3

 

Dirk Wentzel (Gießen)                                  5

Klaus-Dieter Willers (Hungen)                      11

Ingrid Wittich (Mücke-Merlau)                     10

Rainer Woltmann (Gießen)                           3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Veröffentlicht von gw am 8. Oktober 2015 .
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