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Arnold Schröder: Heinrich/Thiele

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem heutigen Jubiläum! Ich hoffe es
folgen noch sehr viele, denn Ihre Kolumne ist ein unentbehrlicher
Begleiter.

Weswegen ich Ihnen schreibe: In einer Juli-Ausgabe haben Sie sich
mal relativ abfällig über das Reporter-Duo Heinrich/Thiele von
Eurosport geäußert; verbunden mit dem Hinweis, dass die beiden auch
bei vielen Athleten nicht beliebt seien. Warum eigentlich? Begründet
hatten Sie Ihre Einlassung nicht! Ich höre die beiden (nicht nur bei
der Leichtathletik) recht gerne und genieße auch deren
Comedy-Einlagen, aber immer steht der Sport und der Respekt vor den
Athleten (nicht nur deren Leistungen) im Vordergrund und Mangel an
Kompetenz habe ich auch noch nicht erkennen können. Also, was haben
sie gegen die beiden??

Übrigens: Ich habe ein Wort vermisst zu einem gewissen Athleten Gill
bei der letzten Leichtathletik-WM, den ich erstmals in Aktion
gesehen habe. Keiner Rede wert oder Scham wegen Ihrer früheren
Einschätzung seines mutmaßlichen Leistungsvermögens?

Und: Nie verstanden habe ich Ihre unverwundbare Bewunderung eines
Radfahrers namens Ullrich. Keine Frage ist, dass er eine toller
Radrennfahrer war, aber ein Oberdoper wie (fast)
alle anderen und – das unterscheidet ihn von vielen anderen – sein
Krisenmanagement war wirklich erbärmlich (“Ich habe niemanden
betrogen”), da kam nur Herr Wulff mit.

Meine Bewunderung und auch Mitleid jedenfalls war nach den damaligen
Interview bei Beckman (glaube ich ?) dahin.

Wie auch immer … ich möchte noch viele Tage mit dem Blick auf Ihre
Kolumne beginnen (auch wenn ich mir jedesmal eingestehen muß, wie
wenig ich weiß verglichen mit Ihnen!) (Arnold Schröder aus Karben)

 

 

Heinrich/Thiele: Sorry, reine Geschmacksache.

Jacko Gill: Keine Scham, sondern Enttäuschung, und die habe ich, nach der frühen Begeisterung,  ebenfalls über Jahre hinweg beschrieben und begründet. Seine 20 m bei der WM habe ich, wenn ich mich nicht irre, zumindest im Blog erwähnt.

Ulle: Siehe Heinrich/Thiele.

Und: Dankeschön für die Ironie. Die ist am besten gelungen, wenn der Ironisierte es nicht bemerkt. Ich zum Beispiel schwanke zwischen Freude über das Lob und dem Gefühl, im ersten und letzten Satz verarscht zu werden. Schapoo, würde der Engländer sagen.

Baumhausbeichte - Novelle