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Wer bin ich? (“W-Fragen”/3. vom 30. Juli)

Bevor die dritte und letzte Runde startet, hier noch einmal die bisherigen Tipps: Die »W«-Fragen des Journalismus (wer, was, wann, wo, wie, warum?) waren in Runde eins ein ebenso kryptischer Tipp wie der, dass sich alle drei Gesuchten nach ihrer aktiven Laufbahn auch außerhalb des Sports erfolgreich betätig(t)en und dass sie auch  bereits Rollen in Themen oder Serien von »gw«-Kolumnen spielten.
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In Runde zwei wurde eingeengt: A, B und C sind keine Mannschaftssportler. / Keiner von ihnen wog in aktiven Zeiten mehr als 95 oder weniger als 70 Kilogramm. / Keiner von ihnen ist über zwei oder unter 1,70 Meter groß. / A hat den gleichen Beruf wie B. / C hat einen anderen Beruf und ein anderes Geschlecht. / Als Sportler starteten sie in unterschiedlichen Disziplinen, aber A trat auch in den Disziplinen von B und C an. / Ihre größten sportlichen Erfolge feierten sie um die Mitte der letzten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. C zuerst, später B, zuletzt A.
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Manch einer verzweifelte an dem Hinweis, dass alle drei Gesuchten schon in »gw«-Kolumnen aufgetaucht sind. Sind sie aber! Allerdings in vorelektronischen Zeiten, so dass Google diesmal nicht helfen konnte. Die letzte Runde taucht daher zurück in die Zeit.
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A tauchte in einer Serie auf, die wie folgt eingeleitet wurde: Wie wird Höchstleistung gemacht? Wie bereitet sich ein Athlet der Kategorie »absolute Weltklasse« auf den Tag X vor, den Tag, an dem in Los Angeles die olympische Goldmedaille in seiner Disziplin vergeben wird? A öffnet seine Trainingsbücher, lässt sich in seine Karten blicken und unsere Leser teilhaben an seinem ehrgeizigen Projekt.
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B erinnert an die erste »gw«-Exklusivmeldung. Als ich erfuhr, dass sich das »Traumpaar« X und Y trennte und Y zu B überlief, dem bestem Freund und schärfsten Konkurrenten von X, kam ich mit dem Trainer überein, dies exklusiv in unserer Regionalzeitung zu veröffentlichen, um knallige Exklusiv-Schlagzeilen im Boulevard zu vermeiden. Dennoch rannten uns danach die Kollegen (»Express«, »Bild« und andere) die Bude ein und gierten nach weiterem Hintergrund-Stoff. Das belastete auch mich, ich erkannte, dass diese Art des Journalismus nicht mein Ding ist und nahm mir vor, mich in Zukunft aus diesem Bereich des Journalismus rauszuhalten.
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C lamentierte 1976 im ZDF-Sportstudio, die Olympianorm nicht geschafft zu haben, weil sie ohne Anabolika nicht zu erreichen gewesen sei. C habe aber Doping schon immer strikt abgelehnt und moralisch schärfstens verurteilt. Ein paar Jahre zuvor hatte C allerdings einen Weltrekord aufgestellt, der deutlich höher lag als die Olympianorm von 1976. Dieses Beispiel tauchte auch später noch in »gw«-Kolumnen auf, wenn es um Ungereimtheiten in der Doping-Debatte ging.
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In Runde eins gab es jeweils drei, in Runde zwei zwei Punkte zu gewinnen. In der Schlussrunde (jeweils ein Punkt) können noch wertvolle Punkte für die Gesamtwertung aufgeholt werden, was vor allem für einige WBI-Asse gilt. Noch einmal sei darauf hingewiesen, dass jeder, der an Runde eins und zwei teilgenommen hat, auch diesmal mitmachen darf. Beispiel: Null richtige Lösungen in Runde 1 plus zwei in Runde zwei (= 4 Punkte) plus eine (= 1) in Runde drei = insgesamt 5 Punkte. – Einsendeschluss: 10. August.  (gw)
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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« /  Mail: gw@anstoss-gw.de)

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