Archiv für Juni 2015

Sonntag, 28. Juni, 10.50 Uhr

Dank des frühen Vorschreibens schon fertig mit den „Montagsthemen“. Vielleicht mit dem Effekt, dass aufmerksame Online-Leser Flüchtigkeitsfehler melden, die ich für den Druck bereinigen kann. Am Samstag im „Sport-Stammtisch“ passierte ein „Firminho“ unbeanstandet Sportredaktion und Korrektorat. Stand leider so im Blatt. Diesmal habe ich den „Firminho“ wenigstens online nachträglich in Firmino korrigiert. Ist überhaupt wohl eine blöde Marotte, durch bewusst hinhudelndes Schreiben Fehler zu provozieren, die auch nicht nachträglich ausgebessert werden, der Lebendigkeit und Authentizität (und Faulheit) wegen. Auch das ein Prinzip, das ich in Zukunft ändern will.

Die Kolumne für morgen (siehe Link rechts „gw-Beiträge Anstoß) gefällt mir heute sogar selbst ausnahmsweise gut, aber das kann sich erfahrungsgemäß ändern, wenn ich sie morgen noch einmal im Blatt nachlese. Zum Glück gibt es dann immer den einen oder die andere, um mich mit geschriebenem oder gesprochenem Wort aus dem tiefen Tal der Verzweiflung, schnüff,  zu holen. Aber bevor ich weiter rumblödele, mach ich einen: .

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Sonntag, 28. Juni, 6.55 Uhr

So spät? Im Gegenteil. Ich habe seit sechs schon an den „Montagsthemen“ gebastelt, damit ich die Aufhänger und Fragen nicht vergesse, die mir beim Einschlafen und in der Aufwachphase durch den Kopf gegangen sind und die mich zu einer Mail führen, deren Frage das alles angestoßen hat: Ein mir bekanntes  Ehepaar hat „beim Abendessen die Bundesjugendspiel-Debatte nochmal aufgewärmt“ und kam  „bei dieser Gelegenheit auf den Schlagballweitwurf zu sprechen, bei dem neun von
zehn Frauen eine jämmerliche Figur abgeben ( ich leider auch). Gibt es
irgendwelche wissenschaftliche Erkenntnisse, warum das so ist?“ – Die Frage kam mir wie gerufen. Warum können Mädchen nicht werfen? Ich versuche, in den „Montagsthemen“ eine Antwort zu geben und sie mit anderen Fragen zu vermengen: Haben deutsche Jungs den „brasilianischen Fußball“ etwas zu modern interpretiert? Belo Horizonte statt Pele & Co? Treiben uns die neuen Griechen zurück in die Steinzeit, aus der uns die alten in die Zivilisation geführt hatten? Belo Horizonte, das sind ja „schöne Aussichten“ – gleich in den „Montagsthemen“. Aber erst KKK. Bis dann.

Veröffentlicht von gw am 28. Juni 2015 .
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Freitag, 26. Juni, 14.40 Uhr

Uff! Dummfehler gerade eben noch vermieden. Denn im laut Anklage verschobenen Karabatic-Spiel gewann nicht dessen Ex-Klub Montpellier gegen das abstiegsgefährdete Rennes, sondern verlor natürlich. Natürlich unnatürlich. Stand zwei Stündchen lang schon online, habe es selbst bemerkt, diesmal schon vor dem ersten Leser.

Also, „Sport-Stammtisch“ steht online, diesmal ging mit mir ein bisschen der Gaul bzw. das Prinz-Philip-Gen durch. Ernsthaft, erwachsen und sehr zu empfehlen dagegen, was zwei unserer Stamm-Leser in der „Mailbox“ schreiben.

Veröffentlicht von gw am 26. Juni 2015 .
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Mittwoch, 24. Juni, 23.15 Uhr

Noch mal kurz in die Mailbox geschaut: Noch keine WBI-Lösung eingetroffen. Bisher gab es immer zwei, drei Blitzschnelle, die ihre Lösung noch vor dem Erscheinen der Zeitungsausgabe gemailt haben. Die gewollte Schwierigkeit der ersten Sommerrunde scheint geklappt zu haben.

Die diversen Main-Radler unter Lesern und Bekannten, die zur Zeit unterwegs sind, können seit heute Nachmittag ihre Tour genießen, falls am Main ähnlich wie an Lahn und Nidda plötzlich Sommer eingekehrt ist. Ich bin am frühen Nachmittag zu einer Tour gestartet, während der Fahrt wurde es immer angenehmer, und am Schluss konnte ich kaum alle Kleidungsstücke auf dem Gepäckträger unterbringen, die ich nach und nach ausgezogen hatte.

50 km mit dem Normalrad, da das E-Bike in der Werkstatt ist. Angeblich sei ich immer noch zu stark und

…. jetzt ist Donnerstag, halb acht, und gestern Abend hat sich mein Computer plötzlich verabschiedet. Was ich noch sagen wollte: Angeblich sei ich immer noch zu stark und habe die Nabe mit meinem zu kräftigen Treten zerstört. Ob’s stimmt? Zwar ist das E-Bike so schwer, dass man ohne Motor mächtig treten muss, und ich fahre auch an Hügeln „ohne“, aus Trainingszwecken manchmal auch an echten Bergen, aber auch wenn er mir schmeicheln sollte, bin ich skeptisch über diesen Befund. Jedenfalls kriege ich jetzt ein neues Hinterrad, und zwar mit Kettenschaltung wie an meinen „normalen“ Rädern.

Sommernotiz: Abends buntes Leben am Teich. Die Libellen zum Schlafen abgeschwirrt, Die Fledermäuse kommen und drehen ihre Halfpipe-Runden über dem Teich, oft knapp an meinem Kopf vorbei, im Teich sammeln die letzten Kaulquappen letzte Kräfte vor dem Ausstieg ins gefährliche und meist kurze Leben, die Molche sind ebenfalls noch drin, einige bleiben den ganzen Sommer, und plötzlich schwebt das erste Glühwürmchen vorbei. Erst eins, dann zwei, dann drei. Letztes Jahr habe ich kein einziges gesehen. Und da: Bewegung und Geräusch im Teich, am Teich. Zu dunkel, um es genau beobachten zu können, aber da krabbelt offenbar eine Kröte aus dem Teich und hüpft davon. Platsch, platsch, platsch. Eine zweite folgt ihr. Platsch, platsch, platsch.  Sie verschwinden im Blumenbeeet. Verspätete Liebesorgie auf Krötisch? Zuletzt raschelt auch noch geschäftig ein Igel vorbei. Wie schnell die Kerle sein können! Ich kenne sie ja sonst nur in einem anderen Aggregatzustand, platt am Straßenrand.

Veröffentlicht von gw am 25. Juni 2015 .
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Sonntag, 21. Juni, 7.15 Uhr

Hoffentlich verpetzt mich kein Nachbar, wie kurz der Hundegang war. Das gäb‘ nachher Ärger. Aber es ist so kalt, so nass! Auf der Autofahrt zum Hundegang erstmals seit langer Zeit wieder die „Inspirationen“ auf meinem HR1 gehört, die in früheren Jahren auf dem Weg in die Redaktion auch manchmal Inspirationen für die Kolumne hergaben. Und was hör ich heute? Die unvermeidliche Bischöfin sagt ihre Sprüchlein jetzt auch noch bei den „Inspirationen“ auf! Wir sollen in der Mitte des Lebens nicht an uns vorbei laufen. Darum kreist sie. Solche tiefsinnigen Kalendersprüche hängen auch in Fitness-Studios an der Wand. Mitte des Lebens? Ach ja, das Thema, weil wir auch in der Mitte des Jahres angekommen sind. Wann ist das, wenn die Tage schon wieder kürzer werden? Wann ist das? Heute? Wahn ist das! Vanitas, Vanitas.

Die Bischöfin sollte mir lieber mal erklären, welcher tiefere Sinn im Leiden der Kreatur in der Tonne steckt. Oder, wie ich jetzt gerade gesehen habe, warum Gott heute nacht wieder tausende von mückenkleinen Minikröten aus dem Paradies (dem Teich) geschickt hat, um im rauen Leben zertreten und gefressen zu werden. Ich schätze, in diesen Tagen kommen an die hunderttausend Ex-Kaulquappen heraus, von denen vielleicht fünf oder sechs als Jungkröten nächstes Jahr in den Teich zurückkehren. Andererseits: Wenn alle hunderttausend zurück kämen, Jahr für Jahr, das wäre auch keine angenehme Vorstellung. Vanitas, Vanitas.

Beim Hundegang einen der großen Aschenhaufen gesehen, die jetzt in den Dörfern bzw. auf deren Bergen Überbleibsel der Sonnenwendfeuer von gestern abend  sind. Alter germanischer Brauch. Bringt mich auf den Einstieg in die „Montagsthemen“: Sonnenwendfeuer, Germanen, Thingstätte, aller guten Dinge sind drei, und schon bin ich bei der Drei-missed-test-Regel. Oder so. Bis dann. Aber nun wirklich: KK.

Veröffentlicht von gw am 21. Juni 2015 .
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