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Ausdauernd (“Wer bin ich?” vom 30. April)

Wir suchen zwei Sportler, die einige Gemeinsamkeiten haben, obwohl sie unterschiedlichen Generationen angehören, aus unterschiedlichen Weltgegenden stammen und auf unterschiedlichen Lebenswegen unterwegs waren und sind.
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Der eine ging nie in eine richtige Schule, wuchs buchstäblich auf der Straße auf, hat keinerlei ordentliche Abschlusszeugnisse und machte dennoch seinen Weg. Der andere studierte Philosophie und Germanistik.
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In den Kolumnen von »gw« spielten sie bisher keine große Rolle. Während Namen wie Okocha, Ullrich oder Nowitzki schon tausend und mehr als ein Mal auftauchten, führt der ältere Gesuchte mit bescheidenen vier Erwähnungen in dieser »Anstoß«-Tabelle vor dem Jüngeren, der nur einmal zum Thema wurde, als er im Trio mit zwei Superstars ihrer Sportart im Fernsehen auftrat.
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Der Ältere wurde in dieser Kolumne einmal Opfer eines mieses Gags mit einem Wort, das mit A… anfängt und … gesicht endet. Dafür entschuldigt sich »gw« in aller Form. Aber der Popo-Anlass schien einfach zu verlockend.
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Der Jüngere wurde zunächst als Mannschaftssportler bekannt. Sein Team unternahm Gastspielreisen durch die ganze Welt. In Deutschland wurde er allerdings zum unpopulärsten Mitglied seines Teams gewählt.
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Danach startete er seine Karriere als Einzelsportler. Er nahm an fast allen legendären Wettbewerben seines Sports teil, auch an den extremsten, und das durchaus mit beachtlichem Erfolg. Auch scheute er nicht die sportliche Herausforderung im Fernsehen, vornehmlich bei Privatsendern, und trug sich dort in manche Siegerliste ein.
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Auch der andere Gesuchte gewann schon einen großen Extremwettbewerb im Fernsehen, auch er betreibt Ausdauersport, aber er hat sich auf eine Disziplin konzentriert. Er war Landesmeister, startete sogar bei Weltmeisterschaften und hätte beinahe an Olympia teilgenommen, scheiterte aber in der Qualifikation.
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Kleiner Tipp dazu: Nicht im Radfahren, obwohl er auch das kann und schon bei einer bekannten Benefiz-Tour mitradelte. Auch nicht im Schwimmen, obwohl böse Zungen in einem ganz und gar geschmacklosen Zusammenhang verballhornend behaupteten, er sei untergegangen.
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Kleiner Tipp zum Jüngeren: Kennen Sie »Flake«? Er ist Keyboarder von »Rammstein«, seine Autobiografie »Tastenficker« steht auf der Sachbuch-Bestsellerliste (kein WBI-, sondern ein Lese-Tipp: sehr empfehlenswert!). Am Schluss des Buches listet er dankbar Namen auf, was man neudeutsch »Credits« nennt, bei »Flake« aber »Band« heißt. Dort taucht auch der Name des Jüngeren auf, obwohl er ganz sicher nie zu »Rammstein« oder sonst einer Band gehört hat, in der »Flake« früher mitspielte.
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Ein wichtiger Tipp darf nicht vergessen werden: Die bekannteste Gemeinsamkeit der beiden Gesuchten … ist eventuell ein ganz anderes Thema und hat mit Sport nicht mehr allzu viel zu tun (Einsendeschluss: Dienstag, 5. Mai)
(gw)
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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« /  Mail: gw@anstoss-gw.de)

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