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N.N.: Advocatus diaboli (zum Blog vom 15. April)

Im Rahmen meiner Beschäftigung im öffentlichen Dienst war mir im Laufe der Jahre u.a. auch ein Einblick in den Bereich des Ausländerrechts möglich. Und die dort gewonnenen Einblicke haben mich bereits vor längerer Zeit zu der Frage geführt, warum sich die diesbezüglichen Erkenntnisse nicht im gleichen Maße in der öffentlichen Darstellung und Wahrnehmung wiederfinden. Da werden beispielsweise in Sozialberichten die Zahl der Sozialleistungen in Anspruch nehmenden Personen mit ausländischem Hintergrund (ca. 40 % der Leistungsbezieher) erst gar nicht gesondert ausgewiesen. Dass über 90 % der Asylanträge abgewiesen werden und mithin ein weit überwiegender Anteil der Asylbewerber falsche Angaben zum Zwecke der Leistungserschleichung im Bundesgebiet gemacht hat (gemeinhin nennt man das Betrug – eigentlich ein Straftatbestand) interessiert kaum jemanden. Oder der Anteil der in unseren Gefängnissen einsitzenden Personen mit Migrationshintergrund (zwischen 60 und 70 %) – kennen Sie etwa eine Folge des „Tatorts“, bei der ein Ausländer als Täter herhalten musste? Selbst in Polizeiberichten wird die Nationalität der Delinquenten schamhaft verschwiegen und nur in speziellen Fällen (zur Fahndungsunterstützung) einmal publiziert. Warum diese mediale Zurückhaltung? Warum diese Bevormundung? Warum dieses Meinungsdiktat von vermeintlich „Wohlmeinenden“?  Ich kann es Ihnen nicht beantworten und bin selber „ratlos“.

Ich kann Ihnen aber als Insider bestätigen, dass es selbst innerhalb unserer öffentlichen Verwaltung nicht möglich ist, offen mit diesem Problem umzugehen. Da wird um eigentlich klipp und klar auf der Hand liegende Erkenntnisse „herumgeeiert“, um ja keinen falschen Eindruck bei etwaigen Vorgesetzten zu erwecken bzw. in die von Ihnen bereits angesprochene Schublade gesteckt zu werden. Und so geht halt alles weiter seinen (schlechten) Gang.

Und was die Rolle der Presse angeht – hier empfehle ich Ihnen einmal in einer Suchmaschine „Das Medienmonopol“ von M.A. Verick (wohl ein Pseudonym) einzugeben. Ich fand das eine ziemlich interessante Lektüre. (Name und Anschrift sind dem Blogger bekannt)

Baumhausbeichte - Novelle