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Mittwoch, 15. April, 18.15 Uhr

Nach einer schönen Radtour, warm und windig, mit dem Aartalsee als Wendepunkt, nehme ich jetzt die 35..-Kolumne wieder offline, denn die Jungs in der Sportredaktion wollen einen aktuellen Anstoß (Klopp/Labbadia) schreiben. Ist in Ordnung, obwohl die Ur-Intention der Kolumne eine andere war und sich am großen “Streiflicht” der SZ ortientierte. Aber dieses Enpassanthafte, das bewusste Gegenmodell zum Sportredaktionellen, hat sich sowieso schon geändert, seit die Kolumne – ursprünglich auf gelbem Grund mit rotem Rand am Kopf der Seite – nach unten gerückt ist und der jeweilige Schreiber seinen Kopf mit Namen hinhält. Ich beklage es nicht. Ich habe in meiner aktiven Redaktionszeit so vieles geändert, was frühere Kollegen sich ausgedacht und erarbeitet haben, dass ich es nur richtig finde, wenn die Jungs heute auch ihre eigenen Wege gehen. Daher gibt es morgen in der Zeitung nicht die 35…-Kolumne plus einen “Anstoß extra”, sondern einen aktuellen Kommentar-Anstoß.

Haben Sie gemerkt, dass ich morgens im Blog mir selbst widersprochen habe? Da stelle ich alle Kolumnen online und schreibe noch einen Blog drumrum, alles gratis, und dann kritisiere ich ähnliche Verschwendung an ein eh schon fast übermächtiges Konkurrenz-Medium. Aber dieser Widerspruch ist mir schon seit meiner “Nach-Lese”-Kolumne “Druck auf Papier” bewusst.

Bezahlschranke runterrasseln lassen? Dafür ist es schon viel zu spät.

Baumhausbeichte - Novelle