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Mittwoch, 15. April, 11.45 Uhr

“Advokatus”-Diskurs geschrieben, noch mal nachgelesen (mhm, wirkt nicht so richtig stringent, oder?  Blog-Art, ins Unreine), in die Nachrichtenmeldungen geklickt, und da geht’s Schlag auf Schlag: Klaus Bednarz gestorben, Bruno Labbadia neuer HSV-Trainer, Jürgen Klopp bittet um Vertragsauflösung (Quelle: Bild), in eineinhalb Stunden gibt der BVB eine Pressekonferenz. Bednarz: In “Monitor”-Zeiten wirkte er manchmal, als würde Loriot einen “Monitor”-Moderator parodieren (hat er vielleicht sogar). Später mochte ich ihn sehr, seine Reise-Features (Baikal usw.) waren beste Klasse. – Labbadia: Bedeutet wohl auch, dass Tuchel nächste Saison nicht kommt. – Klopp: Schon seit Wochen und Monaten scheue ich mich vor dem gar zu blödsimpel klingenden Gag, der Niedergang habe mit seiner Haartransplantation begonnen. Ist aber was dran, glaube ich. Einem wie Klopp hatte man diese Art Eitelkeit nicht zugetraut, dass er es dennoch tat, passte in das sich verändernde Bild, wie auch die etwas zu selbstgefällig wirkende Werbefigur Klopp. Nun hat er sich und seine Spieler verbraucht, beide Seiten haben sich abgenutzt und sind vom Außenseiter-Sympathieträger über die “heißeste Nummer im Fußball” zum ausgelaugten, ausgepowerten Team geworden, das sich nur noch sehr sporadisch zu vehementen Kraftakten aufraffen kann. Trainingsmethodisch fast zwangsläufig, menschlich auch. Das ist nun mal der Lauf der Dinge. Festzuhalten bleibt: Die Ära Klopp beim BVB war und bleibt eine grandiose. Und eine Frage bleibt auch: Was macht Reus? Bleibt er der Gelackmeierte?

Baumhausbeichte - Novelle