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Thomas Hübner zu de Bruyne

Mit Ihrer im Sport-Stammtisch getätigten Aussage, dass de Bruynes Tat völlig normal ist, jedenfalls im Fußballer- und auch schon im Balljungen-Milieu, haben Sie zweifelsohne Recht. Dass er dafür domina- und dominushart bestraft wird, entspricht aber wohl keinesfalls den Tatsachen. 20.000 Euro bezahlt der Herr wohl locker aus seiner Portokasse. Ich könnte mir fast vorstellen, dass der Verein die Strafe übernimmt (der Wohlfühlfaktor eines solch Hochbegabten muss schließlich erhalten bleiben). Und wer zahlt das alles? »After all it was you and me  the persons purchasing a vehicle from the VW group« (eine beachtliche Teilmenge der Gruppe you and me).

Zumindest ein Assistent, der die Überweisung ausführt, sollte ihm von Vereinsseite zur Verfügung gestellt werden. Kann eben nicht jeder. Schon gar nicht einer, der im real existierenden Wolkenkuckucksheim lebt. Außerdem kann man den ohnehin hoch belasteten Superstars nicht noch mehr drauf packen.

 Was ist so schlimm daran? Nichts. Außer, dass wir alle schimpfen, um dann doch schön mitzumachen. Demnächst auch wieder in Katar. Habe jetzt Leute kennen gelernt, die 2022 den Fernseher auslassen wollen (hab ich noch nicht mal bei der Handball WM geschafft). Ob sie es machen? Darauf wetten würde ich nicht.

Machen Sie weiter so!

(Thomas Hübner/Florstadt)

Baumhausbeichte - Novelle