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Ingrid Wittich: Müller-WBI

A. Das ist Peter Müller, geb. 1927, gestorben 1992 in Köln. Er wurde der »Aap« (der Affe) genannt. Mit dem »Schlag«, durch den er bekannt wurde, hat er einen Ringrichter ausgeknockt. Peinlicherweise spielte er in den USA auf einer Mundharmonika das »Horst-Wessel-Lied« (oder das Lied vom »Wildschütz Jennerwein«, das ganz ähnlich klingt), weil er es für die Nationalhymne hielt.
B. Das ist Gerd Müller, geb. 1945 in Nördlingen. Dort ist das 2008 das »Stadion im Rieser Sportpark« in »Gerd-Müller-Stadion« umbenannt worden. Er wird »Der Bomber der Nation« genannt. Über Frauenfußball sagte er: »Ich glaube nicht, dass dieser Sport genauso populär wird wie unser traditioneller Fußball. Sie gehören doch hinter den Kochtopf. Meiner Frau würde ich nicht erlauben, Fußball zu spielen«. Auch er sang. Mehr schlecht als recht. Aber sein größtes Problem war wohl der Alkohol.
C. Ludwig »Lud« Müller, geb. 1932 in Wesel. Leichtathlet. Seine Siege 1958 über 5000 und 10.000 Meter im Augsburger Rosenaustadion beim Länderkampf Deutschland – UdSSR, wodurch der Gesamtsieg des Deutschen Leichtathletik-Verbandes möglich wurde, wurden mit dem »Wunder von Bern« im Fußball verglichen.
Der Name Müller ist es, den die Jungs gemeinsam haben. Die Geburtsjahre (1927, 1945 , 1932) zusammengerechnet ergeben 5804. (Ingrid Wittich/Mücke-Merlau)

Baumhausbeichte - Novelle