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Es hat gemüllert (WBI-Auflösung vom 8. Januar)

»Zum Jahresende war das ja wirklich noch einmal eine harte Nuss«, meint Klaus Philippi (Staufenberg-Treis), der aber alle drei Nüsse souverän knackte. Klaus Pradella (Heuchelheim) wollte »schon aufgeben, aber der Ehrgeiz hatte mich dann doch gepackt. Die drei Müllers sind Boxer Pitter oder Peter oder auch ›de Aap‹, Gerd, der Bomber der Nation, nach dem ein Stadion in Nördlingen benannt ist, und Ludwig ›Lud‹, der Langstreckenläufer.«
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In der letzten Runde des Jahres 2014 »müllerte« es also. »Eine Mords-Boxkanone, ein Bombentyp und ein Nobody, das ist das Müller-Trio«, fand Helmut Bender (Linden) heraus, der zwei der Gesuchten hübsche neue Beinamen gibt (»Kulturattaché in den USA«/Peter), »Frauenunversteher«/Gerd), und der von Ludwig weiß, dass der »ein noch größeres Herz hat als der von gw so arg geherzte Jan U.« – »Gemeinsam haben sie sicher noch ihre Authentizität, jeder auf seine Art. Auch ohne die bei den heutigen Sportlern üblichen Tattoos, teilweise perversen Frisuren und ähnliche Beiwerke, die gerade ›in‹ sind. Die gesuchten Herren brauchten diese Zugaben nicht und waren auch so ›Typen‹, die jede Sportart braucht.« (Peter Hett/Bad Nauheim).
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Gerd ist zweifellos der bekannteste Müller. Dass er aber »diese frauenfeindliche Äußerung gemacht hat« (Frauen gehören an den Herd, nicht auf den Fußballplatz), »also nee, vom Jahrgang 1945 hätte ich das gar nicht mehr erwartet«. (Doris Heyer/Staufenberg-Treis).
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Ein ganz besonderer »Typ« war zweifelsohne jener Müller, der »1953 vor einem Boxkampf in den USA auf seiner Mundharmonika das Horst-Wessel-Lied spielte, in der irrigen Annahme, es handele sich um die deutsche Nationalhymne. (Dr. Sylvia Börgens/Wölfersheim) – »oder das Lied vom ›Wildschütz Jennerwein‹, das ganz ähnlich klingt« (Ingrid Wittich/Mücke-Merlau). Jedenfalls wiesen »Karneval in Kölle und der sagenhafte Song: ›Rädebomm, dä Jong da fällt nit om‹ ganz klar auf den 1927 geborenen ›de Aap‹ Peter Müller hin«. (Theo Nauheimer/Beuern). »Unvergessen die Szene, als er den Ringrichter Pippow k.o. schlug. Damals noch nicht im Fernsehen, aber im Kino im Rahmen der Wochenschau gesehen.« (Jost-Eckhard Armbrecht/Großen-Buseck).
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Der dritte Müller war die härteste Nuss. Manfred Stein (Feldatal) hat seine Siege »über die favorisierten Russen 1958 live gesehen. Nicht im Stadion, aber im Fernsehen bei uns im neuen DGH. Da traf sich die Dorfjugend, auch bei anderen TV-Großereignissen gab es dort ›public viewing‹ für das halbe Dorf (z. B. Mainz bleibt Mainz, So weit die Füße tragen).«
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»Gerade an Ludwig Müller habe ich als ehemaliger Leichtathlet eine besondere Erinnerung, fieberte ich doch am Fernseher intensiv mit und probierte mich anschließend (erfolglos, da dafür untalentiert) als Langstreckler. (Uwe-Karsten Hoffmann/Bad Nauheim). Ludwigs Doppelsieg als »Held von Augsburg« (»als Beiname wohl gerade zurzeit immer noch gemäßigter als ›Russenschreck‹«/Detlef Hartig/Nidderau) war »damals, als die Leichtathletik noch richtig populär war, ein unglaubliches Ereignis. Heute wäre es vermutlich nur eine Randnotiz«. (Dr. Paul Limberg/Linden).
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WBI-Wettkämpfer nehmen buchstäblich viel in Kauf: »dieses wbi-rätsel hat mich einige euro gekostet… bin in der schweiz, kein wlan im haus, also datenroaming… egal, das rätsel hat soviel spass gemacht, das war’s wert! freue mich schon jetzt auf mehr in 2015! als weider weider so!« (Dr. Joachim Bille/Reiskirchen).
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Stolze 34 Teilnehmer schafften die volle Punktzahl – Respekt! Keine Punkte gab es zum Beispiel für Bubi Scholz, Fritz Thiedemann, Charly Kaufmann, Heinz Fütterer, Täve Schur und Dieter (sowie andere) Müller.
Drei Punkte: Jost-Eckhard Armbrecht (Großen-Buseck), Helmut Bender (Linden), Dr. Joachim Bille (Reiskirchen), Dr. Sylvia Börgens (Wölfersheim), Helmuth Born (Karben), Thomas Buch (Friedberg), Wolfgang Egerer (Rosbach-Rodheim), Dr. Siegfried Grosse (Linden), Werner Haaser (Gießen), Detlef Hartig (Nidderau), Ulrich Hermann (Friedberg), Peter Hett (Bad Nauheim), Doris Heyer (Staufenberg-Treis), Andreas Hofmann (Bad Nauheim), Uwe-Karsten Hoffmann (Bad Nauheim), Dr. Paul Limberg (Linden), Theo Nauheimer (Buseck/Beuern), Dieter Neil (Großen-Buseck), Uwe Paulus (Biebertal), Klaus Philippi (Staufenberg-Treis), Klaus Pradella (Heuchelheim), Walther Roeber (Bad Nauheim), Jens Roggenbuck (Staufenberg-Mainzlar), Karola Schleiter (Florstadt), Rüdiger Schlick (Reichelsheim), Horst Günter Schmandt (Pohlheim), Reinhard Schmandt (Pohlheim), Paul-Gerhard Schmidt (Mücke-Nieder-Ohmen, Jochen Schneider (Butzbach), Prof. Peter Schubert (Friedberg), Manfred Stein (Feldatal), Werner Trautmann (Friedberg-Dorheim), Ingrid Wittich (Mücke-Merlau), Rainer Woltmann (Gießen).
Zwei Punkte: Bernd Fey (Wettenberg), Andreas/Reinhold Kreiling (G.-Wieseck), Richard Redling (Rosbach), Volker Schridde (Lich).
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Ausführliche Lösungswege sind im Internet-Ableger der »gw«-Kolumnen (»Sport, Gott & die Welt«, Link »Mailbox«) nachzulesen. In der nächsten Woche folgen die Ranglisten der Jahreswertung und die »ewige« Bestenliste. (gw)
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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt«  Mail: gw@anstoss-gw.de)

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