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Dr. Sylvia Börgens: Müller-WBI

Wie Frau Heyer schon mal richtig bemerkte, sind wir Familienfrauen bei der letzten WBI-Runde des Jahres stark im Nachteil, da wir durch die weihnachtlichen Pflichten sehr eingespannt bzw. ermattet sind ;-)
Nun gut, ich habe mich, nachdem der letzte Besuch abgereist war, dran gemacht. Hier die Antworten:
A ist Peter Müller, »dä Aap«, Boxer aus Köln, auch dort gestorben und begraben, weltberühmt geworden durch seinen K.o.-Schlag gegen den Ringrichter 1952. 1953 spielte er vor einem Boxkampf in den USA auf seiner Mundharmonika das Horst-Wessel-Lied, in der irrigen Annahme, es handele sich um die deutsche Nationalhymne. Seine Tonaufnahmen deckt das gnädige Vergessen. Gelernt hatte er den Beruf des Melkers.
B ist Gerd Müller, »Bomber der Nation«, der nach seinem Siegtor bei der Fußball-WM 1974 seinen Rücktritt erklärte. Dabei soll auch die Verärgerung über den Ausschluss der Spielerfrauen beim Festbankett eine Rolle gespielt haben. Später hatte er wohl Alkoholprobleme, aber in den letzten Jahren geht es ihm wieder gut. In seiner Geburtsstadt Nördlingen ist ein Stadion nach ihm benannt. Mir ist noch eine Single »Dann macht es bumm« erinnerlich. Er war gelernter Weber.
C ist Ludwig »Lud« Müller, »Russen-Schreck« oder »Held von Augsburg«, der durch seine Siege im 5000- und 10000-m-Lauf anlässlich eines Länderkampfes gegen die Leichtathleten der Sowjetunion 1958 Entscheidendes zum Gesamtsieg beitrug. Sein erlernter Beruf war Maurer. (Dr. Sylvia Börgens/Wölfersheim)

Baumhausbeichte - Novelle