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Sonntag, 9. Nov., 12.15 Uhr (Nachtrag)

Aus meiner Antwort zur Mail von Leser Matthias Treimer (siehe “Mailbox”):   Ich respektiere Ihre Meinung, gebe auch gerne zu, manchmal arg polemisch zu argumentieren. Ich möchte aber
betonen, dass ich die Zustände in der alten Bundesrepublik, vor
allem auch im Leistungssport, ebenfalls immer scharf kritisiert
habe, dass ich in Sachen Doping keinen moralischen und faktischen
Unterschied zwischen beiden deutschen Staaten mache und dass ich
mir, auch durch den Nach-Wende-Kontakt mit hochklassigen
DDR-Sportlern, doch, glaube ich,  ein Urteil erlauben kann,
jedenfalls im Sport. Was mich am meisten ärgerte, als selbst davon
betroffener Sportler, war ja gerade der irrwitzige kapitalistische
Versuch, dem realsozialistischen Sporterfolg systemgetreu
nachzueifern, quasi mit totalitärem Anspruch.

Recht haben Sie aber sicherlich, dass ich das Alltagsleben in der
DDR nicht beurteilen kann, ich habe da nur “Grenzerfahrungen”, aber
gruselige. Hilfsbereitschaft und Mitmenschlichkeit sollen ja, im
Nicht-SED-hörigen und nicht Macht ausübenden Teil der Bevölkerung,
häufiger und tiefer verbreitet gewesen zu sein als bei “uns”.

Baumhausbeichte - Novelle