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Matthias Treimer: Falsche Darstellung des DDR-Sportsystems

Stein des Anstoßes, warum ich Ihnen wieder einmal schreibe, ist Ihre Meinung zum DDR-Sport. Ich finde es falsch, wie Sie das Sportsystem darstellen. Sicherlich gab es Ungereimtheiten, aber wo gibt es das nicht? Es wurde alles dem Erfolg/Sieg untergeordnet. Ist das nicht sogar kapitalistisch? Wird es in der jetzigen BRD nicht sogar jeden Tag im Alltag/ Beruf / Sport angewandt? Mit allen Mitteln zum Gewinn? Bin ich tragbar, wenn ich, egal wo, die Philosophie meines Arbeitgebers, meines Sponsors nicht vertrete? Da redet doch auch jeder nach dessen Mund. Ich glaube, dass ich mir auch ein reales Bild machen kann, da ich seit mehr als 25 Jahren in der Wetterau lebe. Sie, mit Verlaub gesagt, können nicht real über das DDR-System urteilen. Man sollte denen das überlassen, die dort auch gelebt haben. Ich finde es schon lächerlich, wenn Kollegen/ Freunde mir die DDR erklären wollen. Vielleicht sind Sie auch auf solche Möchtegernerzähler (Flüchtlinge/Übersiedler aus der DDR) reingefallen, die ,,totalen Scheiss« erzählt haben, um nur zu imponieren und anerkannt zu werden. Ich rede aus eigener Erfahrung. Ich will Ihnen aber schreiben, dass ich das System nicht zurückwünsche. Habe ja auch die ruhmreiche DDR verlassen. Ich habe auf beiden Seiten gern und guten Sport gemacht und bin mit heute 60 Jahren auch noch gut dabei. Natürlich mit den harten Trainingsmethoden von früher und nicht mit den Weicheianwendungen von heute. grins. (Matthias Treimer)

PS. Gern lese ich Ihren Anstoß, kenne Ihre Autobiografie und teile Ihre Meinung zu ca. 90% Aber DDR??????????????????????

 

(siehe dazu auch Blog vom 9. 11., Nachtrag 12.15 Uhr)

Baumhausbeichte - Novelle