Beitrag ausdrucken Beitrag ausdrucken

Sonntag, 2. November, 6.30 Uhr

Noch schlägt die innere Uhr im alten Sonntagrhythmus und fühlt sich verspätet. Ich habe ihr aber widerstanden und mich erst punkt sechsdreißig für den Blog angemeldet, der anderswo „das“ und bei mir nur aus purem Trotz „der“ heißt, aus dem gleichen hessischen Sturkopf heraus, der am Dienstag nach Ostern und Pfingsten Montagsthemen schreibt.

Vorhin habe ich, zeitvertreibend, schon mal gearchivt (nicht gegoogelt), was ich in früheren Jahren über Halloween geschrieben habe. Manches davon hatte ich schon vergessen, und da ich annehme, dass es dann die Leser noch eher vergessen haben, recycle ich etwas davon für die Montagsthemen. Witzigerweise stieß ich auch auf ein Zippert-zappt-Zitat aus meiner Zitatenkolumne „Ohne weitere Worte“, und da ich für die nächste OWW-Kolumne schon ein Zippert-Zitat zur Seite gelegt habe, weiß ich nun, dass der große Zippert ähnlich recycelt wie der kleine gw. Ach ja, da fällt mir ein: In einem Blog (von Niggemeier?) habe ich eine Fleißarbeit entdeckt, die einen bekannten Journalisten (Jürgs?) als Monster-Selbstrecycler vorführt („Flanellmännchen“?). Die drei Fragezeichen muss ich noch verifizieren, dann sind sie vielleicht auch ein Montagsthema.

Ganz sicher wird „FKK“ eins. Oder eines? In letzter Zeit zweifle ich bei den einfachsten Schreibsachen. Egal ob eins oder eines, es wird ein … Montagsthema. Nicht als Freikörperkultur, sondern als Kürzel für Fanmoral/Karrieresprung/Kloppirrtum. Ging mir zwischen Traum und Tag durch den Kopf, den schlaftrunkenen, dem ich das „FKK“ sich zu merken befohlen habe, um mich nachher, also jetzt, an die drei zusammengehörigen Montagsthemchen zu erinnern. Weitere Stichworte, hier schon mal notiert, damit sie nicht wieder aus dem Kopf wegeilen können: Stoppelkamp-Allee / Pechsteines … ha, hab ich wirklich geschrieben: Pechsteines. Eins oder eines? Eins natürlich, denn ich bin hoffentlich kein Pech-Steines, sondern es geht um Pechstein, also um Pechsteins monströses Selbstverständnis (dazu ein aktuelles Monster-Zitat). Das leitet vielleicht über zu Curling, Bahnradfahren, dem 50-km/h-Unfall, Bundeswehr und Kriege gewinnen. Außerdem: Red Bull, Google und Apple und dessen Chef („anders sein“ alleine ist noch kein Verdienst an sich), falls ich mutig bin noch ein englischer Marihuana-Wort-Gag aus der Bibel, gefunden bei einem amerikanischen Werfer-Facebook-„Freund“ („If a man lays with another man he should be stoned“), jetzt fällt mir auch ein neues deutsches Wort ein, gelesen kürzlich auf der Sauerlandlinie („Standstreifen-Ertüchtigung“) … ah, das aufwachende Köpfchen assoziiert weiter, da es zur Zeit das Walser-Tagebuch 1979/80 liest und gerade an eine Stelle gekommen ist, an der Walser über die immer knapper werdenden Bikinis sinniert (nee, das würde wohl zu vorpubertär, im „Standstreifen“ das „r“ zu verschieben …), lieber einen Schwenk zu Dirk Nowitzki, Tommy Haas und den Fragen für „Wer wird Millionär“ machen … aber ich merke schon, bei einem Blick ins nicht stockdunkle, sondern milchigdunkelgraue Draußen: Seltsam im Nebel zu mäandern, mit den Mini-Gedanken, viel zu viele für die „Montagsthemen“, da muss nachgedacht und ausgesiebt werden, aber erst mal Kaffee, Kucken. Knicks. Bis dann.

Baumhausbeichte - Novelle