Archiv für November 2014

Sonntag, 30. November, 8.00 Uhr

Ja! Es  funktioniert! Einziges Problem im Moment: Mit dem Laptop auf den Knien und ohne Maus schreibt es sich noch etwas mühsam. Wird auch nur kurz. Nachher will ich ein Foto machen lassen (von der KKK-Liebsten; hier bin ich für KKK zuständig), mit einem sehr kennzeichnenden Motiv, und dann die WBI-Superstars fragen, nicht: Wer bin ich? Sondern: Wo bin ich? Ohne weiteren Hinweis. Der genaue Ort muss es sein, kein Land, keine Landschaft. Wer mich findet, dem gebe ich einen ideellen Anerkennungspunkt außer Konkurrenz. Dazu muss ich es nur noch schaffen, das zu machende Foto vom Strand (das ist kein Hinweis, sondern wird offensichtlich sein) auf den Laptop zu bringen und von meinem privaten Mail-Programm an meine Anstoß-Adresse zu mailen, den sooo langen Tunnel zu öffnen und das Bild ins Blog-Programm zu laden.

Für mich überhaupt ein achtes Weltwunder, dass ich aus der Ferne die Meldungen der Nacht lesen kann (Dallas hat ohne den geschonten Nowitzki in Philadelphia gewonnen) und sogar die Zeitungsseiten für morgen einsehen kann und bearbeiten könnte.  Mal sehen … noch sind sie überwiegend leer. Noch ruht die Arbeit. Jungs, raus aus den Federn! Nehmt euch ein Beispiel am alten gw!

Veröffentlicht von gw am 30. November 2014 .
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Sport-Stammtisch (vom 29. November)

Eine seltsame Champions-League-Woche. Da spielt Bayern München wie … Borussia Dortmund in der Bundesliga. Bayer macht es den Bayern nach und schafft es ebenfalls, eine hoch überlegen geführte Partie zu verlieren, und der BVB wirkt auf seiner Lustspielwiese Champions League plötzlich wie … ein Tabellensechzehnter der Fußball-Bundesliga. Wer dies alles analysieren, erklären und einordnen kann – Hut ab! Ich kann’s jedenfalls nicht.
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Fehlt noch Schalke, das spielte wie …  überhaupt nicht. Schuld daran ist nicht der Trainer, dazu ist er viel zu kurz am Ruder. Dass Trainer-Anfänger Di Matteo bei der Amtseinführung trotz belangloser bzw. nicht vorhandener Referenzen als nächst Guardiola größte Bundesliga-Attraktion präsentiert wurde, das habe ich schon damals verwundert notiert. Wenn er ein Guter ist, wird er das erst nach der Winterpause beweisen können. Im Moment weiß man nur: Er ist kein Strohfeuer-Anblaser (einer dieser altvorderen Sorte hat soeben einen neuen Liga-Job übernommen).
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Jermaine Jones, auf Schalke vom Hof gejagt, ätzt und hetzt aus den USA gegen Manager Horst Heldt: »Wen machst du jetzt verantwortlich? Es ist schlimm, dass jemand einen Klub so ruinieren kann.« Für dieses Nachtreten von hinten kassiert Jones wieder die rote Stinkstiefel-Karte. Für den zweiten Satz auch zu Recht. Aber zur Verantwortlichkeit: Können nicht auch Stinkstiefel Recht haben? Langfristig ist immer der zuständige Sportboss für Erfolg oder Misserfolg verantwortlich. Es sei denn, er ist nur Sprachrohr des echten Bosses. Der steckt sowieso in einer Pechsträhne: Was wird aus Sponsor Gazprom? Was überhaupt aus dem Russland-Geschäft? Was aus dem Fleisch-Imperium, um das die Tönnies-Familie vor Gericht rangelt?
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Das fußballerische Potenzial bei Schalke ist jedenfalls größer als der sportliche Erfolg. Da dies schon lange der Fall ist, muss es einen Grund geben, der außerhalb des reinen Fußball-Könnens liegt. Ähnlich beim BVB, nur kann dort der aktuelle Schiefstand noch mit reinem Zufall erklärt werden, begünstigt von dadurch wachsender Verunsicherung. Verletzungspech kommt zwar hinzu, kann aber nicht alles erklären. Findet Borussia Dortmund in dieser Saison gar nicht mehr in die Spur, müssen sich auch dort die Verantwortlichen hinterfragen. Klopp tut das jetzt schon. Auch das ehrt ihn.
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Noch mal zum »Stinkstiefel«. Schönes, altes, böses deutsches Wort. Auch seine Synonyme haben es in sich: »Kotzbrocken« oder »Widerling«. Offenbar benötigt die deutsche Sprache keine Lehnwörter, um Fieslinge zu kennzeichnen. Auch das ein urdeutsches Wort, »fies« kommt von »vist«, das mein mittelhochdeutsches Wörterbuch mit dem lateinischen »crepitus« übersetzt. Warum das? Neugierig geworden, schlage ich im lateinischen Schulwörterbuch nach, das weniger großtantenhafte Umstände macht: »crepitus« = »vist« = »fies« = »Knall, Blähung« = Furz. Jetzt weiß ich auch, wie Hape Kerkeling auf sein legendäres »Hurz!« kam (ich könnt’ mich immer noch ausschütten) – weil es eine Verarschung war.
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Keine Verarschung: Aus Rücksicht auf die Gefühle von Muslimen entfernt Real Madrid das christliche Kreuz aus seinem Logo. Zwar nur im arabischen Raum, aber immerhin auch auf der gemeinsamen Kreditkarte mit dem neuen Real-Großsponsor »National Bank of Abu Dhabi«, die auch als Real-Mitgliedsausweis dient. Real ist sogar Wiederholungstäter: Der Klub wollte vor Jahren in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein milliardenteures ›Real Madrid Resort Island‹ bauen und dort in vorauseilender Unterwerfung das christliche Kreuz aus seinem Wappen entfernen. Mein Kommentar damals: »Geld stinkt nicht? Geld betet nicht.«
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Zum Schluss eine Einstimmung in die Adventszeit und schöne, alte Nikolausbräuche. Gerhard Polt erzählte  im letzten Jahr im SZ-Magazin-Interview, weit abseits seines “Nikolausi”-Sketches, wie er als Kind vom Nikolaus in den Sack gesteckt wurde: »Ich war irre vor Angst und habe geschrien. Es gab ein furchtbares Gelächter. Der Nikolaus – das war der Metzgergeselle aus Altötting – fand das toll, und die anderen fanden das auch toll, und dann die Idee, den Sack auch noch im Schweinestall aufzuhängen – die waren begeistert! Die fanden das alle sehr komisch. Ich kann leicht darüber reden. Aber das wird, solange ich lebe, hängen bleiben.«
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Gruselig. Das arme kleine Gerhardchen. Humor ist nicht nur Glücksache, sondern manchmal auch Körper- und Seelenverletzung. Humorbolzen im Sinne des Altöttinger Metzgersellen sind … Stinkstiefel, Kotzbrocken, Widerlinge, Fieslinge. Hurz! (gw)
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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt«  Mail: gw@anstoss-gw.de)

Veröffentlicht von gw am 28. November 2014 .
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Michael Franz: Zwei Anmerkungen

ad 22.11.: Unter den Autobahnplanern muss es einen Poeten geben! Noch besser als die von Ihnen benannte “Standstreifenertüchtigung” finde ich die “Lichtraumprofilverengung”, die (2012/13, glaube ich) mehrere Monate im Umfeld der Ausfahrt Hattenbacher Dreieck (Fulda in Richtung Gießen) zu berätseln war. Gemeint war wohl, dass - weil die Brückenpfeiler eingerüstet waren - das Sonnenlicht weniger Raum hatte, um durch das Profil der Brücke zu scheinen…
ad 24.11.: Sorry, falls längst von anderen betriumphiert: Aber da ist Ihnen mal einer Ihrer geliebten Bezugsfehler unterlaufen – nehme ich jedenfalls mal an (und – ich unterstelle mal – vielleicht sogar absichtlich!):
“Falls das stimmt, verwünsche ich sie (Vanessa Mae) als Fundamentalist der Fairness und Todfeind des Sportbetrugs mit den Worten von Hadschi…”
Als ehemaliger Deutsch-Leistungskursler aus einem Nachbarbundesland, in dem immer gelästert wurde, dass man in Hessen Appretur statt Abitur mache, deute ich Frau Mae als “Fundamentalist der Fairness und Todfeind des Sportbetrugs”. Um deutlich zu machen, dass Sie das aber sind, würde man mir zu Kommas oder Gedankenstrichen geraten haben.
Fundamentalist und Todfeind würde ich hier ohne Weiteres als zulässige geschlechtsneutrale Bezeichnungen einer Personengruppe a la Lehrer durchgehen lassen. Fundamentalistin und Todfeindin klängen nur albern. Und sie ist – pardon, Sie sind – nicht die/der einzige Fundamentalist oder Todfeind des Sportbetrugs.  (Michael Franz/Gießen)

Veröffentlicht von gw am 27. November 2014 .
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Mittwoch, 26. November, 11.30 Uhr

Der 35-25-15-5-Anstoß hat nur zwei Stunden online überlebt, dann musste ich ihn in den Papierkorb verschieben: Die Sportredaktion bringt ihn erst nächste Woche. Das wird dann mein einziger Beitrag sein, da unterwegs. Wo? Vielleicht schreibe ich von dort mal im Blog. Falls ich es technisch hinkriege. Sooo ein langer Tunnel in die Redaktion!

Da es bei solchen Pausen immer wieder besorgte Anfragen gibt und mir ein Hinweis im Blatt ebenso immer wieder peinlich ist, jetzt nur hier im Blog die Planung: Für Samstag kommt noch ein “Sport-Stammtisch”, die nächste von mir zu schreibende Kolumne sollen die “Montagsthemen” vom 8. Dezember werden, und dazwischen kommt irgendwann nächste Woche der “geschobene”.  Im Blatt steht natürlich jeden Tag ein “Anstoß”. Freuen Sie sich darauf, da sind gute Jungs am Werk (Mädels leider keine).

WBI-Auswertung ist beendet. 33 Zwei-Punkte-Lösungen, vier mit einem Punkt. Da der Gesuchte berufsbedingt viele Menschen getötet hat, würde ich beim “schönen toten Mädchen” auch andere Opfer akzeptieren (die ihm aber alle viel eher verziehen oder erst gar nicht übel genommen wurden), doch das akzeptieren wiederum die WBI-Profis nicht. Oder? Auch für die aparte Lösung mit Willi Bogner als Täter und Barbara Henneberger als Opfer müsste man eigentlich einen Originalitätspunkt geben. Die Auflösungs-Kolumne folgt, Grund siehe oben, erst übernächste Woche.

Veröffentlicht von gw am 26. November 2014 .
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Alfred Keil: Mein Feind Smartphone

Mein Feind Smartphone. Dieser
Text ist eine Enzyklopädie des Wissens und des Fühlens. Dafür möchte
ich Ihnen herzlich danken. Da ich selbst 14 Jahre lang eine
Zeitungskolumne geschrieben habe, bin ich Ihren Gedanken vielleicht
nähergerückt als die meisten anderen Leser. (Alfred Keil hinter den Weiden/Großen-Buseck).

 

Veröffentlicht von gw am 24. November 2014 .
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Baumhausbeichte - Novelle