Archiv für November 2014

Sonntag, 30. November, 8.00 Uhr

Ja! Es  funktioniert! Einziges Problem im Moment: Mit dem Laptop auf den Knien und ohne Maus schreibt es sich noch etwas mühsam. Wird auch nur kurz. Nachher will ich ein Foto machen lassen (von der KKK-Liebsten; hier bin ich für KKK zuständig), mit einem sehr kennzeichnenden Motiv, und dann die WBI-Superstars fragen, nicht: Wer bin ich? Sondern: Wo bin ich? Ohne weiteren Hinweis. Der genaue Ort muss es sein, kein Land, keine Landschaft. Wer mich findet, dem gebe ich einen ideellen Anerkennungspunkt außer Konkurrenz. Dazu muss ich es nur noch schaffen, das zu machende Foto vom Strand (das ist kein Hinweis, sondern wird offensichtlich sein) auf den Laptop zu bringen und von meinem privaten Mail-Programm an meine Anstoß-Adresse zu mailen, den sooo langen Tunnel zu öffnen und das Bild ins Blog-Programm zu laden.

Für mich überhaupt ein achtes Weltwunder, dass ich aus der Ferne die Meldungen der Nacht lesen kann (Dallas hat ohne den geschonten Nowitzki in Philadelphia gewonnen) und sogar die Zeitungsseiten für morgen einsehen kann und bearbeiten könnte.  Mal sehen … noch sind sie überwiegend leer. Noch ruht die Arbeit. Jungs, raus aus den Federn! Nehmt euch ein Beispiel am alten gw!

Veröffentlicht von gw am 30. November 2014 .
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Mittwoch, 26. November, 11.30 Uhr

Der 35-25-15-5-Anstoß hat nur zwei Stunden online überlebt, dann musste ich ihn in den Papierkorb verschieben: Die Sportredaktion bringt ihn erst nächste Woche. Das wird dann mein einziger Beitrag sein, da unterwegs. Wo? Vielleicht schreibe ich von dort mal im Blog. Falls ich es technisch hinkriege. Sooo ein langer Tunnel in die Redaktion!

Da es bei solchen Pausen immer wieder besorgte Anfragen gibt und mir ein Hinweis im Blatt ebenso immer wieder peinlich ist, jetzt nur hier im Blog die Planung: Für Samstag kommt noch ein „Sport-Stammtisch“, die nächste von mir zu schreibende Kolumne sollen die „Montagsthemen“ vom 8. Dezember werden, und dazwischen kommt irgendwann nächste Woche der „geschobene“.  Im Blatt steht natürlich jeden Tag ein „Anstoß“. Freuen Sie sich darauf, da sind gute Jungs am Werk (Mädels leider keine).

WBI-Auswertung ist beendet. 33 Zwei-Punkte-Lösungen, vier mit einem Punkt. Da der Gesuchte berufsbedingt viele Menschen getötet hat, würde ich beim „schönen toten Mädchen“ auch andere Opfer akzeptieren (die ihm aber alle viel eher verziehen oder erst gar nicht übel genommen wurden), doch das akzeptieren wiederum die WBI-Profis nicht. Oder? Auch für die aparte Lösung mit Willi Bogner als Täter und Barbara Henneberger als Opfer müsste man eigentlich einen Originalitätspunkt geben. Die Auflösungs-Kolumne folgt, Grund siehe oben, erst übernächste Woche.

Veröffentlicht von gw am 26. November 2014 .
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Sonntag, 23. November, 11.05 Uhr

Hat Spaß gemacht. Kommt nicht allzu oft vor, dass sich eine Kolumne wie von selbst und in einem Rutsch schreibt. Leise Bedenken: Wenn es derart mühelos geht wie heute früh mit den „Montagsthemen“, dann stimmt was nicht. Aber beim eigenen Geschriebenen bin ich ja immer Bedenkenträger: Wenn  ich stundenlang rumbossele, an jeder Formulierung feile, dann denke ich: Das liest sich zu mühsam, zu üwwerzwersch satzgebaut.

Auch wenn „ich nur Quatsch mache“ (in Anlehnung an Hüschs „Liedermacher“/wird die von der Chefin gewählte Überschrift zu meinem „progressiven Alttag“ für das Senioren-Journal am nächsten Samstag), so strengt auch dieser auf Dauer an: Letzte Woche „Montagsthemen“, „Ohne weitere Worte“, „Wer bin ich?“, „Sport-Stammtisch“, „Nach-Lese“ („Mein Feind, das Smartphone“) und „Mein progressiver Alttag“ (Redaktionsschluss war schon am Freitag), jetzt die „Montagsthemen“, ich bin leer im Kopf (ja, ja, ich weiß: Dauerzustand), und da sehe ich, dass die Medien-Lektüre gelitten und ich kaum brauchbares Material für die bis morgen zusammenzustellende nächste „Ohne weitere Worte“-Kolumne habe, das sich sonst fast von alleine im Lauf der Woche anhäuft. Da muss noch viel gelesen werden, damit sie gut lesbar wird, ist doch meine Lieblings-Kolumne. Aber nu is erst ma Schluss.

 

Veröffentlicht von gw am 23. November 2014 .
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Sonntag, 23. November, 6.45 Uhr

Kaum geschlafen. Zu spät geworden für mein Alter, und dann begann Jürgen von Manger, alle Schwiegermütter des Dorfes bei lebendigem Leib zu zersägen. Entweder tagte, nächtete das Katzenparlament, oder sie metzelten sich ab, was bei Katzen ja ähnlich klingt. Hoffentlich haben sich unsere beiden rausgehalten.

Für die „Das war’s“-Rückblick-Kolumnen, die ich seit – wie vielen eigentlich? – Jahren schreibe, habe ich den Januar fertig, mir jetzt aber überlegt, diese Tradition zu beenden. Neue Idee: Weil bei allen inflationären Rückblicken und auch bei denen von „Das war’s“ der Dezember zu kurz kommt bzw. oft gar nicht vorkommt, mache ich gar keinen Rück-Blick mehr, sondern einen Drauf-Blick,  aktuelle, tagebuchartige Momentaufnahmen an und von einigen Tagen im Dezember, über Sport, Gott und die Welt, wie im Blog eben. Ich glaube, ich mache es. An den „Das war’s“-Februar gehe ich jedenfalls nicht mehr ran.

Bei den Meldungen der Nacht springt mir gerade die aktuellste entgegen: Dallas verliert in Houston 92:95, damit ist in dieser Saison erstmals eine echte Dallas-Serie gerissen. Ansonsten kaum Schlagzeilen-Spektakuläres, aber interessante Hintergrund-Berichte, wie sie dpa oft des Nachts versendet und die fast genauso oft tags darauf nicht in den Zeitungen auftauchen – sie werden für Themen-Seiten zurückgelegt oder müssen den folgenden Tages-Aktualitäten weichen. Heute Nacht zum Beispiel: Macht Benedikt den Schattenpapst?  / Islamische Bestattungen ein Zeichen der Integration / BER erst 2018 fertig? / „Zorniger Kaktus“ wird am Tag der Gewalt gegen Frauen verliehen … nein, da muss ich mich verlesen haben: Am 25. ist der Tag gegen die Gewalt gegen Frauen, und den zornigen Kaktus kriege hoffentlich nicht ich. Mein Vorschlag: Statt mit zornigem Kaktus so wie die griechischen Götter den Teiresias strafen. Frage in meinem Sprachkalender: Welche Gestalt der griechischen Mythologie erhielt welche Strafe? Zur Auswahl stehen für Atlas, Tantalus und Teiresias, den Himmel auf den Schultern tragen zu müssen, nicht essen und trinken zu können, weil die Speisen vorher verschwinden, und schließlich (meine Lautschrift) „ton metamorfosan se jineka“. Diese Strafe erhielt Teiresias (die anderen beiden sind ja klar), denn er wurde in eine Frau verwandelt, was für die alten Griechen offenbar die ärgste aller denkbaren Plagen war. Obwohl – wenn ich mich in meiner griechischen Stammkneipe so umschaue, dann scheint das auch für neuere Griechen zu gelten. Als Superfeminist würde ich viele zornige Kaktusse auf die griechischen Götter werfen (Kaktusse tun in jedem Fall mehr weh als Kakteen).

Aber was haben die Götter bloß gegen Marco Reus? Eine Vermutung zu den Verletzungen des Überbegabten kommt in die „Montagsthemen“, dazu auf der Basis-Liste: Schweinsteiger, Katar, Vanessa Mae und noch einmal der Tipp für den einen und die andere aus der WBI-Runde, das schöne tote Mädchen nicht zu vergessen, denn für sie gibt es einen zweiten Punkt. Das war’s für heute früh, vorläufig.

Veröffentlicht von gw am 23. November 2014 .
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Sonntag, 16. November, 6.35 Uhr

Klare, schwarze Nacht. Kein Nebel, kein Mond. Nichts in der Mailbox, nur die Mitteilung von Herbert Burkert, Auszahlungsoffizier, der mir aus dem Ausgleichsfonds der Europäischen Union 2 Millionen Euro überweisen will, als Ausgleich „für alle Opfer der globalen Wirtschaftskrise“. Na prima, dann antworte ich ihm gleich mal und gebe ihm, wie gewünscht, alle meine Daten, damit die Überweisung schnell klappt.

Ich frage mich immer wieder, wer solche Mails verschickt. Kein Mensch auf der Welt wird dem Auszahlungsoffizier seine Daten mailen, das ist doch alles verlorene Betrügermüh. Ich nehme sogar an, niemand liest diesen Quatsch, sondern klickt ihn gleich in den Spam. Ich heute früh nur deshalb nicht, weil es seltsamerweise die einzige Mail ist und in der Eingangszeile dieses herrliche Wort steht: „Auszahlungsoffizier“. Das will ich mir merken. Gefällt mir fast so gut wie das zuvor für meine Lieblingsliste notierte Wort, die „Standstreifenertüchtigung“ auf der Sauerlandlinie.

Auch in den Meldungen der Nacht kein Material für eine Montagsthemenertüchtigung. Putin motzt, Klitschko haut … aber hier, das ist doch mal eine interessante Meldung von dpa: Es sind zwei handliche Kugeln von perfekter Form: aus reinstem Silizium, auf silbrigen Hochglanz poliert, scheinbar absolut glatt, eben und rund. Der geschätzte Wert: Mehr als zwei Millionen Euro. Mit diesen Kugeln wollen Wissenschaftler der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig in einem internationalen Projekt, an dem acht Metrologie-Institute in aller Welt beteiligt sind, das Kilogramm neu definieren. Sie haben Methoden entwickelt, mit denen sie die Atome in einer Siliziumkugel zählen und sie in eine Formel packen, die – weil sie auf Naturkonstanten beruht – überall auf der Welt gilt.
Dabei haben sie inzwischen eine Messgenauigkeit von acht Stellen hinter dem Komma erreicht, oder – anders ausgedrückt – die Messunsicherheit beim Kilogramm auf 30 Millionstel Gramm gedrückt. Damit haben sie die wichtigste Vorgabe erfüllt, die das Internationale Büro für Maß und Gewicht (BIPM) in Paris für die Neudefinition des Kilogramms gestellt hat.

„Metrologie“ – auch ein hübsches neues Wort für mich. Ich kannte es bisher nur mit dem innerwörtlichen Zusatz „eo“. Sorry, kleiner Scherz. Aber wohl keiner für die Kolumne, es sei denn, es böte sich eine hübsche Assoziation an. Überhaupt stapelt es sich in der Themenzettelkiste. Die Jubelstaude, die Involution, Gerhard Polts vor vielen Monaten für den 6. Dezember  zurückgelegte Angst vor dem Nikolaus, Neues von Florian Homm, Material für meinen nächsten  „progressiven Allttag“ (Seniorenjournal, muss ich in den nächsten Tagen schreiben) und für die Nach-Lese (Feuilleton, die Smartphone-Geschichte ist so gut wie fertig), die „Wetten dass“-Abschiedsfragmente usw. usw., aber eben alles nichts für die Montagsthemen.  Was haben wir bis jetzt dafür? Das:

Koch, Viren, Ullrich, Hall of Fame

Alonso, Vermummungs- und Vermundungsverbot

16:0, 13:0, geschieht euch recht, respektlos

Chr. Reif, Wirtschaft, Sportlotterie

Boris Palmer und die Pose

Marathon, Griechenland, Hunde, Klo

Ist doch schon was. Da muss sogar schon aussportiert werden. Ha, schöner Verschreiber: aussportiert. „Die Sportisten in der Zirkuskuppel – ratlos“ war mal ein sehr früher „Anstoß“ von mir. Den Titel „erinnere“ ich noch (die nicht reflexive Form hat sich modisch eingebürgert, kommt wohl aus dem Angelsächsischen), an den Inhalt erinenre ich mich kaum noch.

Apropos Smartphone. Alles abgesucht, in Geschäften nachgefragt, im Auto gesucht, im Keller, überall. Nichts. Gestern dann nochmals angerufen, mit dem Handy der KKK-Liebsten. Hatte ich schon am Tag zuvor gemacht, ohne Erfolg. Jetzt ruft sie an, eine mir bekannte Tonfolge klingt auf, aus ihrer Jackentasche, es dauert ein, zwei Sekunden, bis ich kapiere. Sie amüsiert sich wie Bolle, hat das Smartphone schließlich doch noch im Keller entdeckt, wo ich es aus irgendwelchen irrwitzigen und mir nicht mehr „erinnerlichen“ Gründen unter Kleiderstapeln verlegt hatte.

Ich könnte mich gerne noch weiter warmschreiben für die Kolumne, aber ich höre, dass KKK naht: Kaffee, Kuchen, Knicks.

Veröffentlicht von gw am 16. November 2014 .
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