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Ohne weitere Worte (vom 28. Oktober)

Kluges, Originelles, Peinliches, Schräges, Dümmliches, Erhellendes oder sonstwie Inter-essantes, gesucht und gesammelt in der deutschen Medienlandschaft.

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Beide verließen Mönchengladbach. Beide wurden vermögend und beide bedeutend: Netzer als Netzer, Heynckes als Trainer. (…) Sie schätzen sich, obwohl sie ziemlich verschieden sind. Netzer fuhr früher Ferrari, Heynckes fuhr nach Hause. (Süddeutsche Zeitung)

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»Die meisten Partien verlieren nach 50 Minuten an Tempo. Dann wird es mitunter vogelwild. Plötzlich rennt einer los, ohne Sinn und Verstand. Er versucht den Ball zu erobern, ganz allein, rennt quer über den Platz. Aber das ist klar, der Sauerstoffgehalt im Kopf lässt nach.« (Exnationalspieler Manuel Friedrich im taz-Interview über sein Engagement beim FC Mumbay City in der indischen Super League)

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Bob und Rodeln, das ist die gute Nachricht, sind noch immer nicht eingespart worden. Wäre ja blöd, denn was würde man dann mit all den Bob- und Rodelbahnen machen, die überall herumstehen und einen Haufen Geld kosten? (…) Wir freuen uns auf Doppel- und Dreifachsiege unserer Rodler. (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

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»Zunächst unterscheide ich zwischen Genussläufern, die keinen großen Wert auf die Zeit legen, sondern auf das Erlebnis, den ambitionierten Wettkämpfern, die (…) leistungsbezogen trainieren, und den Abgedrehten, die nicht wissen, was sie tun. Sie findet man vor allem bei den Stadtmarathons. Dort werden die Finisher-Zeiten nach hinten verschoben, auf sechs Stunden und mehr. Das heißt, dass jemand, der nicht gut trainiert ist, mit viel Spazierengehen die Chance bekommt, das Ziel zu erreichen. (…) Ich habe gehört, heutzutage muss jeder einen Marathon in seinem Lebenslauf haben. Das treibt die Massen dorthin, das halte ich für gefährlich.« (Sportwissenschaftler Oliver Stoll im FAS-Interview über Risiken und Nebenwirkungen beim Marathonlaufen)

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»Mit vier habe ich mit Ski angefangen, bis zur Teenagerzeit war ich jeden Tag draußen, immer an der frischen Luft. Von der Schule nach Hause, was essen, Ski-Sachen anziehen, los. Abends kam ich dann vollgepinkelt nach Hause, es hat so viel Spaß gemacht, dass ich einfach nicht aufs Klo wollte. Ich hatte schon eine sehr glückliche Kindheit.« (Schauspieler Sebastian Bezzel in der SZ-Serie »Fotoalbum« beim Betrachten eines Kindheitsbildes)

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»Wir haben vergessen, dass Management ursprünglich ein Begriff aus der italienischen Pferdezucht ist. Es heißt übersetzt: mehr aus einem Pferd herausholen, als in ihm steckt.« (Wolfgang Nowak, früherer Planungschef im Kanzleramt und danach Banker, im Zeit-Magazin über die Banker-Szene)

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Wo sind Sie selbst am schönsten? – »(…) Ich finde meinen Rücken am schönsten. Er ist eine der wenigen Stellen, an denen ich nie zunehme.« (Daniela Katzenberger, Privat-TV-Akteurin, im Welt-Interview)

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Apple und Facebook wollen ihren Mitarbeiterinnen in den USA künftig das Einfrieren der Eizellen bezahlen. Sind Mark Zuckerberg und Tim Cock moderne Feministen? – »Na ja, ›Aktion Lebensborn‹ hat besonders rassetypischen Frauen auch bevorzugte Versorgung mit Herrenmännchensamen verschafft.« (aus der taz-Kolumne »Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?«)

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Was macht Menschen hässlich? – »Der Charakter, und wenn dazu noch Mundgeruch kommt, ist alles aus!« (Katzenberger/Welt)  (gw) * (www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« /  Mail: gw@anstoss-gw.de)

Baumhausbeichte - Novelle