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Sonntag, 12. Oktober, 10.25 Uhr

Wutsch! Flutsch! Noch keine halb zehn, und “Montagsthemen” schon geschrieben, überprüft, auf die erste Sportseite und auch schon online gestellt. Persönliche Bestleistung? Falls ja, nur eine quantitativ messbare. Was lediglich eine Sekundärtugend ist. Über primärtugendhafte Bestleistungen entscheidet nur der Leser, der bei mir grammatisch nie, aber ansonsten immer vor allem die Leserin ist, liebe Bürgerinnen und Bürger, Emanzinen und Emanzen, Menschinen und Menschen.

Wer war’s eigentlich, der “Bürgerinnen und Bürger” phonetisch zu einer Silbe verschmolzen hat (“etwa so: “Bürgnn”. Nee, kunstvoller, ist schriftlich kaum nachzuahmen)? Ah ja, Koschwitz. Was macht der eigentlich? Hatte ich zuletzt auf dem Balkan auf dem Radar, Kroatien oder Kosovo oder so wo.

“Auf dem Radar” habe ich nur geschrieben, weil fast alle diese Modefloskel auf dem Radar haben. Bei mir einmal hier und nie wieder.

Ha! Habe mal kurz den Blog geschossen, bei Wikipedia nachgeschaut … noch mal Ha! … “Blog geschossen”?  … Hat mir Freud das eingeflüstert, weil ich einen Bock geschossen habe? Nein, angeblich gibt es ja keine Freudschen Fehler, das soll sich Freud nur ausgedacht haben … Satz neu beginnen: Habe mal kurz den Blog geschlossen, bei Wikipedia nachgeschaut, was Koschwitz heute so macht, und da wäre beinahe wieder Freud ins Spiel gekommen (dessen Fehler es ja gar nicht gibt), denn natürlich ist mir altem Hessen und HR-Hörer Thomas “Kuschelrock” Koschwitz näher als Hans “Silbenverschlucker” Koschnick. Der hat in diesem Jahr 85. Geburtstag gefeiert und eine Gemeinsamkeit mit Thomas Koschwitz: Beide sind noch aktiv, aber nicht mehr groß im Geschäft, daher hat sie kaum jemand noch auf dem Ra…tatata!

Übrigens habe ich beim überprüfenden Nachlesen der “Montagsthemen” einen Fehler korrigiert, der zum Freudschen(?) Verschlucken passt: Aus ”laustark” habe ich noch rechtzeitig “lautstark” gemacht. Aber das schöne Wörtchen  “laustark” ist notiert und in den Zettelkasten gelegt. Bei passender Gelegenheit wird es in der Kolumne wieder auftauchen. Wetten dass! Und das muss für heute genügen. Rentners Sonntagsvergnügen: Auf die Kolumnen-Kür folgt keine Zeitungsmacher-Pflicht, sondern Sonntagskür.

Nachtrag, Sekunden später: Sehe gerade, dass es schon kurz vor halb elf war. Mit zunehmendem Alter wird die Zeit eben schneller. Oder langsamer? Die ähnliche Frage werde ich mir in Kürze wieder stellen, wenn die Zeit umgestellt wird. Ist es dann, wenn ich nach Sommerzeit um halb elf fertig wäre, erst halb zehn oder schon halb zwölf? Alle Jahre wieder weiß ich es vorher nicht, merke es am Umstellungstag und vergesse es tags darauf wieder.

Letzte Anmerkung: Koschw.. nick war nicht in Kroatien oder Kosovo, sondern sonst wo, nämlich in Bosnien-Herzegowina (Mostar, die Brücke, der Anschlag usw.). So, jetzt aber Schuss! Äh, Schluss!

Baumhausbeichte - Novelle