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Achim Meisinger: Radi

Es ist schon lustig, wie sich Ihre Lieblinge und meine Idole aus vergangenen Zeiten hier und da miteinander decken und Sie mich dadurch immer wieder einladen, miteinander zu kommunizieren.

Ja, der Radi hat schon in seiner Zeit viel bewegt und ist, das können zumindest meine Sportfreunde bestätigen, einer meiner größten Sportidole geblieben. Er sicher auch der Grund dafür, dass zahlreiche Fußballfans aus den Glanzzeiten des TSV 1860 letztendlich  60 iger geworden sind. Während viele meiner Bekannten in der damaligen Zeit sich mit der Fohlenelf aus Mönchengladbach, mit der Frankfurter Eintracht oder gar mit den „ Roten“ aus der Säbener Straße anfreundeten , konnte ich diese Schritte gemäß  „ einmal Löwe, immer Löwe“ nicht vollziehen.  Stattdessen muss ich allerdings auch mittlerweile jahrzehntelang ein sportliches Schattendasein erdulden und stets hoffen und  bangen, wie das  an der Grünwalder Straße so weiter geht. Man kann das aber alles ertragen, wenn solche Sportgrößen wie eben Petar Radenkovic noch präsent sind.

Meine Radi Schallplatte hat  schon viele Kratzer und eine abgeplatzte Stelle, aber ich hab sie noch—wie eine Reliquie—aus längst vergangener Zeit. Die von Ihnen im Sport-Stammtisch sehr schön beschrieben  Stärken von Radenkovic  im Vergleich mit unserem aktuellen Nationaltorhüter habe ich übrigens bereits im Sommer während der WM in unserem Freundeskreis angesprochen und kann Sie darin nur bestärken.  Bei Youtube  gibt es in Mitschnitten aus dem Finale der Pokalsieger 1965 im Londoner Wembley Stadion gegen West Ham  United  zahlreiche Paraden und Ausflüge aus dem Strafraum  vom Radi zu bewundern. (Achim Meisinger)

Baumhausbeichte - Novelle