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Ohne weitere Worte (vom 7. Oktober)

Kluges, Originelles, Peinliches, Schräges, Dümmliches, Erhellendes oder sonstwie Inter-essantes, gesucht und gesammelt in der deutschen Medienlandschaft.
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Hamburg gewinnt in Dortmund, ein überraschenderes Resultat als ein positiver Vaterschaftstest von Ricky Martin. (…) Nicht traurig sein, liebe BVBler. Bald ist wieder Europacup. Und einen Champions-League-Sieger in der Zweiten Liga muss es ja auch irgendwann geben. (aus dem Livestream des Fußball-Magazins 11Freunde)
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»Männer (…) sind – wenn sie nicht gebildet sind – allein durch ihre Stärke und Aggressivität eine absolute Gefahr. Ein ungebildeter Mann ist gefährlich. Das weiß man nicht nur durch Beobachtung auf dem Fußballplatz.« (Udo Jürgens im Interview der Frankfurter Rundschau)
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Eintracht Frankfurt wurde mit der U15 im Sommer Süddeutscher Meister. Der beste Spieler, Renat Dadachev (damals 14), meldete sich unmittelbar danach ab. Er spielt jetzt bei RB Leipzig und es heißt, dass es der gesamten Familie inzwischen finanziell besser ginge. (Sport-Bild-Chefredakteur Alfred Draxler in Bild über »Das langsame Sterben der Traditions-Klubs«)
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Yann Sommer ist nach Benaglios Rücktritt die Schweizer Nummer 1. Packt er es bei Ihrem Ex-Klub Mönchengladbach? – »Kleine, langhaarige Torhüter aus der Schweiz scheinen in Gladbach gut anzukommen.« (Jörg Stiel, kleiner, langhaariger Ex-Torhüter aus der Schweiz, im Kicker-Interview)
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Oscar Pistorius, das war der Athlet, der sich in Interviews so nett und bescheiden zeigte wie der Junge von nebenan. (…)  Reeva Steenkamp war nicht nur ein Bikini-Modell (…), ein südafrikanischer Star. (…) Sie hatte auch einen Jura-Abschluss, nutzte ihren Twitter-Account für Aufrufe gegen sexuelle Gewalt, und sie war in Interviews nett. Ozzy und Reeva, für Südafrika war das wie David Beckham und Posh Spice mit einem Schuss Samuel Koch. (Süddeutsche Zeitung)
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»Das ist die Mannschaft der Oberrealschule Krumbach, nachdem wir völlig überraschend gegen den bayerischen Schulmeister aus Günzburg gewonnen habe. Das war im September 1958, da war ich 19. (…) So glücklich wie an diesem Tag habe ich mich mein ganzes Leben nicht mehr gefühlt.« (Ex-Bundesfinanzminister Theo Weigel in der SZ-Serie »Fotoalbum«)
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Vettel und Ferrari, zwei Gefallene, die einander wieder aufhelfen – das wäre eine Geschichte, die das Interesse am schnellsten Zirkus der Welt wieder ankurbeln könnte. (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung am 21. September – man beachte das Datum)
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»Heinz Erhardt (…) habe ich noch live gesehen. (…) War sehr nett, ein wenig scheu. Dagegen hatte er meist eine Thermoskanne mit Schnaps auf der Bühne. » (Otto Waalkes im Zeit-Interview)
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»Hat es, Herr Somoncu, mit dieser Integration deshalb nicht so richtig gut geklappt, weil die Deutschen Sie eigentlich nicht wollten?« – »Mit Ihrer Integration hat es nicht so richtig geklappt. Weil ich Somuncu heiße und nicht Somoncu.« (Dialog zwischen Maybrit Illner und dem türkischstämmigen Kabarettisten Serdar Somuncu, aufgezeichnet in der FAS)
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»Inzwischen würde ich sagen, ich verdiene eher den Nobelpreis als Grass.« (der Maler Georg Baselitz im SZ-Interview)
(gw)
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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« /  Mail: gw@anstoss-gw.de)

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