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Sonntag, 5. Oktober, 6.30 Uhr

Heute nicht der erste Frühaufsteher. Kurz nach fünf Motor(rad)geräusche, Vorausabteilung des Dünsberg-Mountainbikemarathons, offenbar Streckeninspizierung und -absperrung. Die ganze Strecke führt an meinem Garten vorbei. Nein. An meinem ganzen Garten führt die Strecke vorbei. Auch falsch. Also: Die Strecke führt direkt an Haus und Garten vorbei, etwa 70, 80 Meter lang. Nachher gibt es Konfliktpotenzial, wenn die Radler kommen, kann man nicht mehr aus dem Haus, sie stürzen sich von der Burg herunter, brettern mit einem Affenzahn vorbei, in Griffweite, und wenn man mit den Hunden raus will, gibt es einen Crash. Dieser Gefahr will man keinen … unserer beiden Hunde aussetzen. Heute wird es also früher KKK geben, damit die Liebste vor dem Startschuss AA und PP machen (lassen) kann.

KKK? Hab gerade mal gegoogelt, wegen der Kurden, die haben aber die PKK. Doch auch eine KKK (Koma Komalen Kurdistan). Und dann gibt’s noch den KKK (Ku-Klux-Klan) und die KKK (KleinKunst&Kultur). Ich warte aber auf KKK (Kaffee, Kuchen, Knicks).

WhatsApp: Kann ich jetzt auch. Heute Nacht Foto bekommen. Aus Samos. Grüße von meiner BBA (Beinahe-Besuchsanlaufstelle). Ach ja: Die Reise hätte doch noch klappen können, in der Griechenland-Zeitung gelesen, dass es ab Oktober eine neue Fährlinie gibt, von Piraeus nach Kavala, mit Stopp auf Samos. Zu spät. Schade. Das Samos-Foto (ein Kleinklo am Strand) kam nur mit dem Text: Gruß aus Samos. Ohne weitere Worte von der BBA. Sie weiß nämlich, aus vielen Erzählungen im trauten engverwandtschaftlichen KKK-BBA-Kreis, von meinen griechischen Kloerlebnissen. Griechenlandfahrer, die nicht gettoartig in großen Resort-Raumschiffen hausen, wissen nämlich, dass man (wg. dünner Leitungen) das Klopapier nicht ins Klo werfen darf, sondern in einen – meist offenen – Eimer legen muss. Was in öffentlichen Klos, zum Beispiel am Strand oder in Tavernen, zu aparten Bildern führen kann. Mal sehen, ob ich nach den heutigen Schreibarbeiten dazu komme, ein gewisses Foto zu suchen, zu finden, einzuscannen und in den Blog zu stellen. Sehr appetitlich. Unvergesslich: Wie ich, von einem allerdringendsten Bedürfnis (Olivenöl etc.) getrieben, in ein Dorfkafenion eile, darum bitte, aufs Klo zu dürfen, das direkt und halb offen neben dem Tresen ist, wie ich dann lautstark quasi am Gespräch teilnehme – und am Schluss kein Klopapier finde. Jedenfalls nicht dort, wo es zu sein hätte. Sondern nur dort, wo es gebraucht abgelegt wurde. Im überquellenden Eimer. Mehr möchte ich dazu selbst im Blog nicht schreiben. Sonst vergeht mir und Ihnen noch die Lust auf KKK.

KKK: Ein besonders lieber Leser hat berichtet, dass dieses Ritual auch bei ihm zu Hause abläuft. Unterschied: Den Knicks macht er. Ach, mach ich doch im Prinzip auch, ständig bin ich innerlich in Knickshaltung.

So, warmgeschrieben für die “Montagsthemen”, aber ohne Inspirationen für mich erzeugt zu haben. Blog diesmal kein Stein(es)bruch für die Kolumne. Soll ja keine Kotumne werden. Aber ich sehe gerade ein paar Minizettelchen. Habe ich gestern spät abends noch kurz notiert und fast vergessen. Was steht drauf?

Bei aller Sympathie für das stoische Stehaufmännchen …

BVB setzt seine altruistische Serie fort …

Krawalle in Kaiserslautern …

Ach sie gut dass niemand weiß.

Das sind schon mal vier Zettelthemchen. Ist doch eine gute Basis. Bis dann.

Baumhausbeichte - Novelle