Archiv für Oktober 2014

Sport-Stammtisch (vom 1. November)

Unglückszahl der Woche: 49. So viele Polizisten wurden in Köln von einem Doppel-Mob verletzt. Unter den hohlen Hools und extremen Rechten gab es offenbar keine Verletzten. Nach ihrem Selbstverständnis haben sie also 49:0 gewonnen. Dass das Verhältnis umgekehrt sein müsste, hat nichts mit Hooligans und Rechtsextremen zu tun (schließlich gibt es bei 1.-Mai-Randalen ähnliche Verhältnisse wie beim 49:0), sondern ausschließlich mit dem Gewaltmonopol des Staates zum Schutze der Gesellschaft.
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Paradox auch, dass Hools und Rechte den »schwachen« Staat gerade deswegen verachten, weil er sie nicht vermöbelt, sondern sich vermöbeln lässt. Tut Ihnen doch endlich den Gefallen! Versöhnt sie mit der Gesellschaft!
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Am Ende der Kölner Randale schallte Musik aus den Lautsprechern, die deeskalierend wirken sollte. Ein Pianist, der in selbstgestelltem Friedensauftrag die Brennpunkte des »Tagesschau«-Geschehens bereist (Kundus, Maidan, Taksim), spielte »Atemlos« von Helene Fischer. Deeskalation? Ich kenne den einen und die andere, die bei »Atemlos« schnappatmend erst so richtig aggressiv werden.
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Das sind aber keine Nationalspieler. Die lieben ihre Helene Fischer. Sie liebten aber auch Xavier Naidoo, ihre Helene des »Sommermärchens«. Naidoo sprach am Tag der Deutschen Einheit vor den rechtskonfusen »Reichsbürgern«, was ihm viel aufgeregte Kritik einbrachte. Ach, bitte nicht. Tiefer hängen! Naidoos verquaste Gedanken und Texte sind doch nicht ernst zu nehmen. So hat er sich schon einmal zum Rassismus bekannt, aber »ohne Ansehen der Hautfarbe«, und mit den »Reichsbürgern« teilt er die Überzeugung, dass noch die Gesetze des Deutschen Reiches gelten, da die Bundesrepublik mangels Friedensvertrag nicht existent sei. – Gesetze des Deutschen Reiches? Naidoo und die Kölner Chaoten, die ähnlich denken, würden sich wundern. Legendäre Anweisung von Gustav »Bluthund« Noske (SPD!) vom 9. März 1919: »Jede Person, die, mit der Waffe in der Hand, gegen Regierungstruppen kämpfend angetroffen wird, ist sofort zu erschießen.« Da sind mir unsere Gesetze doch lieber. Aber man sollte sie auch anwenden.
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Jene US-Amerikaner bleiben in jedem Fall straffrei, die im Berliner Olympiastadion den Führerbalkon an der Haupttribüne neu aufbauten. Die Täter sind des Rassismus und Neonazismus unverdächtig: Sie kommen aus Hollywood und drehen in Berlin einen Film über Jesse Owens.
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Obwohl … kurze Rückblende. Nach der Black-Power-Demo bei Olympia 1968 schimpfte ein prominenter US-Bürger: »Diese zornigen jungen Männer schwarzer Hautfarbe heizen das Klima an. Sie sind berufsmäßige Hasser. Wenn sie nicht ihren Willen kriegen, werfen sie Bomben.« – Wer sagt denn so etwas? Jesse Owens! Der war übrigens auch ein notorischer Aufreißer. Auf die Frage, warum er immer nur die weniger hübschen Mädchen bei Partys abschleppe, gab er die umwerfend ergebnisorientierte Antwort: »Ihr geht mit euren aus, ich geh mit meinen ins Bett.«
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Pep Guardiola hatte weder das eine noch das andere im Sinn, als er Bibiana Steinhaus antatschte. Die Szene, wie »Bibi« die Hand von »Pep« unwirsch wegwischt, wird in jedem Jahresrückblick auftauchen. Aber schauen Sie dann mal zu Thomas Müller, der daneben steht – dem legt sie gleichzeitig sanft die Hand auf die Hüfte …
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Schnell ein ganz anderes Thema. Otto A. Böhmer, auch als »Anstoß«-Autor langjähriger Wegbegleiter der Frankfurter Eintracht, macht sich »allmählich Sorgen«. Nicht nur, weil »diese Mannschaft kaum noch Identifikations-, geschweige denn Inspirationspotential bietet und zum Teil ratlos zusammengekauft wirkt«, sondern auch, weil »diese Eintracht merkwürdig rumpelig, ja: systemlos (??) spielt. Wenn man Schaaf zudem an der Außenlinie beobachtet, wo er, anders als zu seinen stoisch-ruhigen Bremer Zeiten, von spätem Bewegungsdrang erfasst wird, könnte der Verdacht, ihm setze insgeheim bereits Konzept- u. Ratlosigkeit zu, womöglich gar nicht so abwegig sein.«
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Otto A. Böhmer merkt auch an, Marco Russ »sollte von Bruchhagen einen Anschiss bekommen, seine Bemerkung in Richtung Jürgen Grabowski war absolut ungehörig«. Was hat Russ gesagt? Im Frust über eine »Bild«-Kolumne der Eintracht-Ikone: »Es bringt nichts, wenn so ein Voll-Experte wie Grabowski, der 1920 Fußball gespielt hat, sein Maul aufmacht.«
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Tja. In der Tat ungehörig. Und ungeschickt. Und unklug. Man beleidigt einen Grabowski nicht. Obwohl der Ärger über manchen anderen altvorderen »Vollexperten, der 1920 Fußball gespielt hat«, durchaus nachzuempfinden ist. Mittlerweile hat sich der Fußball zu einem echten Hochleistungssport entwickelt, den selbst herausragende Ex-Fußballer nicht mehr verlässlich fachlich kommentieren können, wenn sie nicht am Ball geblieben sind, zum Beispiel durch intensive Trainingsbeobachtung und neu zu erwerbende Kenntnisse über Trainingslehre und moderne Spielstrukturen.
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Das ändert aber nichts daran, dass Russ ungehörig, ungeschickt und unklug gesprochen hat. Man sagt nicht unbedacht alles, was man denkt. Absolute Ehrlichkeit gibt es nur in der geschlossenen Anstalt. Zu ergänzen wäre, auch in Bezug auf diese Kolumne (Helene F.!): »Absolute Einmütigkeit gibt es nur auf dem Friedhof« (Karl Marx). Hurra, wir leben noch! (gw)
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(www.anstoss-gw.de  Mail: gw@anstoss-gw.de)

Veröffentlicht von gw am 31. Oktober 2014 .
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Verletzungsbereitschaft (“Anstoß” vom 30. Oktober)

Mit den Verletzungen im Profifußball ist es ein Kreuz. Nicht nur, aber vor allem mit dessen Band. Doch nicht nur gerissene Kreuzbänder sind ein Gräuel, auch Sehnen (Beispiel: Patella am Knie) und Syndesmosen an Arm und Bein zwicken oder reißen gar. Diese Verletzungen gab es schon immer, manche wurden allerdings, wie bei der Syndesmose (deutsch: Bandhaft), erst durch moderne Methoden diagnostizierbar.
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Nun ist es im außersportlichen Bereich gang und gäbe, dass moderne Zeiten von modernen Malaisen begleitet werden. So nimmt am Jahresende die Champagnerkorkenblessur am Auge stark zu, auch das »Beefburgersyndrom« wurde schon in der medizinischen Fachliteratur dokumentiert – die Häufung von Verletzungen durch unvorsichtiges Hantieren mit dem Küchenmesser beim Trennen von gefrorenen Hamburger-Scheiben. Der Vollständigkeit halber sei auch noch einmal die legendäre Doktorarbeit über »Penisverletzungen bei Masturbation mit Staubsaugern« erwähnt.
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Aber im modernen Sport lauern andere Gefahren. Heftig diskutiert wird die Frage, warum es zu der Häufung von Verletzungen kommt. Mehrheitsmeinung: Überlastung durch zu viele Spiele und zu wenig Erholung. Meine Minderheiten-Ergänzung: Stimmt, aber gepaart mit zu wenig Aufbautraining und zu vielen außersportlichen Belastungen. Aber das ist heute nicht unser Thema. Sondern: Warum sind einige Profis oft, andere fast nie verletzt?
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Professor Armin Klümper, der seit Jahren im Ruhestand in Südafrika lebt, war nicht nur ein höchst umstrittener Freiburger Sportmediziner, sondern auch Mentor einiger der bekanntesten deutschen Sportärzte (hier keine Namen, denn der eine oder andere Promi des Metiers will heute nichts mehr davon wissen). Klümper galt zwar als Spritzenarzt, aber vor allem war er ein Spitzenarzt – Leistungssportler, die sich mehr als andere mit ihrem Körper und seinen Verletzungsmöglichkeiten beschäftigen, erkennen und spüren das besser als andere, zum Beispiel viel besser als manch kritischer Sportjournalist.
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Bereits im November 1980 schrieb Klümper für unsere Zeitung einen Exklusivbeitrag, den wir auf einer Sonderseite veröffentlichten: »Über die besondere Gefährdung des Bewegungsapparates im Leistungssport«. Darin nahm er schon fast alles vorweg, was heute Maßstab für Prävention und Rehabilitation ist, weit jenseits seines Donnerhall-Rufes vom Spritzenarzt mit dem »Klümper-Cocktail«. »Es gibt geradezu klassische, immer wiederkehrende Verletzungen, die ausschließlich auf unphysiologische Bewegungsabläufe zurückzuführen sind«, teils durch »insuffiziente Technik«. Nur zwei Beispiele: Der »Tennis-Ellenbogen« tritt »nahezu ausschließlich primär auf, wenn nicht konsequent mit gestrecktem Ellenbogen gespielt wird«, oder im Fußball »Pressschläge, die mit dem Innenrist erfolgen«.
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Aber ist wirklich alles Physiologie? Spielt nicht auch die Psychologie eine wichtige Rolle? Das ist jedenfalls die Überzeugung eines ehemaligen Physiotherapeuten aus der Fußball-Bundesliga. Seine Philosophie, die er für uns schon einmal zusammengefasst hatte: »Jede Verletzung ist letztendlich vermeidbar. Schicksalhaftes Pech gibt es dabei nicht, sondern nur ganz bestimmte Faktoren, die einen Körper oder Körperregionen verletzungsbereit machen – und dann kommt eben irgendwann dieser eine Schritt, dieser eine Körperkontakt, der dies alles zum Ausbruch bringt«.
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Jener »Physio«, der aus dem Mittelhessischen stammt, möchte »nicht in die esoterische Schublade gesteckt« werden, daher spricht er über sein »Stichwort Organsprache« und den »geistig-seelischen Zusammenhang mit einem körperlichen Defekt« nur sehr vorsichtig. So stehe das Kniegelenk in dieser Organsprache »für das Selbstverständnis, für das Ego, für den eigenen Stolz«. Wenn ein Nationalspieler aus der Bundesliga bei einem seiner Vereine Stress hatte, »endete das bei ihm immer im Knieschmerz. Er könnte sich ja auch einen Muskelfaserriss holen, oder die Achillessehne könnte reißen – aber es ist immer das Knie.«
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Daher beobachtete dieser Physiotherapeut aufmerksam, ob einer seiner Spieler nicht unbewusst in das zu ihm passende Krankheitsbild flüchtete. Er wollte helfen, »aus dieser Stress-Situation herauszukommen. Es ist erstaunlich, warum welche Spieler immer wieder mit den gleichen körperlichen Beschwerden reagieren. Da gibt es keine Zufälligkeiten.«
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Diese Psychosomatik (leib-seelische Wechselbeziehung), oder jene Theorie der unphysiologischen Bewegungsabläufe, oder die Überlastung, das Missverhältnis von Aufbau(-Training) und Raubbau, was führt letztlich in die Verletzung(sbereitschaft)? Vermutung: Alles hängt mit allem zusammen, und dann kommt auch noch der Zufall dazu. Es gibt eben keine Patentrezepte. Nicht einmal im Fußball. Das ist kein befriedigender Schluss, ich weiß. Aber das ist das Leben. (gw)
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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt«  Mail: gw@anstoss-gw.de)

Veröffentlicht von gw am 29. Oktober 2014 .
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Ohne weitere Worte (vom 28. Oktober)

Kluges, Originelles, Peinliches, Schräges, Dümmliches, Erhellendes oder sonstwie Inter-essantes, gesucht und gesammelt in der deutschen Medienlandschaft.

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Beide verließen Mönchengladbach. Beide wurden vermögend und beide bedeutend: Netzer als Netzer, Heynckes als Trainer. (…) Sie schätzen sich, obwohl sie ziemlich verschieden sind. Netzer fuhr früher Ferrari, Heynckes fuhr nach Hause. (Süddeutsche Zeitung)

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»Die meisten Partien verlieren nach 50 Minuten an Tempo. Dann wird es mitunter vogelwild. Plötzlich rennt einer los, ohne Sinn und Verstand. Er versucht den Ball zu erobern, ganz allein, rennt quer über den Platz. Aber das ist klar, der Sauerstoffgehalt im Kopf lässt nach.« (Exnationalspieler Manuel Friedrich im taz-Interview über sein Engagement beim FC Mumbay City in der indischen Super League)

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Bob und Rodeln, das ist die gute Nachricht, sind noch immer nicht eingespart worden. Wäre ja blöd, denn was würde man dann mit all den Bob- und Rodelbahnen machen, die überall herumstehen und einen Haufen Geld kosten? (…) Wir freuen uns auf Doppel- und Dreifachsiege unserer Rodler. (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

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»Zunächst unterscheide ich zwischen Genussläufern, die keinen großen Wert auf die Zeit legen, sondern auf das Erlebnis, den ambitionierten Wettkämpfern, die (…) leistungsbezogen trainieren, und den Abgedrehten, die nicht wissen, was sie tun. Sie findet man vor allem bei den Stadtmarathons. Dort werden die Finisher-Zeiten nach hinten verschoben, auf sechs Stunden und mehr. Das heißt, dass jemand, der nicht gut trainiert ist, mit viel Spazierengehen die Chance bekommt, das Ziel zu erreichen. (…) Ich habe gehört, heutzutage muss jeder einen Marathon in seinem Lebenslauf haben. Das treibt die Massen dorthin, das halte ich für gefährlich.« (Sportwissenschaftler Oliver Stoll im FAS-Interview über Risiken und Nebenwirkungen beim Marathonlaufen)

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»Mit vier habe ich mit Ski angefangen, bis zur Teenagerzeit war ich jeden Tag draußen, immer an der frischen Luft. Von der Schule nach Hause, was essen, Ski-Sachen anziehen, los. Abends kam ich dann vollgepinkelt nach Hause, es hat so viel Spaß gemacht, dass ich einfach nicht aufs Klo wollte. Ich hatte schon eine sehr glückliche Kindheit.« (Schauspieler Sebastian Bezzel in der SZ-Serie »Fotoalbum« beim Betrachten eines Kindheitsbildes)

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»Wir haben vergessen, dass Management ursprünglich ein Begriff aus der italienischen Pferdezucht ist. Es heißt übersetzt: mehr aus einem Pferd herausholen, als in ihm steckt.« (Wolfgang Nowak, früherer Planungschef im Kanzleramt und danach Banker, im Zeit-Magazin über die Banker-Szene)

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Wo sind Sie selbst am schönsten? – »(…) Ich finde meinen Rücken am schönsten. Er ist eine der wenigen Stellen, an denen ich nie zunehme.« (Daniela Katzenberger, Privat-TV-Akteurin, im Welt-Interview)

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Apple und Facebook wollen ihren Mitarbeiterinnen in den USA künftig das Einfrieren der Eizellen bezahlen. Sind Mark Zuckerberg und Tim Cock moderne Feministen? – »Na ja, ›Aktion Lebensborn‹ hat besonders rassetypischen Frauen auch bevorzugte Versorgung mit Herrenmännchensamen verschafft.« (aus der taz-Kolumne »Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?«)

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Was macht Menschen hässlich? – »Der Charakter, und wenn dazu noch Mundgeruch kommt, ist alles aus!« (Katzenberger/Welt)  (gw) * (www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« /  Mail: gw@anstoss-gw.de)

Veröffentlicht von gw am 27. Oktober 2014 .
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Dr. Hans-Ulrich Hauschild: Hölderlin, der BVB und die Eintracht

Mit dem Hölderlin – das ist so eine Sache. Ganz Unhölderlinisch formuliert. Ich erinnere mich, dass ich diesen Einwand – damals auf die Eintracht bezogen – schon einmal versucht habe. Ja, das stimmt, »Wo Gefahr ist wächst das Rettende auch«, damals führte ich das Zitat weiter, leitete aus Hölderlin den Abstieg der Eintracht ab, der auch sofort sich ereignete, und den unmittelbaren Wiederaufstieg, auch das trat ein. Beim BVB funktioniert das mit Hölderlin nicht, denn die Adler, die bei ihm gleich anfangs seiner Hymne Patmos eine Rolle spielen, sind auf Dortmund nicht anzuwenden. Sie sind keine Adler. O.K., Dortmund steigt nicht ab. Aber wie man sieht: es ist gefährlich, einen Bundesligaverein mit Hölderlins Patmos in Verbindung zu bringen.

Nah ist  

Und schwer zu fassen der Gott.  

Wo aber Gefahr ist, wächst  

Das Rettende auch.  

Im Finstern wohnen  

Die Adler und furchtlos gehn  

Die Söhne der Alpen über den Abgrund weg

(Dr. Hans-Ulrich Hauschild/Gießen)

 

Ich schaue im Archiv nach, und siehe da:  Dr. Hauschild (der über Hölderlin promoviert hat), schrieb vor drei Jahren (Mai 2011) am Schluss einer kleinen, feinen Patmos-Abhandlung tatsächlich: »Abstieg und sofortiger Wiederaufstieg  –  ob das die Eintracht-Fans tröstet?« Ich hatte es ganz vergessen. Kompliment unserem Leser. Aber diesmal, nach dem 4:5 gegen Stuttgart, bitte keine Wiederholung ….

Veröffentlicht von gw am 27. Oktober 2014 .
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Sonntag, 27. Oktober, 10.10 Uhr

Erst kurz nach zehn, und schon alles erledigt. Dank Zeitumstellung. Viel Zeit also, um noch Korrekturen fürs Blatt zu machen. Zuletzt hatte schon Walther Roeber auf das “cetero censeo” aufmerksam gemacht, aber wegen der Mailprobleme konnte ich die Korrektur erst lesen, als das “Klöpschen” (E.-L. Reuter) schon im Blatt stand.

Dass ich mit der Zeit falsch lag, hätte ich merken müssen. Denn der Körper lässt sich nicht durch Zeitumstellungen manipulieren. Jedenfalls nicht in einer gewissen Beziehung. Mehr nicht dazu, selbst ich pflege manchmal eine gewisse Demenz. Hab ich das jetzt wirklich geschrieben? Ja. Ehrlich. Also: eine gewisse Dezenz.

Der Themenzettel ist doch noch sehr schnell voll geworden, die “Montagsthemen” sind wieder viel zu umfangreich geraten, einiges musste draußen bleiben. Zum Beispiel: Warum sind manche Spieler fast immer, andere fast nie verletzt? Dazu habe ich einen sehr interessanten Grund buchstäblich auf Lager (habe mich an ein Gespräch mit einem Physio-Guru erinnert). Außerdem ebenfalls auf Lager: Assoziationen zu Jesse Owens, dessen Geschichte Hollywood derzeit verfilmt, auch in Berlin, auch im Olympiastadion, ohne blaue Tartanbahn (wird weggepixelt), aber mit nachgebautem Führerbalkon an der Haupttribüne.  Und: der Unfall unserer Gold-Bahnradlerin im Straßenverkehr, mit Tempo 50. Und: Demnächst regnet es 100-Jährige vom Himmel (nach Red-Bull- und Google-Weltrekorden). Vielleicht in dieser Woche in einem Zwischen-”Stammtisch”. Falls die Redaktion einen will.  Und jetzt gleich ab ins Bergische. Am Abend dann eventuelle Korrekturen. Bis dann.

Veröffentlicht von gw am 26. Oktober 2014 .
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Baumhausbeichte - Novelle