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Ohne weitere Worte (vom 16. September)

Kluges, Originelles, Peinliches, Schräges, Dümmliches, Erhellendes oder sonstwie Interessantes, gesucht und gesammelt in der deutschen Medienlandschaft.
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Marco Hagemann, den Kommentator des Spiels gegen Schottland, könnte man (…) als »unaufgeregt«, sachkundig und professionell loben. Das taugt als Qualitätszuschreibung aber auch nur, wenn man zum Vergleich heranzieht, wen ARD und ZDF bei solchen Gelegenheiten ans Mikro lassen (Steffen Simon und Bela Rethy zum Beispiel) (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
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Und nebenbei soll der Rückkehrer Kagawa auch als wandelndes Mahnmal fungieren: Jeder soll sehen, dass es in der Ferne eben doch nicht so schön ist wie in Klopps Biotop in Dortmund. (Süddeutsche Zeitung)
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In seinem Buch berichtet er unter anderem von den Begrüßungsritualen bei Werder Bremen nach seinem Wechsel von Borussia Mönchengladbach im Jahr 1987, an denen auch der aktuelle Eintracht-Trainer, Borowkas ehemaliger Bremer Abwehrkollege Thomas Schaaf teilnahm. Seinerzeit musste Borowka mit dem zweiten Neuzugang Karl-Heinz Riedle zwei Dutzend Kurze weg kippen und schaffte tags darauf nur unter größten Mühen die Teilnahme am Morgentraining unter Otto Rehhagel. (Frankfurter Rundschau)
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Ibrahimovic ist der schillerndste, schrillste, unbeherrschteste, unberechenbarste Fußballer der Welt. (…) Aktuell hat der Wunderstürmer (…) in einem Länderspiel gegen Österreich für Schlag-Zeilen gesorgt, als er Bayern-Profi David Alaba mit einem Ellbogencheck niederstreckte. Dass Ibrahimovic dafür nicht mal Gelb sah, erklärt man im empörten Österreich damit, dass selbst die Schiedsrichter Angst vor Zlatan dem Schrecklichen hätten. (…) »Alaba ist 1,50 oder 1,60 groß«, sagte Ibrahimovic. »Ich bin 1,95 Meter, da ist es normal, dass sein Kopf auf Höhe meiner Ellbogen ist.« (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)
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Als Maradona (…) in Dubrovnik eine Diskothek verließ, lieferte er sich auf der Straße eine wilde Schlägerei. (…) Auch im Monat zuvor war er schon auffällig geworden, als er (…) einem Journalisten eine Ohrfeige verpasste, weil der seiner Verlobten angeblich zugezwinkert hatte. Was die Frage aufwirft: Was würde eigentlich passieren, wenn, sagen wir, der Herr Ibrahimovic der Verlobten von Maradona mal zuzwinkern oder zuwinken würde? Wäre ein interessantes Experiment (…), zumal Maradona auch so alabamäßig zwischen 1,50 und 1,60 Meter groß sein dürfte. (FAS)
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»Ich selbst bin von der Autoren-Nationalmannschaft vor ein paar Jahren zurückgetreten. (…) In meinem Alter reißen die Kreuzbänder manchmal schon beim Warmlaufen. Außerdem habe ich bei einem Benefizspiel in und gegen Brasilien auf Vorlage von Bernd Schneider das 1:0 geschossen, mich gleich auswechseln lassen und nie wieder gespielt. Schöner kann man nur als Weltmeister aufhören.« (Filmregisseur Sönke Wortmann im SZ-»Wochenende«)
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Sie fahren seit Ihrer Jugend gern Rennrad. (…) Sind Sie schon ernsthaft gestürzt? – »Das hängt davon ab, wie Sie ernsthaft definieren. Meine Frau fand die Stürze ernsthaft genug. Ich hatte einige Knochenbrüche. Aber das ist manchmal unvermeidbar.« (Mario Greco, Chef des italienischen Versicherers Generali, im SZ-Interview)
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Empfinden Sie Nostalgie? – »Ach, Nostalgie ist auch nicht mehr das, was sie einmal war …« (Jane Fonda im SZ-Interview)
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»… Das war ein Witz!« (Fonda/SZ)
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Korrektur in den Aachener Nachrichten. »Der zitierte Satz muss natürlich ›Non scholae, sed vitae discimus‹ (›Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir‹) heißen.« (aus dem Spiegel-»Hohlspiegel«) (gw)
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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« /  Mail: gw@anstoss-gw.de)

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