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Doris Heyer: ALS im engsten Freundeskreis erlebt

Prima, dass Sie gesund wieder zurück sind. An den Veröffentlichungen der Mails an Sie kann man ja sehen, dass Sie, ohne sich abzumelden, vermisst werden, ist doch schön. Zu der jetzt schon fast ausufernden  Eiswürfel-Challenge kann man ja auch geteilter Meinung sein, aber ich habe es im engsten Freundeskreis erleben müssen, was diese Erkrankung bedeutet. Unser Freund starb vor 2 Jahren nach nur kurzer Erkrankung und kein Arzt der Welt konnte ihm sagen, an was er eigentlich erkrankt war, alle haben nur mit den Schultern gezuckt, auch das war schlimm. Zum Schluss wurde er gefüttert und wir haben ihm das Glas mit dem Strohhalm gegeben, damit er trinken konnte, denn die Arme konnte er nicht mehr heben und mit 66 Jahren mußten wir von ihm Abschied nehmen. Jetzt erfährt diese Erkrankung, die ja bisher wenig Aufmerksamkeit erfahren hat und auch keine Forschungsgelder zur Verfügung standen, wenigstens diese Akzeptanz, die ihr auch zusteht, hoffen wir, dass man dann in der Zukunft doch etwas findet, um den Erkrankten etwas mehr zu helfen, denn nach wie vor verläuft diese Krankheit tödlich. So, jetzt  Schluss mit diesem Thema und wir freuen uns auf ein paar schöne Spätsommertage, zumindest wurden sie uns ja angekündigt. Ich grüße Sie herzlich und hoffe für mich, dass die nächste “Wer bin ich” Runde nicht so schwierig wird. (Doris Heyer/Staufenberg-Treis)

Baumhausbeichte - Novelle