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Donnerstag, 21. August, 10.10 Uhr

“Beste Reste” zusammengestellt, hat richtig Spaß gemacht. Stau-Glosse, Guardiolas Appetit, Inuis Deutschkenntnisse – große Klasse. Das kann ich ohne zu erröten  lobend sagen, denn das Lob gilt ja den Kollegen, vor allem Tobias Rüther/FAS, aber auch Stefan Behr/FR. Zu lesen, auch online, frühestens nächste Woche. Denn dann bin ich auf dem Rad unterwegs, zwischen Nürnberg und Regensburg (nennt sich 5-Flüsse-Tour. Kennt sie jemand?), und die besten Reste dienen der Redaktion als Füller.

Einen Interview-Fetzen habe ich endgültig ausgemustert, er liegt seit Dezember 2013 im Zitatenschatzkästlein, ich traue mich nicht, denn falls tatsächlich noch Kinder Zeitung lesen (wie ich damals), könnten sie einen schweren sexualtraumatischen Schock erleiden. Ich weiß, ich weiß, das ist Quatsch, den Schock erlitten eher wir, wenn wir wüssten, was die Kleinen so alles im Internet und den sogenannten sozialen Foren treiben. Dann lesen sie und Sie halt hier:

 

Gibt es Rollen, die sie nicht spielen  würden?  “(…) Ich habe kürzlich ein Interview mit einer Schauspielerin  aus dem Film “Blau ist eine warme Farbe” gelesen. Das war furchtbar. (…)” – Was hat sie Schlimmes gesagt? – “Es geht in dem Film anscheinend um ein lesbisches Paar. Und es gibt wohl eine zehnminütige Sexzene, in der die beiden Latexschamlippen über ihren echten hatten, damit die dann da rumlecken können. Das finde ich schon so bizarr, dass ich das niemals machen würde. Der große Peter O’Toole ist vor ein paar Wochen verstorben, “a decent man in a decent job”. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der je an Latexschamlippen rumgeleckt hat. Jedenfalls haben die zehn Tage an dieser zehnminütigen Sexszene gedreht. Der Regisseur kann nur ein Schwein sein.” (Fabian Hinrichs, Schauspieler und künftiger “Tatort”-Kommissar, im taz-Interview)

 

Gereizt hätte es mich allerdings schon, die Latexschamlippen ins Blatt zu bringen. Am besten in “Ohne weitere Worte” auch als Überschrift, nur das eine Wort:

Latexschamlippen.

Morgen schreibe ich noch den “Sport-Stammtisch”, dann erst wieder eine Woche später den nächsten, dazwischen kommt von “gw” nur, wenn benötigt, die “Beste Reste”-Kolumne. Dies nur, um zur Besorgtheit neigende Leser vorab zu beruhigen, und auch nur im Blog, nicht im Blatt. Bis dann.

Baumhausbeichte - Novelle