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Sonntag, 10. August, 12.00 Uhr

Same procedure. “Montagsthemen” haben gut geklappt, soweit ich es selbst beurteilen kann (urteilen Sie selbst: “gw-Beiträge Anstoß”; bitte Klopse frühzeitig melden, damit ich sie fürs Blatt entklopsen kann).

Freiwillig rausgekürzt – weil ich noch weiß, wie sehr überlange Beiträge dem Seitenmacher (der ich mit Lust und Freude war)  das Layout erschweren können, vor allem, wenn redaktionelle Kürzungen tabu sind (Jungs, dieses Tabu gab es bei mir nie, aber schön, dass es für mich gilt, dank Eurem Respekt vor meinen schneeweißen Haaren oder vor was weiß ich vor was) – habe ich diese Passage, vielleicht bringe ich sie während der EM noch ins Blatt:

 

Wer die Starterlisten der Leichtathletik-EM sieht, denkt auch an gewisse Tricks, denn mancher bekannte weibliche Name fehlt. Beliebter und erfreulicher Abwesenheitsgrund: Schwangerschaft. Es gibt zwar keine Statistik dazu, aber nach dem empirischen Gefühl ballen sich die Schwangerschaften der Spitzenathletinnen zwischen den olympischen Jahren, und oft kommen sie mit gesteigerter Leistungsfähigkeit zu Olympia zurück.
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Hat was mit Hormonen zu tun. Aber warum auch nicht? Ist schließlich nicht zu vergleichen mit Hormontricks früherer Jahre, als manche Sportlerin nicht die Anti-Baby-Pille nahm, die zu ihrem Typ passte, sondern eine, die zur sportlichen Erfolgssteigerung führte. Aber das ist ein anderes Thema.

 

Vielleicht aber auch nicht, da mit meinem früheren Langzeit-Thema zusammenhängend; ich müsste mir zwar kein Tattoo stechen lassen, da das D.-Wort nicht vorkommt (erinnern Sie sich an die grausame Selbstverpflichtung?), aber ich habe es doch auch so was von leid.

In diesem Zusammenhang bin ich auch froh, dass die “Zeit”-Redakteurin (erinnern Sie sich auch daran?) vergessen oder mangels Relevanz darauf verzichtet hat, im Frühjahr, wie von ihr angekündigt, eine große Geschichte über das “Sport-Leben” (unter den Links rechts) und da vor allem über die Freundschaft mit R. (der dort Jan heißt) für das “Zeit-Magazin” zu schreiben. Ich bin ihr kein bisschen böse, sondern eher dankbar. Morgen will ich auch ein Zitat von ihr in “Ohne weitere Worte” bringen. Die “Zeit” hat einige ihrer Mitarbeiter über ihre Erwartungen und Hoffnungen für die Bundesliga-Saison schreiben lassen, und das, was A. K. schreibt, ist auch meine Hoffnung. Allerdings nur eine leise, denn so ganz realistisch ist das nicht. Zum Beispiel Gündogan: Ob er in seinem jungen Alter noch mal der alte Junge wird? Diese mysteriöse Verletzung – wenn ich noch die Vertrauenspersonen unter den kompetenten Ärzten hätte wie früher, würde ich sie fragen, ob man bei Gündogan ein Jahr hat schleifen lassen, um dann doch das, was sofort hätte geschehen können? sollen? müssen?, was aber zu dem Zeitpunkt als Keinesfalls-Lösung galt, mit einem Jahr Verspätung doch noch zu tun, oder ob die OP der letzte Strohhalm ist oder ob es andere medizinischen Erklärungsmöglichkeiten gibt.

Baumhausbeichte - Novelle