Beitrag ausdrucken Beitrag ausdrucken

Freitag, 1. Juli, 18.25 Uhr

Jetzt sollte aber alles gesagt sein, zumindest von mir. Im “Sport-Stammtisch” noch ein paar Bruchstücke aus dem geplanten, aber verworfenen ”Nach-Druck” verwendet, das muss nun wirklich genügen,  wenn ich noch mehr zu Paralympics/Rehm/Pistorius schriebe, könnte man ja vermuten, das Thema triebe mich manisch an. Vielleicht habe ich so sehr darauf rumgehackt, weil ich mich in der Argumentation so sicher auf der richtigen sportlichen Seite fühlte. War ein gutes Gefühl, nicht wie bei manchen meiner verwegen-angreifbaren Alleingängen, bei denen ich, assoziativ abdriftend, manchmal aus der geistigen Kurve zu fliegen drohe.

Die “Nach-Lese” stand früh online, Dr. Sylvia Börgens hat schon reagiert und einen Link geschickt, der zu Kunst/Wunst/Wulst Erschöpfendes bietet. Dr. Börgens ist übrigens auch die erwähnte Leserin, die vor zehn, 15 Jahren den “Wulst”-Anstoß gab. Sie gehört also zur ziemlich großen Kolumnen-Familie, die gw-Texten über Jahrzehnte treu geblieben ist. Und das ist, jetzt muss ich einmal ohne Flachs und Albernheit fast pathetisch werden, für mich Ehre und Ansporn.

Mit Flachs und Albernheit habe ich den letzten Satz im “Sport-Stammtisch” geschrieben. War richtig stolz auf den Gag. Ihn der allerliebsten Zielgruppe gezeigt. Mein größter Fan (ich ihrer auch) und schärfste Kritikerin rollt mit den Augen. Typischer Jungs-Witz, sagt sie, darüber lacht, wer auch über Pups-Witze lacht. Ich habe lange überlegt, den Satz zu ändern. Dann aber hielt ich mich an einen ehemaligen Bundespräsidenten: Auch Jungs-Witze gehören zu “gw”.

Baumhausbeichte - Novelle