Archiv für August 2014

Samstag, 30. August, 22.15 Uhr

Wieder da und gleich kurzfristig weg. Sonntagmorgen-Blog fällt daher aus, vielleicht melde ich mich am Abend noch einmal. Wenn ich mutig bin, mit der Eiswürfel-Challenge in der Netzwelt und dem Sauflauf (habe ich irgendwann mal im Blog schon erwähnt) im eigenen Dorf. Beide für einen guten Zweck. Ist ja klar. Original-Warnung auf dem Rad-Weg nach Hause: „Vorsicht, hier ist alles vollgekotzt!“

Ach ja: Eigene Challenge bestanden, ungekotzt: Montagsthemen in Rekordzeit schon online. Falls Eile-ohne-Weile-Fehler drin: bitte melden! Fürs Blatt kann ich morgen abend noch korrigieren.

Veröffentlicht von gw am 30. August 2014 .
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Donnerstag, 21. August, 10.10 Uhr

„Beste Reste“ zusammengestellt, hat richtig Spaß gemacht. Stau-Glosse, Guardiolas Appetit, Inuis Deutschkenntnisse – große Klasse. Das kann ich ohne zu erröten  lobend sagen, denn das Lob gilt ja den Kollegen, vor allem Tobias Rüther/FAS, aber auch Stefan Behr/FR. Zu lesen, auch online, frühestens nächste Woche. Denn dann bin ich auf dem Rad unterwegs, zwischen Nürnberg und Regensburg (nennt sich 5-Flüsse-Tour. Kennt sie jemand?), und die besten Reste dienen der Redaktion als Füller.

Einen Interview-Fetzen habe ich endgültig ausgemustert, er liegt seit Dezember 2013 im Zitatenschatzkästlein, ich traue mich nicht, denn falls tatsächlich noch Kinder Zeitung lesen (wie ich damals), könnten sie einen schweren sexualtraumatischen Schock erleiden. Ich weiß, ich weiß, das ist Quatsch, den Schock erlitten eher wir, wenn wir wüssten, was die Kleinen so alles im Internet und den sogenannten sozialen Foren treiben. Dann lesen sie und Sie halt hier:

 

Gibt es Rollen, die sie nicht spielen  würden?  „(…) Ich habe kürzlich ein Interview mit einer Schauspielerin  aus dem Film „Blau ist eine warme Farbe“ gelesen. Das war furchtbar. (…)“ – Was hat sie Schlimmes gesagt? – „Es geht in dem Film anscheinend um ein lesbisches Paar. Und es gibt wohl eine zehnminütige Sexzene, in der die beiden Latexschamlippen über ihren echten hatten, damit die dann da rumlecken können. Das finde ich schon so bizarr, dass ich das niemals machen würde. Der große Peter O’Toole ist vor ein paar Wochen verstorben, „a decent man in a decent job“. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der je an Latexschamlippen rumgeleckt hat. Jedenfalls haben die zehn Tage an dieser zehnminütigen Sexszene gedreht. Der Regisseur kann nur ein Schwein sein.“ (Fabian Hinrichs, Schauspieler und künftiger „Tatort“-Kommissar, im taz-Interview)

 

Gereizt hätte es mich allerdings schon, die Latexschamlippen ins Blatt zu bringen. Am besten in „Ohne weitere Worte“ auch als Überschrift, nur das eine Wort:

Latexschamlippen.

Morgen schreibe ich noch den „Sport-Stammtisch“, dann erst wieder eine Woche später den nächsten, dazwischen kommt von „gw“ nur, wenn benötigt, die „Beste Reste“-Kolumne. Dies nur, um zur Besorgtheit neigende Leser vorab zu beruhigen, und auch nur im Blog, nicht im Blatt. Bis dann.

Veröffentlicht von gw am 21. August 2014 .
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Montag, 18. August, 10.25 Uhr

Die Zitatenkolumne ist fertig und steht online. Wenn die Sportredaktion eine Zwischendurch-Kolumne möchte, stelle ich (für Donnerstag?) eine „Beste Reste“-Sommerauswahl zusammen, da sind einige sehr hübsche längere Stücke aufgelaufen.

Anmerkung zur aktuellsten Mail in der Box: Schön, dass unser Leser das „Versagen“ mit drei Fragezeichen verknüpft. Beide DLV-Werfer sind (noch?) keine stabilen Mitte-80-Werfer, da sind hohe 70er-Weiten Normalität. Wer von „Versagen“ spricht, hat eine seltsame und jedenfalls keine sportliche Sicht der Dinge. Dass sie nicht an ihre Leistungsgrenze kamen, lag sicher nicht am Belag, enttäuscht beide am meisten, ist aber kein „Versagen“. Woran es letztlich lag, weiß ich nicht, um das beurteilen zu können, müsste man viel näher dran sein, und vielleicht wissen es die Athleten und ihre Trainer selbst nicht. Das ist eben – Sport. Und, wie ich beim Schreiben feststelle,  dieses Blog-Fragment sollte in den Zettelkasten für die Samstag-Kolumne kommen.

Veröffentlicht von gw am 18. August 2014 .
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Sonntag, 17. August, 6.30 Uhr

Die Anfänge meines Blogs liegen so weit zurück, dass ich mich kaum noch daran erinnern kann. Sie liegen aber jedenfalls vor der Zeit, als Blogger begannen, Blogs zu schreiben. Eine Zeit, in der Zeitungsleser, die sich als Urlauber, beruflich oder als Auswanderer zeitweise oder ständig außerhalb unseres Verbreitungsgebietes aufhielten, von ihrer Heimatzeitung und daher auch von meinen „Anstoß“-Kolumnen abgeschnitten waren. Für sie stellte ich daher  alle Kolumnen, die ich schrieb, gleichzeitig ins Internet. Für eine sehr überschaubare Zahl von Lesern also, da nur für solche, die die Zeitung aus geographischen Gründen nicht lesen konnten und gleichzeitig schon Internet-aktiv waren. Diese waren aber sehr dankbar für den Service, und auch für mich war es sehr beeindruckend, wenn ich erfuhr, dass ehemalige Zeitungsleser, die jetzt z.B. in Südamerika oder Asien lebten, durch den „Anstoß“ heimatlich verbunden blieben und sich dafür herzlich bedankten.

Daraus entwickelten sich ein „Anstoß“-Archiv, Mail-Kontakte, eine Extra-Rubrik für meinen Freund Henni Nachtsheim (bzw. für seine Fans, die naturgemäß weit verstreut und nicht nur im Hessenland leben und in der Mehrzahl nicht zu unseren Abo-Lesern gehör/t/en) und schließlich meine Begleitartikel, die ich noch nicht „Blog“ nannte, weil ich gar nicht wusste, dass es so etwas gibt (gab es ja auch noch nicht, so weit ich weiß).

In den Anfangsjahren (ab jetzt muss ich mich mangels Wissen sehr amateurhaft ausdrücken) liefen die Texte über eine technische Schiene, die ich wie auch die folgenden Schienen-Wechsel, nicht durchschaute. Sie lieferte mir aber jeden Tag die Zahlen der tatsächlichen Leser, die langsam anstieg, von einstelligen über zweistellige bis zu dreistelligen Zahlen, die, wenn Hennis Kolumne eingestellt wurde, von den Badesalz-Fans explosionsartig auf bis vierstellig erhöht wurde. Nach einiger Zeit wurde alles auf eine andere Schiene umgestellt, und von einem tag zum anderen halbierten sich die Klick-Zahlen, was meine Skepsis gegenüber dieser Art Zählerei früh bestärkte, denn für die Leser hatte sich nichts geändert. Später, wieder auf einer neuen Schiene, außerhalb unseres Redaktionssystems, hatte ich keinen Zugriff mehr auf die Klick-Zahlen, und auch heute habe ich keine Ahnung, wie viele oder wie wenige Menschen den/das Blog lesen. Und das ist auch gut so. Das Problem, das für mich kein Problem ist: Als vor mittlerweile auch schon vielen Jahren die Schiene dran kam, auf der der Blog immer noch läuft, hatte unsere Systemtechnik damit gar nichts mehr zu tun, Klickzahlen zu ermitteln wäre zwar möglich, ist aber umständlich und ich verzichte auch gerne darauf. Ein echtes Problem aber: Auch aus diesen Gründen stehe ich technischen Problemen machtlos vis-a-vis, zum Beispiel den unterschiedlichen und manchmal nur unbequem zu lesenden Beiträgen in der „Mailbox“. Die kopiere ich nämlich von meiner Mailadresse gw@anstoss-gw.de direkt in die Mailbox, dort bearbeite ich sie (wenn nötig), und sie erscheinen in dem Format, das der Leser für sich gewählt hat. Ich könnte sie nur, und habe es, wenn ich die Zeit dafür hatte, auch schon getan, von der Mailadresse, die auch extern angelegt ist, in das Redaktionssystem senden, dort in einen Textrahmen stellen, bearbeiten und von da in die „Mailbox“ senden – ist mir fast immer zu viel Aufwand (sorry, aber das stimmt halt).

Langer Rede kurzer Sinn: Ein Leser hat sich wegen des letzten Beitrags von Walther Roeber (den er immer gerne liest) gemeldet und Vorschläge gemacht, wie man die Lesbarkeit des Schriftbildes verbessern kann. Ich habe die Mail an W. R. weitergeleitet, die beiden Leser hielten einen Dialog, den sie mich mitlesen ließen, dessen Fachlichkeit mich als IT-Laien aber überfordert. Ich vermute aber, dass die Mails bei mir bzw. nach der Übertragung in die „Mailbox“ um so lesbarer auftauchen, je weniger formatiert worden ist (am besten wohl nackischer Fließtext).

Wie wenig Ahnung ich davon habe, sehe ich auch daran, wie viele Zeilen ich jetzt schon vor mich hin geschrieben habe, die ein Kenner sicher in ein, zwei Sätzen zusammengefasst hätte.

Apropos Kenner: Mit der Passage im „Sport-Stammtisch“ habe ich offenbar einen Nerv getroffen. Es gab verhältnismäßig viele Zustimmungen, auch mündlich im Bekanntenkreis (aber kaum aus dem Kollegenkreis …). Eine Mail sticht heraus, ich werde sie (nach Blog, vor Kaffee und „Montagsthemen“) in die „Mailbox“ stellen und wahrscheinlich in der Kolumne erwähnen, auch wenn der Schreiber anonym bleiben möchte.

Noch ein kurzer Blick in die Meldungen der Nacht, jenseits der traurigen von Ebola und Krieg: „Bernd das Brot“ kehrt ins Kinderprogramm, die seit langem ausgestorbenen Quaggas (eine Art Zebras) als Rückzüchtung auf die Erde zurück, und Volker Lechtenbrink wird 70 und will wieder singen.

Wenn ich von Volker Lechtenbrink höre oder lese oder ihn im Fernsehen erlebe, muss ich immer an einen sehr frühen Fernsehfilm denken, in dem er einen Jungen (jungen Mann) spielte, der immer so aussah, als würde er ständig grinsen. Das brachte ihm enorme Probleme, zum Beispiel als Rekrut, denn dessen sie irritierendes Grinsen brachte Feldwebel-Typen zur Weißglut. Ich weiß nicht mehr viel von dem Film, auch nicht mehr den Titel („Der Grinser?“), aber unvergesslich bleibt die Grinse-Problematik. Auch weil ich bei mir selbst oft das Gegenteil feststelle, denn meine Normalmimik in Normallaune wirkt, als sei ich ständig grimmig schlechter Laune. Bin ich aber nicht. Jetzt zum Beispiel kommen Kaffee, Kuchen und Knicks, da werde ich sofort zum Volker.

 

Veröffentlicht von gw am 17. August 2014 .
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Samstag, 16. August, 10.40 Uhr

Zurück aus der  (bis auf migrantische Putzfrauen und ihren ebenfalls migrantischen Chef und fleißigen Mitputzer – wieder eines meiner Vorurteile widerlegt) menschenleeren Redaktion, wo ich einen hohen Zeitungsstapel abgearbeitet habe , in dem … wenn ich so weiter schreibe, verheddere ich mich in einem hypotaktischen Satzungetüm, also: Zurück aus der Redaktion, wollte ich mich soeben aufs Rad schwingen und eine kurze Tour machen, da kommt mir ein Telefonat dazwischen, und als ich wieder aufschaue, weil es plötzlich dunkel geworden ist, hat sich der schöne Sonnenschein in einen heftigen Regenguss verwandelt. Also kein Rad. Dafür Blog, bis es heller wird.

Das Fahren mit dem E-Bike hat einen unerwarteten Effekt. Ich hatte befürchtet, dass mein Fitness-Zustand darunter leidet, doch als ich jetzt wieder meine alte Trainingsstrecke mit dem Normal-Treckingrad fuhr, spürte ich keinen Unterschied zu Vor-E-Bike-Zeiten. Wahrscheinlich hat es sogar einen recht guten Trainingseffekt, wenn man oft und ausgiebig mit dem Akku-Rad fährt, den Akku aber nur an Steigungen einschaltet und so in einem gleichbleibenden Belastungsrhythmus fährt. Aber das ist nur ein Gefühl, ich bin kein Experte von Theorie und Praxis des Ausdauertrainings.

Dass aber auch Expertenwissen, oder gerade Expertenwissen, das Vermitteln von Fachlichem erschweren kann, habe ich heute morgen gesehen bzw. gelesen, in der eigenen Kolumne. Es kommt nicht so richtig auf den Punkt und könnte sogar verwirren, was ich über Stützabstoß, Umsprung, Stützbein, Stemmbein usw. geschrieben habe. Aber hätte ich auch noch darlegen sollen, dass aus dem Schwungbein nach dem Angleiten das Stütz- und am Schluss auch noch das Stemmbein wird, das zuvor, nach dem Angleiten, noch das andere Bein war? Bevor ich Leser und mich selbst verwirre, lasse ich es ganz, zumal ich die begründete Vermutung habe, dass es kaum ansatzweise interessiert.

Haben Sie Kathrin Klaas gesehen? Ein Energiebündel, hoch explosiv. Gestandene Blog- und Kolumnenleser erinnern sich vielleicht an meine schriftliche Begegnung mit ihr (Stichworte: Radtour, Aartalstrecke, tolles Schulstadion mit perfekten Hammerwurfring und -käfig mitten in der Provinz, meine Vermutung, für wen gebaut, K.K.‘ Protest). Ich hätte ihr die Medaille sehr gegönnt.

Zwar kamen noch keine Leser-Reaktionen (in Ferienzeiten bleibt die Mailbox sowieso oft leer) zum Kolumnen-Beitrag über den wg. Hemdausziehens disqualifizierten Läufer, aber ich glaube nicht, dass meine Meinung mehrheitsfähig ist. Doch die allgemeine und auch meine Vermutung, dass der Typ einen Hau hat, darf, meine ich, bei der Bewertung des Qualifikationsgrundes keine Rolle spielen.

Apropos Hau: In der Bewertung des Prozesses um einen Mann, der jahrelang in der Psychiatrie festgehalten wurde, habe ich nirgendwo gelesen, dass das Verhalten vor Gericht und die Taten, die  juristisch nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden konnten, zu der Befürchtung Anlass geben, dass der Freigesprochene nicht zum letzten Mal gerichtsauffällig geworden sein könnte … die Sonne! Ab aufs Rad.

 

Nachtrag 11.25 Uhr: Geschrieben, fertig zur Abfahrt, noch mal in die Mailbox geschaut – da ist doch was drin? Schöne Randbemerkungen von Walther Roeber. Stelle ich sogleich in die Mailbox. Dann aber los!

Veröffentlicht von gw am 16. August 2014 .
Abgelegt unter: Blog – Sport, Gott und die Welt | Kommentare deaktiviert für Samstag, 16. August, 10.40 Uhr