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Walther Roeber: Bisher nirgends ein Nachruf erschienen …

Ich leide an Entzugserscheinungen: zu wenig Schlaf, kein
Fußball-”Spiel”, und seit einer Woche keine einzige gw-Kolumne…

Da – zum Glück!- bisher nirgends ein Nachruf erschienen ist, hoffe ich,
dass Sie sich evtl. in eine Internet-WLAN-freie Zone

(vielleicht ein Trappisten-Kloster?) zurückgezogen haben und noch an den
letzten Fragen für das WM-WBI basteln, aber

die sollten eigentlich schon fertig im Zettelkasten liegen. Oder hatten
Sie einen Pedelec-Unfall?

Wie dem auch sei, ganz kurz ein paar Anmerkungen zu den letzten
Tagen/Spielen – und nicht nur Fußball.

Die dt. Mannschaft berappelt sich, vor allem wenn man bedenkt, dass sie
häufig nur mit 10 1/3 Spielern auf dem Feld

ist, denn einer wird immer nur mehr oder weniger mitgeschleppt; auf
seine “genialen Momente” wartet der

Zuschauer eher vergebens.

Auf das 2. Spiel am Freitag hatte ich mich eigentlich gefreut, dass es
eine solche Klopperei werden würde, hatte ich

nicht erwartet. Beide Seiten mit überhartem Einsatz und offenbar immer
bereit, mit offenen und versteckten Fouls

über alle Grenzen hinweg zu gehen. “Rollerball” und Gladiatioren-Kämpfe
lassen grüßen und die Zuschauer machen

kräftig mit, “panem et circenses” ist nah. Wenn es so weiter geht, wird
es bis zum Endspiel noch einige Verletzte geben,

und die Schiedsrichter tun nichts dagegen. Es bleibt zu hoffen, dass
Neymar gesundheitlich wieder hergestellt wird.

In Wimbledon gibt es bei Frauen und Männern ein relativ zeitiges
Favoriten-Ausscheiden, allerdings bleibt das Herren-Finale

ein interessantes; allerdings nur im Bezahl-Fernsehen.

Im Kreis gefahren wird auch, allerdings scheint da die Zeit nicht mehr
fern, dass die Fahrer überflüssig werden. Man “spielt” das

dann von der Box aus und schickt bei Bedarf noch ein paar Drohnen über
die Rennbahn.

Was die “Radtour durch Frankreich” in Schottland macht, ist mir nicht so
recht klar. Bemerkenswert allerdings die Teilnahme von

Jens Voigt! Und der hat kein Pedelec!

Ich hoffe, es geht Ihnen gut! (Walther Roeber/Bad Nauheim)

Baumhausbeichte - Novelle