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Er war’s: Jay Jay Okocha

»Irgendwann musste er ja mal drankommen … warte (ehrlich!) schon seit den ersten WBI-Rätseln auf ihn! (Dr. Joachim Bille/Reiskirchen) – »Sie als ewiger Fan – das musste ja mal kommen!« (Beate Miller/Rockenberg) – »Endlich haben Sie mal Ihren Zweit-Liebling im Rätsel untergebracht!« (Wolfgang Egerer/Rosbach-Rodheim), nämlich: »gw’s Ober-Spezial-Lieblings-Liebling Jay Jay Okocha. (Klaus Philippi/Staufenberg-Treis) – »Okocha, wer sonst? Ich habe das schon gedacht, als ich den Text gelesen habe – aber als ich den Vorspann gelesen habe, war erst recht alles klar!« (Gerhard Merz/Gießen)
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War’s leicht oder schwierig? Ansichtssache. »Diesmal erschien mir die Lösung wirklich einfach. Einer, der mir einen unvergesslichen Fußballmoment beschert hat. Olli Kahn träumt da bestimmt immer noch von! (Thomas Buch/Friedberg) – An dieses Traumtor denkt auch Uwe Paulus (Biebertal): »Leicht war diese Runde auf keinen Fall, leicht wäre es gewesen wenn Sie auf den 31. August 1993 im Frankfurter Waldstadion hingewiesen hätten …«
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»Ob es leicht oder schwer ist, liegt oft daran, ob man die richtige Idee hat. Diesmal fand ich es daher recht schwer«, meint Ulrich Hermann (Friedberg), den, wie einige andere, die Bemerkung vom Karriereende »in der Wüste« irritiert hatte. Doch »Hull« und auch Okochas Zweitname »Muhammed Yavuz« gehören zum unerheblichen Wikipedia-Wissen, das keinen echten Jay-Jay-Fan interessiert: Den islamischen Namen, der ihm wegen der Ausländerklausel auf seiner Station in Istanbul verpasst wurde, hat wahrscheinlich selbst Okocha vergessen (der sich vor dem Spiel immer bekreuzigte), und beim englischen Zweitligisten Hull City spielte er, längst verbraucht und verschlissen, nur noch ganz, ganz selten, und schon bald wurde ihm dort gesagt, »that he ist no longer needed«. Eine Majestätsbeleidigung, die nicht mal eine Übersetzung verdient hat. Sofort vergessen!
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»In ewiger Erinnerung« dagegen wird für Thorsten Düringer »Ihre damalige Aussage zum traurigen Zustand unserer Eintracht unter der Regie des ›Welttrainers‹ Jupp Heynckes bleiben, den sie kurz und knapp mit der ›Legatisierung der Okochas‹ beschrieben.«
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Auch Dr. Paul Limberg (Linden) erinnert sich: »Ihr Text kam mir an einigen Stellen bekannt vor. Das hatte ich irgendwo in ähnlicher Form schon einmal gelesen.« Richtig! Vor vielen, vielen Jahren in einer »Anstoß«-Kolumne oder kurz zuvor in der SZ-Jugendbeilage »jetzt«, aus der ich die Zitate mit freundlicher Erlaubnis des Autors übernommen hatte (Christoph Amend, vor seiner »jetzt«-Zeit freier Mitarbeiter bei uns und heute Chef des »Zeit«-Magazins).
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Damals hatte sich »Jay Jay Okocha über absonderliche deutsche Bekleidungsgewohnheiten gewundert, zum Beispiel das Tragen einer lila Jogginghose im Alltag. Das erinnert mich an die Aussage eines Hochelheimer Freundes, der in diesem Zusammenhang vom ›Hüttenberger Smoking‹ sprach, wenn er Landsleute in Jogging- oder Trainingsanzügen beim Einkaufen oder ähnlichen außersportlichen Gelegenheiten sah.« (Dr. Limberg). An den »Hüttenberger Smoking« (herrliches Wort!) erinnert sich auch Wilfried G.: »Ich behaupte, dass diese Frage für intensive gw-Leser recht einfach war. Seit Sie einmal vor längerer Zeit über diese ›Jogginghose‹ geschrieben hatten, habe ich nie mehr in diesem Teil das Haus verlassen.« – Ebenfalls herrlich! So schärft diese Kolumne sogar das Modebewusstsein ihrer Leser! Pech nur, dass Wilfried G. ein Flüchtigkeitsfehler unterlief – seine Lösung: Anthony Yeboah …
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Dankeschön für diese und manch andere Anmerkung zur Okocha-Runde, auch für dringende Appelle allgemeiner Art. So bittet Thomas Michel (Langgöns), »den ›Anstoß‹ in seiner ironischen, selbstkritischen, humorvollen, unterhaltsamen, anregenden, informellen Art genau so beizubehalten, wie er ist. Moralinsaure, überhebliche, bierernste, langweilige, nichtssagende Kommentare braucht doch keiner, oder?« I will do my very best.
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Für mich erstaunlich, dass 43 Leser Jay-Jay Okocha identifizieren konnten: Jost-Eckhard Armbrecht (X/Großen-Buseck), Dr. Joachim Bille (X/Reiskirchen), Dr. Sylvia Börgens (Wölfersheim), Helmuth Born (Karben),  Thomas Buch (X/Friedberg), Stefan Christen (Lich), Beate Dachauer (Niddatal), Thorsten Düringer, Wolfgang Egerer (X/Rosbach-Rodheim), Ralph Gerlach (Karben), Ulrich Hermann (X/Friedberg), Doris Heyer (Staufenberg-Treis), Andreas Hofmann (Bad Nauheim), Uwe-Karsten Hoffmann (Bad Nauheim), Ralf Kranich (X/Buseck), Andreas/Reinhold Kreiling (X/Gießen-Wieseck), Uwe Lemke (Wöllstadt), Dr. Paul Limberg (X/Linden), Gerhard Merz (Gießen), Thomas Michel (Langgöns), Beate Miller (Rockenberg), Stefan Mohr (Fernwald), Theo Nauheimer (Buseck), Dieter Neil (X/Großen-Buseck), Prof. Hannes Neumann (X/Linden), Uwe Paulus (Biebertal), Klaus Philippi (X/Staufenberg-Treis), Klaus Pradella (Heuchelheim), Walter Röber (X/Bad Nauheim), Jens Roggenbuck (Staufenberg-Mainzlar), Karola Schleiter (Florstadt), Rüdiger Schlick (X/Reichelsheim), Reinhard Schmandt (X/Pohlheim), Paul-Gerhard Schmidt (X/Mücke-Nieder-Ohmen), Jochen Schneider (X/Butzbach), Prof. Peter Schubert (X/Friedberg), Manfred Stein (X/Feldatal), Peter Storm (Wettenberg), Werner Trautmann (Friedberg-Dorheim), Horst Weitzel (Friedberg), Klaus-Dieter Willers (X/Hungen), Ingrid Wittich (X/Mücke-Merlau).
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An der Spitze der Gesamtwertung gab es wenig Bewegung. Gemeinsam mit je sieben Punkten führen die mit (X) Gekennzeichneten der Rundensieger. Gratulation und: Respekt!) (gw)

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