Beitrag ausdrucken Beitrag ausdrucken

Sonntag, 11. Mai, 15.45 Uhr

Beim Nachlesen der “Montagsthemen” (schon seit einigen Stunden online) wieder mal gedacht: Ist dieser Mix von Albernheit  und Ernsthaftigkeit noch altersgemäß? Nee, wenn ichs recht und nochmal überlege, stimmt das ja gar nicht. Ich versuche es genauer auszudrücken. Quatsch, “genau” ist nicht steigerbar. Also, ich versuche, es genau auszudrücken: Wenn ich es recht überlege, frage ich mich, ob diese Vermengung von Albernem mit Ernsthaftem, das manchmal gar nichts bedeutet, manchmal aber das Ernsthafte griffiger machen soll, beim Leser immer so ankommt, wie es gemeint ist. Ich vermute, nicht immer (was immer meine Schuld ist), hoffe aber: meistens. So oder so meine ständige Befürchtung: Da meine Art zu schreiben ein Balanceakt ist auf hohem Seil ohne Netz und doppelten Boden, besteht immer Absturzgefahr, erhöht noch durch latente Schusseligkeit. Manchmal denke ich: Ironie weg, Albernheit weg, chaostheoretische Assoziations-Girlanden weg, die von Mücken über Elefanten und den Sack Reis in China zurück zur Mücke führen, und dafür knochentrockene, prägnante, sachliche und grammatisch unverschwurbelte Kommentare schreiben. Da besteht keine Absturzgefahr. Macht aber nicht soviel Spaß.

Was meinen Sie?

 

Zu den letzten Kolumnen kamen sehr schöne Mails, einige habe ich in die “Mailbox” gestellt.

Anmerkung zur angekündigten Sonntagmorgenblog-Pause: Gilt nur für die beiden nächsten Sonntag, nur für den Morgen (ich will versuchen, abends den Morgen nachzuholen) und nicht für die Kolumnen im Blatt. Bis dann. Heißt: bis “Ohne weitere Worte”.

 

 

Baumhausbeichte - Novelle