Archiv für Mai 2014

Sport-Stammtisch (vom 31. Mai)

Die beachtenswerte Aktion von Kevin Großkreutz wird vielfach fehlinterpretiert. Nicht Volltrunkenheit, sondern eine »Femen for men«-Demo steckt hinter der Urin-Attacke in der Hotel-Lobby. Damit protestierte der Fußball-Ultra »unten ohne« gegen die neuen Benimmregeln am »Ballermann«, dem beliebtesten innerdeutschen Kicker-Treffpunkt, an dem Grölen, Pöbeln und Wildpinkeln ab sofort bestraft wird. Da fragt sich der Fan auf der Reise zur Saisonabschluss-Fete nach Mallorca: Was kann man denn dort sonst noch machen?
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Der »eigentlich gute Junge« (alle über Großkreutz) ließ sich die Solidarität mit seinen Gesinnungsgenossen etwas kosten: 50 000 Euro Strafe vom BVB – dafür kann man auf Mallorca 250 Mal an die Hauswand pinkeln.
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Falls es aber keine gutgemeinte Demo war, was dann? Überhaupt: Warum wird so viel wildgepinkelt? Juan Franch, Tourismusforscher an der Universität von Palma de Mallorca, kennt den sehr einfachen Grund (im »Reisen«-Ressort der »Zeit«): »Urlauber wissen, dass man nicht an Hauswände pinkelt. Es ist ihnen nur manchmal egal.«
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Noch ein Interpretations-Versuch: Haben Sie gesehen, wie eiskalt Klopp an Großkreutz vorbeigeschaut hat, als er ihn nach dem spielentscheidenden Fehler im Pokalfinale auswechselte? »Kloppo«, der väterliche Freund seiner Spieler, kann auch ein knallharter autoritärer Knochen sein, und Großkreutz weiß, dass selbst die wildesten Attacken seines Trainers gegen den vierten Offiziellen liebevollste Streicheleinheiten sind gegen das, was Kevin allein zu Haus beim BVB erwartet. Womöglich wollte er in einem Anfall von Rest-Mut nur beweisen, dass er sich vor Angst nicht in die Hosen macht, sondern wohin er will.
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Bei Löw kommt der gute Junge unrasiert und ungeschoren davon. Zwar hat der Bundestrainer schon manchen (Kuranyi! Kruse!) aus nichtigerem Anlass geschasst, aber auf den vielseitigen Großkreutz kann er wegen der prekären Verletztenlage einfach nicht verzichten (oder doch? Warten wir’s ab). Außerdem verkörpert der Dortmunder fast idealtypisch die vom DFB geförderte Multikulti-Gesellschaft: Er gehört zu einer großen kulturellen Minderheit, pflegt seine ganz eigenen Gebräuche, hat dringendsten Integrationsbedarf und ist in oberen Hierarchien unterrepräsentiert. In der obersten des Fußballs, der Nationalelf, hat er unter all den bestens integrierten braven Özils, Miros und Poldis ein echtes Migrations-Alleinstellungsmerkmal. Inklusion für Kevin!
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So, das Pinkel-Blödeln auf Stammtisch-Niveau sei damit beendet. Obwohl die staatstragend wirken sollende Reaktion des Kapitäns (Lahm: »Wichtig ist, dass er alles gibt für die Mannschaft«) nach der Frage schreit: Etwa noch mehr? Für die nötige Ernsthaftigkeit sorgt Lukas Podolski, der immer noch als scheinbar schlichter Kölscher Gaudi-Bub Unterschätzte. Er, der überhaupt keinen Alkohol trinkt und trotzdem zusammen mit Thomas Müller der Fröhlichste ist, verweist (in »Bild«) auf die Mitverantwortlichen: »Es ist passiert, aber das darf nicht noch einmal passieren. Beim nächsten Mal müssen auch Mitspieler eingreifen, wenn sie merken, dass zu viel Alkohol im Spiel ist.« Stimmt. Und wo waren sie?
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Großkreutz ist noch Löws geringste Sorge. Angeschlagene Stammspieler, mögliche negative Auswirkungen des schlimmen Unfalls auf die Spieler-Psyche, dazu die aufkommende Diskussion über Sinn und leistungsmindernden Unsinn dieser grassierenden Sponsoren-»Events«, dann auch noch die Brandmarkung als notorischer Raser und Wiederholungstäter, was schließlich kein Pipi-Delikt ist – es holpert und stolpert Richtung WM und hat nur einen Vorteil: An den Titel, den Deutschlands Erwartungshaltung schon als sichere Beute eingeheimst hatte, glaubt in der kippenden Stimmungslage kaum noch jemand. Gut so, um so unbelasteter kann er angestrebt werden. Der Titel. Für den kam nie nur Deutschland in Frage – aber auch. Immer noch.
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Hoffentlich gibt es wenigstens keinen »Minala«-Effekt. Denn wenn’s so richtig schiefginge, wäre »Minala« mein Synonym für eine hoffnungsvolle Fußballer-Generation, die schon vor der Reife verblüht. Der Kameruner Joseph Minala vom Klose-Klub Lazio Rom ist offiziell erst 17 Jahre alt, gerüchteweise aber schon 42, was jetzt dementiert wurde, obwohl er tatsächlich eher wie 42 aussieht. Im Fußball altern die Talente heutzutage nun mal schneller, und selbst ein jugendlich wirkender Beau wie Löw könnte in Brasilien ganz schön alt aussehen. Was wir aber nicht hoffen, ja, nicht einmal befürchten wollen. Dann spielt mal; schön!
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Jens Voigt ist schon 42, obwohl er deutlich jünger aussieht und vor allem fährt. Er genießt seine letzte Rad-Saison, auch, weil er weiß: Von nun an geht’s bergab, wie vom Tourmalet, und zwar ungebremst. Er weiß, was danach kommt: »Ich werde nur noch schwächer, langsamer und dicker.«
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Das Los des Leistungssportlers. Doch die Lebenskrise nach der Sportlerlaufbahn hat auch ihre Vorteile: Wenn andere in die Midlife-Krise kommen, hat man sie schon längst hinter sich. Ich weiß, wovon ich schreibe.
(gw)
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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt«  Mail: gw@anstoss-gw.de)

Veröffentlicht von gw am 30. Mai 2014 .
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Dr. Joachim Bille: Alles ok?

keine montagsthemen? (hatte mich nach dem großartigen stammtisch am samstag schon - wie immer -  drauf gefreut).  alles ok? 

hoffentlich einfach nur urlaub oder sonstiger rentnerstress...! (Dr. Joachim Bille/Reiskirchen)


Danke der besorgten Nachfrage. Da auch andere nachgefragt haben: Diesmal nicht von Esel oder Rad gefallen, keine Alterszipperlein, nur sonstiger Rentnerstress (angenehmer Art).

Veröffentlicht von gw am 26. Mai 2014 .
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Dr. Reiner Braun: Vorbildliche Fürsorge

Möglicherweise ist Ihnen diese anhängende, beeindruckende Meldung schon bekannt. Jedoch erscheint es mir wert, Sie
darauf hinzuweisen. Man konnte sie gestern Abend gegen 20 Uhr im HR-Videotext lesen. Etwa zwei Stunden später fand ich sie nicht mehr.
Es sind doch einige Tatsachen, die Erstaunen hervorrufen können. Zum einen ist es die großartige soziale Einstellung und die Fürsorge
des Bundesligavereins für seine Angestellten, die vorbildlich erscheinen.
Man setzt sich mit allen Mitteln für seine Spieler ein, die sich mit solch gravierenden Verletzungen, selbst an einem kleinen Finger, herumplagen müssen.
Besonders große Bedeutung kommt  dem  Ausflug des  Physiotherapeuten nach Südamerika in Anbetracht der möglichst raschen Heilung eines kleinen Fingers,
da dieser für einen Feldspieler beim Fußball neben seinen Beinen das spielentscheidende Körperteil ist. Es bleibt zu hoffen, dass die Zeit von etwa drei Monaten
für die komplette Rehabilitation ausreichend ist. (Dr. Reiner Braun/Heuchelheim)

 

FUSSBALL: Eintracht-Verteidiger Carlos Zambrano hat sich einer längst fälligen Operation am linken kleinen Finger unterzogen und muss ein Reha-Training absolvieren. Wie die “Bild”-Zeitung meldet, reiste Eintracht-Physiotherapeut Ralf Ochs dafür nach Peru, wo Zambrano derzeit Urlaub macht.

 

Herrlich! Dankeschön. Kommt in den Themenkasten für die Samstag-Kolumne.

Veröffentlicht von gw am 26. Mai 2014 .
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Ohne weitere Worte (vom 27. Mai)

Kluges, Originelles, Peinliches, Schräges, Dümmliches, Erhellendes oder sonstwie Inter-essantes, gesucht und gesammelt in der deutschen Medienlandschaft.

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Englands Auswahl (…) beruhigte der Politiker (…) so: »Ich glaube nicht, dass die Engländer auf größere Risiken treffen als im Irak oder in Afghanistan, wo sie zuletzt Hunderte junge Soldaten verloren haben.« Es gebe sogar einen englischen Friedhof in Recife. »Ich denke nicht, dass sich dessen Bevölkerung während der WM erhöht.« (Süddeutsche Zeitung über Brasiliens Sportminister Aldo Rebelo)

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»Als Poldi 2012 nach London kam, war ich ja schon ein Jahr hier und habe ihm gesagt: Lukas, England ist super, aber zieh bloß nicht in ein frei stehendes Einfamilienhaus – im Sommer ist alles schön, aber im Winter kommt der Wasserrohrbruch.« (Per Mertesacker im Zeit-Interview)

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Die unglaublichste Leistung der 51. Bundesligasaison hat ohne Zweifel Josep Guardiola vollbracht. (…) Mit seinem erstaunlichen Barca-Fußball hat er mich als aufrechten Bayern-Hasser so weit gebracht, dass ich mich über die Tore des FC Bayern gefreut habe. (aus der taz-Analyse der Bundesligasaison)

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Dürfen Spieler in Zeiten des Konzeptfußballs nicht mal mehr sagen, dass auch Trainer Fehler machen? – »Löw hält seit zehn Jahren an mir fest, da kann ich keinen Fehler finden.« (Mertesacker, lachend/Zeit)

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»Bei der Nationalmannschaft gibt es (…) eine Bücherkette. Die beginnt bei Oliver Bierhoff, geht dann zu mir (lacht) … und reißt da ab.« (Mertesacker/Zeit)

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»Armenisch spreche ich, weil ich Armenier bin. Französisch kann ich, weil ich in Frankreich gelebt habe, Englisch hatte ich in der Schule, Russisch auch (…). Und Portugiesisch habe ich bei einem viermonatigen Aufenthalt in Brasilien gelernt. (…) Nächstes Jahr werde ich auch Deutsch sprechen – hoffe ich.« (Henrich Mchitarjan im FAZ-Interview)

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Auslöser für den Streit: ein (…) Foto auf dem Instagram-Portal der Geliebten, auf dem sie gemeinsam mit Johnson zu sehen ist. (…) Bei einer vermeintlichen Entschuldigung legte Donald Sterling (…) noch einmal nach: »Der große Magic Johnson! Was hat er schon für schwarze Menschen getan? Nichts! Welcher Mensch fährt in jede Stadt, hat Sex mit jedem Mädchen und holt sich dabei HIV? Ich denke, er sollte sich schämen.« Johnsons Reaktion: Er kommt zum Spiel der Clippers und lächelt. Eine großartige Geste – aber womöglich auch Teil eines Manövers, um Eigentümer der Mannschaft zu werden. (SZ zum Rassismus-Skandal um den Besitzer des NBA-Teams)

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»Man benutzt das Wort Liebe für so vieles, aber zu einem Pferd gehört es nicht. Ich sage: Ein Pferd ist ein Partner (…). Und trotzdem ist in dieser Partnerschaft wichtig, wer bestimmt. (…) Viele Unfälle, die im Freizeit- und Breitensport stattfinden, gehen darauf zurück, dass der Partner Pferd zu stark vermenschlicht wird.« (Klaus Martin Rath, Vater und Ausbilder des Totilas-Reiters und Ehemann der Mitbesitzerin, im FAZ-Interview)

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»Das Besondere an Snowden ist nur, dass er der Welt davon erzählt hat. Ich würde darauf wetten, dass man fünf weitere Personen finden könnte, die dieselben Daten gestohlen haben. Nur dass die sie weiterverkauft haben, statt der Welt davon zu erzählen. Das ist die wahre Torheit der NSA.« (US-Informatiker Alex Pentland im Spiegel-Interview)

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Nach der Wahlniederlage (tat Westerwelle) noch monatelang, als sei er der Außenminister. Wie ein geköpftes Huhn flog Westerwelle einfach weiter von Land zu Land (…). Genscher lobte: »Westerwelle kann das Amt erhobenen Hauptes verlassen.« (Fr. Allg. Sonntagsz.) (gw)

* (www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« /  Mail: gw@anstoss-gw.de)

Veröffentlicht von gw am 26. Mai 2014 .
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Sport-Stammtisch (vom 24. Mai)

Thomas Schaaf startet mit viel Vorschusslorbeer. Dass in seinen späten Werder-Jahren trotz aller Wertschätzung die Kritik immer lauter wurde, wobei häufig die Vokabel »veraltet« fiel, diese leise Skepsis vertreibe ich mit der Vision eines alten grün-weißen Bildes in neuen Farben: Ein Flugzeug landet auf Rhein-Main, oben öffnet sich die Dachluke der Pilotenkanzel, ein strahlender Schaaf hievt sich heraus und schwenkt die rotschwarze Eintracht-Fahne.
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Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen, sagt Helmut Schmidt, norddeutscher Bruder im knochentrockenen Bruchhagen-Schaaf-Geiste. Also begnüge ich mich mit der Hoffnung, die als geflügeltes Wort aus dem Süden der Republik kommt: »Geht’s raus und spielt’s Fußball!« Und egal ob mit Umschalt- oder Ballbesitz-Fußball, Hauptsache, immer schön weit vor dem Abstiegs-Strafraum.
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Schon sind wir bei den Bayern. »Der war nie im Leben drin«, so etwas kann nur eine Frau sagen. Und auch nur im »taz«-Cartoon (im Bett liegend, »danach« zu ihrem Partner). Allen anderen ist klar: Der war drin, drinner geht’s nicht. Selbst die Münchner Lokalzeitung weiß: »Hätte Meyer den Treffer gegeben – die Partie wäre vermutlich anders zu Ende gegangen« (»Süddeutsche Zeitung«).
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Ein echter Skandal, ein sehr großer sogar. Doch mit einer ungewöhnlichen medialen Behandlung: Er wird nicht noch aufgebauscht, sondern eher kleiner geschrieben. Aus scheinbar gutem Grund: Die Bayern waren besser, sie hatten den Sieg verdient. Was soll’s also? Doch Vorsicht, »verdient« ist im Fußball kein Kriterium, denn sonst gäbe es keine »Helden von Bern«, sondern einen Weltmeister Ungarn.
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Den Aberwitz, durch Festhalten an vorsintflutlicher »Tatsachenentscheidung« die Tatsachen auf den Kopf zu stellen, muss man nicht einmal an Hummels echtem Tor festmachen, es genügt der Rückblick auf das fast schon vergessene falsche von Kießling – es verhalf letztlich Bayer Leverkusen in die Champions League. Statt VW Wolfsburg. Was wiederum »verdient« ist. Aber da beißt sich jetzt die Katze in den Schwanz.
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Hochnäsige Kritiker spotten, die »Tatsachenentscheidung« sei nicht das einzig Vorsintflutliche im und am Fußball. Trainings- und Taktikanspruch seien jedenfalls nicht zu vergleichen mit anderem Sport. Oder hat man jemals bei Basket-, Hand- oder Football gesehen, dass sich mehr als die halbe Mannschaft gegen Spielende in Krämpfen windet? Andererseits: Die mit deutlich mehr Krämpfen hat gewonnen. Aber doch nur wegen eines nicht gegebenen Tores? Nein, weil sie den Sieg verdient … und die Katze kreiselt um sich herum, in den eigenen Schwanz verbissen.
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Am Ballbesitz-Fußball ist nichts auszusetzen außer den zumeist belanglosen statistischen Vergleichsquoten. Vielleicht ist er sogar das erfolgversprechendste System und ein Annähern des Fußballs an höher entwickelte Sportarten. Die sind aber wieder längst einen Schritt weiter: Zeitspiel! Es soll den Sport für die Zuschauer attraktiver machen. Handball ohne Zeitspiel-Regel zum Beispiel wäre eine recht langweilige Angelegenheit.
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Für Pep Guardiola bedeutet Ballbesitz totale Kontrolle. Manchmal weiß man aber nicht, wer wen total kontrolliert. So listete »Bild« gerade »das Milliarden-Imperium der Wüsten-Scheichs« aus Katar auf. Auch mit diesem Beispiel: »Frankreichs Fußballklub Paris Saint-Germain kontrolliert das Emirat komplett.«
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Apropos Kontrolle: Unsere Gießener Stadtredaktion ließ mir als Liebhaber solcher Subjekt-Objekt-Vertauschungen diese Original-Polizeimeldung zukommen: »Vier Männer kontrollierten die Gießener Beamten am Freitag. Diverse Lebensmittel und Bekleidung stellten sie dabei in ihren Taschen fest.«
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Verbale Real-Satire der ganz anderen Art: Jürgen Kessler, der Leiter des Deutschen Kabarettarchivs, fordert im »Spiegel«-Interview, Satire in die »Unesco-Liste des immateriellen Weltkulturerbes« aufzunehmen. Hübsch satirisch, dachte ich, Satire als Weltkulturerbe. Las das Interview zu Ende. Und noch einmal von vorn. Und stellte ernüchtert fest: Das ist ernst gemeint.
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Auch Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps meint es ernst. Als die Freundin des nicht für die WM nominierten Samir Nasri wütend twitterte »Fuck France and fuck Deschamps«, reagierte er nicht auf die einzig vernünftige Weise, nämlich überhaupt nicht, sondern er verklagte das Unterwäsche-Model (gibt es eigentlich keine anderen Berufe für Fußballerfrauen?) wegen Beleidigung. Deschamps hätte sich besser ein Beispiel an Gottfried Benn genommen (in einem Brief an Ernst Jünger): »Über mich können Sie schreiben, dass ich Kommandant von Dachau war oder mit Stubenfliegen Geschlechtsverkehr ausübe, von mir werden Sie keine Entgegnung vernehmen.«
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Ich pflege übrigens im Verkehr mit Stubenfliegen – jetzt nerven sie wieder! – die sadistische Variante. Ttssss … bumm!
(gw)
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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt«  Mail: gw@anstoss-gw.de)

Veröffentlicht von gw am 23. Mai 2014 .
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Baumhausbeichte - Novelle