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Ostermontag, 21. April, 6.30 Uhr

Gescheitert. Nach Wochen eifrigsten Bemühens habe ich ungefähr auf Seite 700 des tausendseitigen “Distelfink”-Bestsellers von Donna Tard aufgegeben. Muss ja nicht am Buch liegen. Schade jedenfalls, hatte mich darauf gefreut. Mich würde mal interessieren, ob jemand das Buch mit Spannung, Interesse und Gewinn zu Ende gelesen hat.

Lese zweigleisig weiter, eine Geschichte der Religionen und ein 1989-Tagebuch von Kempowski (“Alkor”). Das Religions-Buch nur in kleinen Häppchen, da anstrengend. Trotz großem Latinum und mehrjährigem Griechisch-Bemühen (oder müsste das alles im Genitiv stehen?)  kenne ich diverse Fremdwörter nicht und kann sie auch nicht herleiten, wie sonst meistens bei mir unbekannten Wörtern. Kempowski ist ein echter Schrat. Manchmal irre komisch, aber ich vermute, da ist oft unfreiwillige Komik dabei. Schratig eben. Als nächstes Buch wartet das neue von Markaris (in dem Griechenland die Drachme wieder eingeführt hat).

Ich schreibe über die Lektüre aus Hilflosigkeit dem Blog und den “Montagsthemen” gegenüber. Einfach irgendwas schreiben, zum Aufwärmen, als Warmschreiben für die Kolumne, über die allmähliche Verfertigung der Wörter über Worte zu Gedanken zu kommen, die im Blog den Steinbruch für die Kolumne liefern könnten. Klappt heute früh nicht.

Was steht noch auf dem Zettel, übrig geblieben vom Freitag? Peloponnes, Hopp/Logik, Klopp/Löw … nicht viel. Jetzt drängt sich das Damoklesschwert in die Zeilen, als schiefes Bild für die Abstiegslage. Noch ein Reindränger: Fußball und Verballhornung. Ver-Ball-hornung. Verbal-Hornung. Mal reifen lassen. Ist ja noch Zeit.

Gestern Osterspaziergang Flörsheimer Warte. Sehr beliebt in der Frankfurter Gegend, bei Spaziergängern wie Radfahrern. Ein Thema für sich. Wie sie mich wegklingeln wollen und fluchen, wenn ich hartleibig, da schwerhörig nicht sofort Platz mache. Früher kamen die Flugzeuge im Landeanflug dort geschätzte ein, zwei Kilometer weiter hinten runter, jetzt, wegen der neuen Landebahn, kann ich sie fast vom Himmel greifen.

Eine Premiere naht: Meine erste Wie-ich-alt-werde-Kolumne für das “Senioren-Journal”, unter der redaktionellen Leitung einer mir sehr Nahestehenden (Knicks!). Ist schon geschrieben, sozusagen ehrenamtlich, wie auch das gesamte echte Redaktionsteam rein ehrenamtlich arbeitet. Ich staune bei jeder neuen Ausgabe, wie viele schöne Geschichten im Journal stehen.

Noch nicht geschrieben: die “Nach-Lese” fürs Feuilleton (übernächster Samstag). Schwanke noch zwischen den Themen “Hunde” und “Big Bang”.

Ebenfalls auf dem Programm: eine “Wer bin ich?”-Sommerrunde, verquickt mit “Sportgeschichte/n”. Liebe WBI-Leute, da kommt was auf Euch zu!

Neben mir auf dem Tisch: Zeit, Spiegel, FAS und die Wochenend-Ausgaben von SZ, FAZ, FR, Welt und taz. Wann soll ich das alles lesen?

Jetzt.

Kaffee kommt.

Knicks.

Bis später.

 

Baumhausbeichte - Novelle