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Prof. Peter Schubert: Pelops

Diesmal geht es wohl in die Abgründe der antiken Mythologie: über
den Hinweis auf einen grauenhaften, betrügerischen Vater ( und da
fällt mir nur Tantalus ein) gelangt man zu dessen Sohn, den der
Vater zerstückelt den Göttern zur Speise vorgesetzt hatte, der aber
durch Götterhilfe weitgehend wieder hergestellt wurde (bis auf die
blöderweise schon verspeiste Schulter), so dass er immerhin in der
Lage war, es in einem Wagenrennen mit dem trickreichen Vater seiner
Angebeteten aufzunehmen – und siegreich blieb, weil er sich nicht
nur auf seine göttlichen Rosse verlassen konnte, sondern auch auf
einen Saboteur auf der Gegenseite, der die Wagenräder seines Herrn
manipuliert hatte, und dafür, “sicher ist sicher”, vom Sieger
umgebracht wurde,  was seine Landsleute  nicht daran hinderte, nach
ihm, Pelops, eine ganze Landschaft zu benennen, den
Peloponnes. (Prof. Peter Schubert/Friedberg)

Baumhausbeichte - Novelle