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Ohne weitere Worte

Kluges, Originelles, Peinliches, Schräges, Dümmliches, Erhellendes oder sonstwie Interessantes, gesucht und gesammelt in der deutschen Medienlandschaft.

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Pep Guardiola kommt aus einem Land, in dem sie »Mister« zum Trainer sagen. Es gibt dort keine Neururers, die sich an die Profis rankumpeln, es gibt auch keine Klopps, die »Jungs« zu den Spielern sagen und den total coolen Berufsjugendlichen geben. (Süddeutsche Zeitung)

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»Mir würde es gefallen, eine Woche bei Guardiola zu arbeiten, ihm im Training zuzusehen. Daran hätte ich große Freude.« (Diego Maradona in Sport-Bild)

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Seine Beteuerung, die Meisterschaft sei »der wichtigste Titel der Saison«, ist persönlich glaubhaft, aber nicht mehrheitsfähig. Mit diesem Kader, weiß jeder Fan, muss jeder Trainer Meister werden. (…) Deshalb beginnen jetzt die Wochen, in denen man Guardiola, den Mann, der das Triple mit Barcelona gewann, erstmals wirklich an Jupp Heynckes messen wird, dem Mann, der das Triple nach Bayern holte. (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

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Natürlich kennen sie in München auch die anderen Geschichten über Pep, sie kennen die Geschichte seiner positiven Dopingprobe als Spieler in Italien, sie wissen, dass er seit seiner Barcelona-Zeit als Katar-Lobbyist gilt, und sie wissen, dass er den Abwehrspieler Pique angeblich wegen dessen Neigung zum gründlichen Nachtleben bespitzeln ließ. (SZ)

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Ob mit der Hinnahme des (…) Urteils (…) die ganze Geschichte schon zu Ende ist, weiß niemand: Stoff für Legenden. Vor allem aber Stoff, um über die Grundlagen wie die Begleitumstände des Erfolgs nachzudenken. (FAZ)

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Dass Geld Tore schießt, wird oft bestritten, ist aber in der Spitze und im Durchschnitt genauso zutreffend wie, dass Doping Berge hochfährt. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

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Gibt es (…) Auffälligkeiten bei Sportwetten, die man ausnutzen kann? – »Nehmen Sie das Elfmeterschießen beim Fußball: Das verliert öfter die Mannschaft, die während der regulären Spielzeit das bessere Team war. Wahrscheinlich, weil es so enttäuscht ist, seine vielen Torchancen nicht genutzt zu haben.« (Prof. Eberhard Feess, Risiko- und Wahrscheinlichkeitsforscher, im FAS-Interview)

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»Diese lächerliche Figur (OWW-Anm. Berlusconi). (…) Er hat die ganze Kultur heruntergewirtschaftet. Das, was das Land bis in die Achtzigerjahre ausgezeichnet hat, diese Heiterkeit und Leichtigkeit, ist weg. Die Italiener sind bitter geworden. Das erste Alarmzeichen war das Rauchverbot. Da war das Land vorneweg.« – Seltsam, ja. – »Ausgerechnet die Italiener, diese Anarchisten! Die haben früher jede rote Ampel ignoriert. Wirklich schade.« (Mario Adorf im SZ-Wochenende)

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Die neuen Motoren in der Formel 1 sind zu leise. (…) Die Fahrer wurden angewiesen (…), während des gesamten Rennens laut »brrremmmbrehemmmm« zu rufen. In den Kurven müssen sie natürlich »quiiiiihiietsch« machen. Für das menschliche Gehör ist es gefährlicher, sich in der Nähe von Jürgen Klopp aufzuhalten, als neben einer Formel-1-Rennstrecke zu stehen. (»Zippert zappt« in der Welt)

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»Menschen ändern sich nicht aufgrund von Einsicht.« (Otto Kernberg, Psychoanalytiker, im Spiegel-Interview) (gw)

* (www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt«  Mail: gw@anstoss-gw.de)

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