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Dienstag, 1. April, 9.35 Uhr

Das Datum gibt wieder einmal Anlass, das Rentnerdasein zu genießen. Zwar hatte ich mich auch in den Jahren zuvor von Aprilscherzen jeglicher Art ferngehalten, doch auch die Verweigerungshaltung in der Ecke des Spielverderbers war nervig. Diese Zwanghaftigkeit, an jeder Ecke des Blattes einen Aprilscherz anzubringen! Ob der Aprilscherz eine Gemeinsamkeit mit dem Fasching hat?  Datums-Humor? Jetzt kann dieser Scherzkelch endlich unbeachtet an mir vorübergehen.

Das Datum ist auch der Grund, warum die “Ohne weitere Worte”-Kolumne einen Tag später im Blatt steht (online steht sie schon). Morgen schreibe ich eine “Wer bin ich?”-Kolumne, am Freitag  für Samstag den “Sport-Stammtisch”, zwischendurch bastele ich an der “Nach-Lese” fürs Feuilleton (ebenfalls für Samstag), wobei ich mich zwischen den Themen Hunde und Antisemitismus für Letzteres entschieden habe, mit Bauchschmerzen – alleine schon dieser Satz (“zwischen Hunden und Antisemitismus”)  ist ein prekärer. Überall lauern Fallgruben, bestenfalls Fettnäpfchen. Trotzem wage ich es.  Die Hunde kommen später mal dran. Mit ihnen kann ich nur Thomas-Mann-Freunde und Anhänger eines bis “Odenwald” angesehenen Pädagogen verprellen. Das tue ich dann gerne.

Baumhausbeichte - Novelle